Diplomarbeiten


(Fachbereiche): Betriebswirtschaft - Funktional Organisation Virtuelle Unternehmen

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Titel Virtuelle Unternehmen als branchenspezifische Organisationsform
Untertitel
AutorIn Kai Siegel
Seiten 122 Seiten
Hochschule Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (RWTH) Deutschland
Art der Arbeit Diplomarbeit
Abgabe 1996
Note 1
Preis 38,00 EUR (inkl. MwSt.)
Bestellnummer 90001428
Sprache Deutsch
Medien Papier / CD
Inhaltsangabe
Einleitung:

Interessant ist es zu erfahren, ob sich Branchen, in denen die Bildung von Virtuellen Unternehmen geeignet erscheint, mit Hilfe eines speziellen Verfahrens der Branchenanalyse identifizieren lassen. Diese Aufgabenstellung wird in der vorliegenden Arbeit mit Hilfe des Structure-Conduct-Performance- (SCP) Paradigmas behandelt. Untersucht werden dabei die möglichen Zusammenhänge zwischen Marktstruktur, Marktverhalten und Marktleistung einer Branche. Wird das VU mit Hilfe von mikroökonomisch fundierten Theorien durchleuchtet, geschieht dies meist auf Basis des Transaktionskostenansatzes, der der Unternehmenstheorie zuzurechnen ist. Die vorliegende Arbeit betrachtet das VU aus dem Blickwinkel der Industrieökonomik und liefert mit dieser Vorgehensweise einen neuen Ansatzpunkt für die Analyse des VU.

Gang der Untersuchung:

Es erscheint sinnvoll, das VU zunächst als eine spezielle Kooperationsform zu betrachten und mehr über seine Besonderheiten zu erfahren. Dafür gilt es, den aktuellen Stand der Forschung zu beleuchten und die wesentlichen charakteristischen Bestandteile des VU zu identifizieren. Ist dies geschehen, lassen sich aus diesen Merkmalen bereits Aussagen dazu ableiten, welche unternehmensinternen Voraussetzungen als kritische Erfolgsfaktoren für die Bildung von VU anzusehen sind. Externe Erfolgsfaktoren sollen dann im Zuge der branchenspezifischen Betrachtungen ermittelt werden.

Diesem Abschnitt folgt eine Abgrenzung zwischen dem VU und anderen Organisationsformen. Ziel ist dabei, die Unterschiede zum traditionellen Unternehmen und anderen Kooperationsformen aufzuzeigen, um auf diese Weise zu einem eindeutigen Begriffsverständnis vom VU beizutragen. Basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen wird eine Arbeitsdefinition für das Virtuelle Unternehmen entwickelt, die auch die Grundlage für eine abschließende Bewertung des VU bildet.

Kapitel 3 legt die theoretischen Grundlagen für die weiteren branchenspezifischen Untersuchungen Virtueller Unternehmen dar. Das bereits oben genannte SCP-Paradigma spielt bei diesen branchenspezifischen Untersuchungen eine zentrale Rolle. Daher ist zunächst eine Einordnung des Paradigmas in den wirtschaftswissenschaftlichen Kontext notwendig. Erst danach können die Zielsetzung und die inhaltlichen Merkmale des Ansatzes ermittelt und eingehender betrachtet werden. Um die praktische Relevanz des SCP-Paradigmas zu untersuchen, findet anschließend eine Anwendung des Ansatzes auf drei ausgewählte Branchen statt. Die Unternehmen dieser Branchen haben sich bereits im Zuge anderer Untersuchungen als grundsätzlich kooperationsfähig erwiesen' und lassen somit die Eignung des VU als Organisationsform für diese Bereiche zumindest als realistisch erscheinen. Eine Bewertung des SCP-Paradigmas in seiner bisherigen Form schließt das Kapitel ab.

In Kapitel 4 erfolgt schließlich die Synthese der beiden vorher separat untersuchten Themengebiete. Durch eine Integration von Teilaspekten der Organisationslehre und der Industrieökonomik scheint es möglich, nicht nur die innerbetrieblichen Aspekte eines Virtuellen Unternehmens sondern auch seine Wechselwirkungen mit dem wirtschaftlichen Umfeld zu erfassen. Dafür erscheint jedoch eine Erweiterung des traditionellen SCP-Paradigmas um einige, speziell auf VU zugeschnittene Aspekte notwendig. Durch die Anwendung des erweiterten SCP-Paradigmas und die sich daraus ergebenden Schlußfolgerungen zur Eignung dieser Branchen sollten sich dann auch allgemeine Aussagen über die notwendigen grundsätzlichen Voraussetzungen anderer Branche für die erfolgreiche Bildung eines VU ableiten lassen. Mit Hilfe dieser normativen Aussagen könnte dann verhindert werden, daß Unternehmen sich blindlings in die Bildung Virtueller Unternehmen stürzen, ohne dabei ihre branchenspezifische Ausgangsposition zu berücksichtigen. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es somit herauszufinden, ob sich mit Hilfe des SCP-Paradigmas geeignete Branchen für die VU-Bildung identifizieren lassen.

Inhaltsverzeichnis:

INHALTSVERZEICHNIS i
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS iii
ABBILDUNGSVERZEICHNIS Vii
TABELLENVERZEICHNIS Viii
1. EINLEITUNG 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Gang und Ziel der Untersuchung 3
2. DAS VIRTUELLE UNTERNEHMEN ALS ORGANISATIONSFORM 5
2.1 Erläuterung eines neuen organisatorischen Phänomens 5
2.2 Einordnung einiger Definitionsversuchen anhand ausgewählter Kriterien 7
2.2.1 Kooperationsdauer 8
2.2.2 Kooperationsrichtung 10
2.2.3 Institutionalisierung 13
2.3 Kennzeichnende Merkmale eines Virtuellen Unternehmens 15
2.3.1 Netzwerk-Struktur 15
2.3.2 Flexibilität bzw. Kundenorientierung 16
2.3.3 Informations- und Kommunikationstechnologien 17
2.3.4 Kernkompetenzen 19
2.3.5 Einheitliches Erscheinungsbild nach außen 21
2.4 Kritische Erfolgsfaktoren für die Bildung von Virtuellen Unternehmen 22
2.5 Abgrenzung von anderen Organisationsformen 26
2.5.1 Das" traditionelle " Unternehmen 26
2.5.2 Kooperationsformen. 27
2.5.2.1 Strategische Allianz. 27
2.5.2.2 Joint Venture 28
2.5.2.3 Strategisches Netzwerk 29
2.5.2.4 Kartell 30
2.6 Eine Arbeitsdefinition 31
2.7 Bewertung 32
2. 7.1 Vorteile 33
2. 7.2 Nachteile 34
3. INDUSTRIEÖKONONHK UND DAS SCP-PARADIGMA 37
3.1 Der Zusammenhang zwischen Industrieökonomik, Industrial Organization und SCP-Paradigma 37
3.2 Das SCP-Paradigma als Instrument zur Branchenanalyse 39
3.2.1 Herkunft und Zielsetzung 39
3.2.2 Wesentliche Merkmale 41
3.3 Anwendung des SCP-Paradigmas auf ausgewäh1te Branchen 44
3.3.1 Telekommunikationsbranche 46
3.3.2 Automobilbranche 52
3.3.3 Flugverkehrsbranche 61
3.4 Bewertung des SCP-Paradigmas .69
4. ANWENDUNG DES SCP-PARADIGMAS AUF VIRTUELLE UNTERNEHMEN 73
4.1 Modifizierung des SCP-Paradigmas 73
4.1.1 Unsicherheit 73
4.1.2 Betrachtungsebene 77
4.1.3 Untersuchungsgegenstand 79
4.1.4 Integrierte Betrachtung der Modifizierungen 81
4.2 Anwendung des modifizierten SCP-Paradigmas auf die Branchen 84
4.2.1 Telekommunikationsbranche 84
4.2.2 Automobilbranche 88
4.2.3 Flugverkehrsbranche 92
4.3 Bewertung des modifizierten SCP-Paradigmas zur Identifizierung geeigneter Branchen für Virtuelle Unternehmen 94
5. ZUSAMMENFASSUNG UND Fazit 97
LITERATURVERZEICNNIS 100
EIDESSTATTLICHE VERSICHERUNG 110

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