Diplomarbeiten


(Fachbereiche): Betriebswirtschaft - Funktional Marketing / Absatzwirtschaft Marketing / Absatzwirtschaft allgemein

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Titel Wertewandel, Trends und Konsumentenverhalten in der Freizeit und in der Familie
Untertitel
AutorIn Sonja Rudelt
Seiten 162 Seiten
Hochschule Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule Nürnberg Deutschland
Art der Arbeit Diplomarbeit
Abgabe 1998
Note 1
Preis 38,00 EUR (inkl. MwSt.)
Bestellnummer 90001415
Sprache Deutsch
Medien Papier / CD
Inhaltsangabe
Einleitung:

Es haben sich im Laufe der letzten, nunmehr fast 40 Jahre, tiefgreifende Veränderungen unserer Lebensauffassung und Lebensformen ergeben. Dieser Prozeß wird im allgemeinen als Wertewandel bezeichnet.

Das Thema interessierte mich schon bevor ich mich im Rahmen meiner Diplomarbeit damit auseinandergesetzt habe. Ich zog in mein erstes sogenanntes "Single-Appartement" und führte lange Zeit eine "Wochenendbeziehung". Nach Beendigung meines Studiums möchte ich im Bereich der Marktforschung und Unternehmensberatung arbeiten. Im Laufe meines praktischen Studiensemesters und meiner weiteren Aushilfstätigkeit habe ich bei icon business consulting in Nürnberg erste Einblicke in dieses komplexe Thema bekommen. Dies bewog mich dazu, mich mit dem Wertewandel intensiver zu befassen. Ich wollte mehr darüber erfahren, was hinter dem Terminus des Wertewandels steht.

Für eine Diplomarbeit im Fachbereich der Betriebswirtschaft ist der Wertewandel sicherlich ein relativ ungewöhnliches Thema, da es sehr stark soziologische Aspekte beinhaltet. Es bietet aber gerade für das Marketing interessante und aufschlußreiche Erkenntnisse. Die Thematik des Wertewandels soll zum Nachdenken anregen, zudem soll es helfen zu erfahren und zu verstehen, wie wir uns verändern, wie wir in Zukunft leben möchten und leben werden und vor allem warum. Was macht uns als Menschen aus? Es sind unsere Werte, Glaubenssätze und Überzeugungen, die uns eine Antwort auf das "warum", auf die Beweggründe unserer Handlungsweisen geben.

Gang der Untersuchung:

Zunächst werden in der vorliegenden Arbeit die theoretischen Grundlagen erläutert. Des weiteren wird die Frage untersucht, inwieweit die soziodemographischen, ökonomischen, wirtschaftlichen und technischen Rahmenbedingungen Einfluß auf den Wertewandel haben. Die zwei zentralen Lebensbereiche, nämlich die Freizeit und die Familie, werden im Hauptteil hinsichtlich ihres prägnanten Wertewandels und den daraus entstehenden Trends im Konsumentenverhalten betrachtet. Dabei werden insbesondere die Veränderungen der konsumrelevanten Werte wie die zunehmende Freizeitorientierung und der Strukturwandel in der Familie erläutert. Bisher wurden fast ausschließlich die verschiedenen Lebensbereiche getrennt voneinander untersucht. Die Verknüpfung von Freizeit und Familie soll einem besseren Verständnis der Zusammenhänge dienen. Schließlich stehen die Freizeit und die Familie in einem wechselseitigen Verhältnis, sie sind miteinander vernetzt. Zum Abschluß werden die beiden wichtigsten übergreifenden Trends im Konsumentenverhalten sowohl für die Familie als auch für die Freizeit vorgestellt.

Der Wertewandel ist eine internationale Erscheinung. Gerade in den westlichen Industrienationen ist er sich im Richtungsverlauf sehr ähnlich, wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß. Eine Übertragung der Untersuchungsergebnisse aus den verschiedenen Ländern ist aber aufgrund der soziokulturellen Unterschiede nur mit Einschränkungen möglich. Die vorliegenden Arbeit beschränkt sich aus diesem Grund auf den Wertewandel in Deutschland. Allerdings werden bei den Entwicklungen im Konsumentenverhalten z. T. auch amerikanische Trends in die Betrachtung miteinbezogen und auf ihre Verlaufsform in Deutschland untersucht.

Ein besonderer Dank gebührt meinem Professor Dr. Dr. Feuchtmeyer, der mich bei der vorliegenden Arbeit fachlich und persönlich sehr unterstützte. Zudem möchte ich nicht versäumen, mich bei meinen Freunden, Bekannten und Arbeitskollegen zu bedanken, die mich durch Gespräche und Anregungen immer wieder motivierten und mir weitere Perspektiven eröffneten.

Inhaltsverzeichnis:

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS VI
ABBILDUNGSVERZEICHNIS VIII
TABELLENVERZEICHNIS X
DIE NEUEN PERSPEKTIVEN FÜR DIE KONSUMENTEN DURCH DEN WERTEWANDEL 1
KAPITEL I: DIE GRUNDLEGENDEN ASPEKTE DES WERTEWANDELS 3
1. Die theoretischen Grundlagen 3
1.1 Der zeitliche Ablauf des Wertewandels 3
1.2 Die Definition von Werten und Wertewandel 5
1.3 Die Abgrenzung sinnverwandter Begriffe 8
1.3.1 Der Zusammenhang von Werten und Einstellungen 8
1.3.2 Die Abgrenzung von Wertewandel, Trends und modischen Erscheinungen 9
1.3.3 Die Abgrenzung von Werten und Normen 10
1.3.4 Die Einflußfaktoren des Lebensstils 10
1.4 Der Zusammenhang von Konsumentenverhalten und Werten 11
1.5 Das Resümee zum Ausmaß des Wandels 12
2. Orientierungswissen als Erkenntnisziel des Wertewandels 13
2.1 Die Orientierungslosigkeit 13
2.2 Die Suche nach allgemeingültigen Werten 14
3. Die zentralen Thesen 15
3.1 Die Sozialisationsthese 16
3.2 Die Lebenszyklusthese 16
4. Die zentralen Diskussionsrichtungen 18
4.1 Der Materialismus versus dem Postmaterialismus 18
4.2 Die Pflicht-/Akzeptanzwerte versus den Selbstentfaltungswerten 19
4.3 Die Bewertung der Ansätze 20
5. Die zusammenfassenden Ergebnisse zu den grundlegenden Aspekten des Wertewandels 21
KAPITEL II: DIE RAHMENBEDINGUNGEN DES WERTEWANDELS 24
1. Die verschiedenen Einflußfaktoren des Wertewandels 24
2. Die Beurteilung des Einflusses der Rahmenbedingungen auf denWertewandel 26
KAPITEL III: DER WERTEWANDEL IN DER FREIZEIT UND IN DER FAMILIE 28
1. Der Wertewandel in der Freizeit 28
1.1 Vorbemerkung zum Begriff Freizeit 28
1.2 Die veränderten Rahmenbedingungen als Voraussetzung für den Wandel der Werte in der Freizeit 29
1.2.1 Die Gründe für den Anstieg der Freizeit 29
1.2.2 Die Wechselwirkungen zwischen Rahmenbedingungen und Wertewandel 31
1.3 Die Situationsanalyse der Grundbedürfnisse und Aktivitätsbereiche in der Freizeit 31
1.4 Der Wandel der Werte und Einstellungen in Bezug auf das Arbeits- und Freizeitverständnis 33
1.5 Der Freizeitkonsum als Teil des privaten Verbrauchs 35
1.5.1 Die Unterscheidung von Freizeit und Freizeitkonsum 35
1.5.2 Die Unterscheidung von Versorgungs- und Freizeitkonsum 37
1.5.3 Die Auswahlkriterien der Haushaltstypen des Statistischen Bundesamtes 39
1.5.4 Die Entwicklung der Freizeitausgaben 39
1.5.5 Die Konsumabhängigkeit von Freizeitbeschäftigungen 42
1.5.6 Zusammenfassende Ergebnisse 45
1.6 Die Entwicklungen im Konsumentenverhalten durch den Wandel des Freizeitverständnisses 46
1.6.1 Die Smart Shopper 48
1.6.2 Die neuen Alten 52
1.6.3 Die Zeitknappheit 60
1.6.3.1 Die Entwicklung zu den ruhelosen Konsumenten 60
1.6.3.2 Empfehlungen für sinnvolleren Umgang mit dem Konsumieren 62
2. Der Wertewandel in der Familie 66
2.1 Die steigende Erwerbstätigkeit der Frauen 68
2.1.1 Die veränderte Rolle der Frauen 71
2.1.2 Die Abnahme der Kinderzahl 73
2.2 Die gewandelte Werthaltung bezüglich der Familie 77
2.2.1 Die neuen Entscheidungsspielräume in der Ehe undPartnerschaft 77
2.2.1.1 Der Werte- und Einstellungswandel und die daraus folgenden soziodemographischen Veränderungen bezüglich der Ehe 77
2.2.1.2 Die geänderten Erwartungen an die Ehe und Partnerschaft 81
2.2.2 Die neuen und veränderten Lebensformen 84
2.2.2.1 Die nichtehelichen Partnerschaften 86
2.2.2.2 Die Singles 89
2.2.2.3 Die Kleinfamilie 94
2.2.2.4 Weitere mögliche Lebensformen 97
2.2.2.4.1 Die Arbeitspaare 97
2.2.2.4.2 Die Wochenendbeziehungen 97
2.3 Das Fazit zum Wertewandel in der Familie 100
KAPITEL IV: DIE PERSPEKTIVEN IM KONSUMENTEN-VERHALTEN IN DER FAMILIE UND IN DER FREIZEIT 103
1. Cocooning und Clanning als übergreifende Trends 103
1.1 Vorbemerkung zur Trendforschung 103
1.2 Cocooning, die Wertschätzung der Familie und das Freizeitverhalten 106
1.3 Clanning, die Wertschätzung des Freundeskreises und das Freizeitverhalten 112
2. Das Resümee von CoCooning und Clanning 116
3. Schlußbemerkung zum Wertewandel und den Trends 117
ANHANG XI
LITERATURVERZEICHNIS XXIV

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