Diplomarbeiten


(Fachbereiche): Betriebswirtschaft - Branche Medien / Neue Medien Medien / Neue Medien allgemein

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Titel Neue Medien in der Unternehmenskommunikation
Untertitel Eine Untersuchung aus dem Blickwinkel semiotischer und handlungstheoretischer Ansätze
AutorIn Ralf Schneider
Seiten 127 Seiten
Hochschule Universität zu Köln Deutschland
Art der Arbeit Magisterarbeit
Abgabe 1998
Note 1
Preis 38,00 EUR (inkl. MwSt.)
Bestellnummer 91001586
Sprache Deutsch
Medien Papier / CD
Inhaltsangabe
Gang der Untersuchung:

Im Mittelpunkt dieser Arbeit stehen im wesentlichen zwei Fragestellungen: zum einen, welches die spezifischen Aspekte von Kommunikation, speziell in der Verwendung in Unternehmen und Organisationen sind. Also: welche Rahmenbedingungen wirken sich auf den Austausch aus und welchen Stellenwert hat die Interaktion in unterschiedlichen Organisationsformen. Zum anderen geht es darum, die Einbindung von Neuen Medien in vorhandene Kommunikationsprozesse zu untersuchen und die Wechselwirkungen zwischen den kommunikativen Notwendigkeiten und den Möglichkeiten der Technik darzustellen.

Hierzu werden unterschiedliche Organisationskonzepte von Unternehmen vorgestellt, angefangen von starren traditionellen Formen mit ausgeprägten und starren Hierarchien bis hin zu modernen netzwerkartigen Aufbauten. Sodann gilt es aufzuzeigen, wie verschieden der Stellenwert und die Funktion von Kommunikation in jeder Organisationsformen ist.

Ein Beispiel wie organisationsbezogene wie kommunikative Elemente ineinander greifen wird mit dem Ansatz der Unternehmenskulturen vorgestellt. Bemerkenswert hierbei ist, daß sich nicht nur die Struktur einer Organisation auf den Austausch auswirkt, sondern daß auch umgekehrt über den Einfluß sprachlicher Aspekte auf Mitarbeiter eingewirkt werden kann. Sodann heißt es, die einmal gewonnen Erkenntnisse über Interaktion innerhalb von Organisationen auf die Möglichkeiten technischer Umsetzungen abzubilden. Nach einer Abgrenzung von Medien als Technologisierung der Sprache, gilt das Augenmerk den unterschiedlichen Leistungen von Kommunikationstechniken. Es wird hierzu zwischen reichhaltigen und weniger reichhaltigen Formen des Austausches unterschieden und hieran ein Differenzierung von (Neuen) Medien vorgenommen. Auf der einen Seite werden hier Nachfrage wie Verteilungsmodelle als Realisation von Informationsdistributionen vorgestellt, auf der anderen Seite kann anhand der kommunikationsorientierten Technologien aufgezeigt werden, daß Neue Medien vorhandene nicht ersetzten, sondern ergänzen werden.

Am Ausgangspunkt der Untersuchung von "Neuen Medien in der Unternehmenskommunikation" steht zunächst das Problem, gleichzeitig drei prinzipiell unterschiedliche Forschungsrichtungen zu berücksichtigen: Zum einen muß dem Einfluß der Organisation eines Unternehmens Rechnung getragen werden, was betriebswirtschaftliche Ansätze leisten, ebenso wollen technischen Aspekte der neuen Medien beachtet sein und schließlich - da es hierbei speziell um zwischenmenschliche Interaktion handelt - ist besonders auf kommunikative Aspekte einzugehen.

Problematisch erweist es sich für eine Untersuchung bisher, daß jede dieser Perspektiven für sich nur unzureichend die Erkenntnisse der beiden übrigen berücksichtigt.

Die gewählte Vorgehensweise beleuchtet den Forschungsgegenstand aus jeder der drei genannten Sichtweisen und nähert so die in sich hermetischen Ansätze an, um schließlich zu einer ganzheitlicheren Betrachtung zu gelangen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt hierbei auf die Herausarbeitung eines kommunikativen Ansatzes. Zum einen, weil Kommunikation im Kontext des Untersuchungsgegenstandes bislang nur unzureichend Beachtung fand, zum anderen, weil die wenigen Arbeiten in diese Richtung meist vom transmissionsorientierten Modell Shannon/Weavers dominiert sind, welches - formuliert als mathematische Theorie zu Beschreibung technisierter Interaktion - die zwischenmenschliche Kommunikation nur unzureichend abbildet.

Die Modelle von Charles Sanders Peirce sowie George Herbert Mead geben hier einen ebenso guten Einblick wie der Ansatz von Karl Bühler.

Durch die innovative Herangehensweise eröffnet sich eine Perspektive, einerseits Kommunikation als Austausch im sozialen Kontext zu betrachten, und andererseits zu einer Sichtweise zu gelangen, die sich der Übertragung auf organisationstheoretische und technische Perspektiven nicht widersetzt.

Inhaltsverzeichnis:

1. Zielsetzung und Methodik 3
2. George Herbert Mead: Der Einfluß des Symbolischen Interaktionismus 5
2.1 DIE PHILOSOPHISCHEN UND SOZIOLOGISCHEN QUELLEN 6
2.2 DIE 'HANDLUNG' BEI MEAD 9
2.3 GESELLSCHAFT - BASIS VON GEIST UND IDENTITÄT 13
2.3.1 Geist, Geste und Symbol: die Bedeutung der Kommunikation 14
2.3.2 Sprache: Quelle des Denkens und Mittler zwischen Individuum und Gesellschaft 19
2.3.3 Perspektiverwerb und der 'verallgemeinerte Andere' 21
2.4 RESÜME 23
3. Semiotik: Charles Sanders Peirce 25
3.1 DAS ZEICHENMODELL NACH PEIRCE. 25
3.1.1 Die einzelnen Pole 27
3.1.2 Die trichotomischen Subzeichen 34
4. Karl Bühler: Axiomatik der Sprachwissenschaft 40
4.1 ZUR METHODIK BÜHLERS 40
4.2 DAS ORGANONMODELL DER SPRACHE 44
4.3 RESÜMIERENDE ÜBERLEGUNGEN: BÜHLERS ANSATZ IM KONTEXT MEADS UND PEIRCES 47
4.3.1 Ein Modell sozialer Handlungen? - Mead und Bühler im Vergleich 48
4.3.2 Das Organonmodell und des Peircesche Zeichenmodell 51
5. Information und Kommunikation 55
5.1 DAS MECHANISTISCHE MODELL VON SHANNON/WEAVER 55
5.2 REZEPTION SOWIE ABGRENZUNG VONEINANDER 60
6. Unternehmenskommunikation im Wandel 64
6.1 KLASSISCHE UNTERNEHMENSSTRUKTURMODELLE 64
6.2 INTERAKTION IN TRADITIONELLEN UNTERNEHMEN 66
6.2.1 Schriftlichkeit und Mündlichkeit in Unternehmen 68
6.2.2 Ein erstes Plädoyer für den optimalen Medienmix 73
6.3 NEUERE ORGANISATIONSMODELLE 75
6.4 KOMMUNIKATION IN MODERNEN KONZEPTEN 79
6.4.1 Kommunikationsstrukturen 79
6.4.2 Menschen, Macht und Motiv: Einflüsse auf die Kommunikation 85
6.4.3 Nichtorganigramische Strukturen und Einflüsse 90
6.5 KONSEQUENZEN: PARAMETER DER UNTERNEHMENSKOMMUNIKATION 93
7. Ausblick: Der Kulturansatz 94
8. Medien in der Unternehmenskommunikation 99
8.1 MEDIEN: TECHNOLOGISIERUNG DER SPRACHE 99
8.2 INFORMATIONS- UND KOMMUNIKATIONSTECHNIKEN 102
8.3 ZWEI EXTREME: INFORMATION UND KOMMUNIKATION 107
8.3.1 Faktenorietierte Medien: Reduktion von Unsicherheit 108
8.3.2 Kommunikationstechniken: Reduktion von Mehrdeutigkeit 110
8.3.3 Das Zusammenspiel von Informations- und Kommunikationsmedien 112
9. Resümee 114
10. Literaturverzeichnis 115

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