Diplomarbeiten


(Fachbereiche): Betriebswirtschaft - Branche Kultur

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Titel Das Konzept der Freizeitbildung
Untertitel Voraussetzungen, Anwendungspotentiale und Einsatzmöglichkeiten für die Anbieter von Freizeitaktivitäten - dargestellt am Beispiel von Kulturinstitutionen
AutorIn Sandra Tabache
Seiten 63 Seiten
Hochschule Universität des Saarlandes Deutschland
Art der Arbeit Diplomarbeit
Abgabe 1998
Note 1,7
Preis 38,00 EUR (inkl. MwSt.)
Bestellnummer 91001589
Sprache Deutsch
Medien Papier / CD
Inhaltsangabe
Einleitung:

Das Verhältnis von Arbeits- und Freizeit hat sich in den letzten Jahrzehnten rapide verändert. Betrug die wöchentliche Arbeitszeit eines Arbeitnehmers in der Mitte des letzten Jahrhunderts 85 Stunden, so beträgt sie heute - rund 150 Jahre später - weniger als die Hälfte mit weiterhin prognostizierter abnehmender Tendenz. Diese Entwicklung geht zu Gunsten des Budgets an wöchentlich frei verfügbarer Zeit, die im Jahr 2010 voraussichtlich bei drei Tagen pro Woche liegen.

Freizeit wird auf unterschiedlichste Arten genutzt, jedoch immer unter dem Aspekt, einen Ausgleich zum Arbeitsleben zu schaffen. Mit dem Freizeitbegriff werden positive Assoziationen wie Spaß, Sport, Selbstverwirklichung oder Erlebnis verbunden. Kino, Konzerte oder Museumsbesuche sind beliebte Aktivitäten, die einzeln oder in der Gruppe dazu dienen, die freie Zeit sinnvoll und unterhaltsam zu nutzen.

Typische Motive für die Freizeitgestaltung wie Entspannung oder Geselligkeit werden in zunehmendem Maß von dem Bedürfnis nach Wissen und Erweiterung der Allgemeinbildung begleitet. Daher werden vermehrt Kultureinrichtungen wie Museen, Galerien oder Theater besucht oder auch Volkshochschulkurse belegt. Diese Entwicklung geht so weit, daß bereits seit einigen Jahren von einem "Kulturboom" gesprochen wird. An dieser Stelle setzt das Konzept der Freizeitbildung und damit diese Arbeit an. Mit dem Begriff der Freizeitbildung "wird der Versuch unternommen, den Faktor "Freizeit" für ein zukunftsweisendes Bildungskonzept in der Weise zu berücksichtigen, daß Bildung auch in der Freizeit über Freizeitinhalte in freizeitgemäßer Form stattfinden kann". Kulturinstitutionen kommt in dieser Hinsicht eine besondere Bedeutung zu. Kultur ist für die Allgemein- und Weiterbildung des Menschen von großem Wert. Kulturelle Ausdrucksformen wie Theater oder Kunst "tragen dazu bei, das Bildungspotential der Menschen jeder Herkunft und jeden Alters zu steigern" .

Untersuchungsgegenstand der vorliegenden Arbeit ist die freiwillige, selbstbestimmte Orientierung in Richtung einer Nutzung der freien Zeit als Bildungs- und Lernzeit. Das Konzept der Freizeitbildung und die damit verbundenen Einsatzmöglichkeiten und Anwendungspotentiale wird speziell im Hinblick auf Kulturinstitutionen als Anbieter von Freizeitaktivitäten analysiert.

Gang der Untersuchung:

Um diesem Ziel gerecht zu werden, wird zunächst eine allgemeine Einführung in das Kulturmarketing gegeben sowie das Angebot an Kultur vorgestellt. Die Betrachtung der Variable Lebensstil als Einflußfaktor auf den Besuch kultureller Institutionen gibt einen Überblick über mögliche Nutzer von Freizeitbildungsangeboten. Eine Untersuchung des Freizeitbegriffs und der Möglichkeiten, die freie Lebenszeit zu nutzen, erfolgt unter besonderer Betrachtung des Wertewandels. Die Darstellung von Anwendungspotentialen und Einsatzmöglichkeiten der Freizeitpädagogik stellt eine Verknüpfung zum Hauptteil der Arbeit her. Das Konzept der Freizeitbildung mit seinen Zielen und Voraussetzungen als auch möglichen Anwendungsgebieten, speziell im Kulturbereich, bildet den Kern der Arbeit. Das Aufzeigen der Grenzen und eine kritische Würdigung des Konzepts soll Entwicklungspotentiale und Ansatzpunkte für die Anbieter von Freizeitaktivitäten offenlegen. Teildisziplinen der Pädagogik, wie u.a. die Museumspädagogik, werden in Hinblick auf ihre Einsatzmöglichkeiten bei der Freizeitbildung in Kulturinstitutionen untersucht. Die Potentiale, die sich durch den Einsatz von Erlebnisstrategien im Kulturmarketing ergeben, werden in Form von Anwendungsempfehlungen aufgezeigt. Im letzten Teil der Arbeit sollen drei aktuelle Beispiele zeigen, wie Museen mit Hilfe der Museumspädagogik Freizeitbildungsmöglichkeiten schaffen, Anreize zur Erweiterung der Allgemeinbildung geben und damit breite Bevölkerungsschichten anzusprechen versuchen.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis II
Abbildungsverzeichnis IV
A. Grundlagen 1
A.1 Grundlagen des Kulturmarketings 1
A.1.1 Problemstellung, Zielsetzung und Vorgehensweise der Arbeit 1
A.1.2 Begriffsklärung: Marketing und Kulturmarketing 3
A.1.3 Überblick über Kultur: Angebot und Institutionen 4
A.1.4 Besucherforschung: Der Lebenssstil als Einflußfaktor auf den Besuch kultureller Institutionen 6
A.1.5 Zusammenfassung 8
A.2 Freizeit und Nutzung kultureller Angebote 9
A.2.1 Begriffsklärung: Freizeit 9
A.2.2 Entwicklung und Nutzungsmöglichkeiten der Freizeit: Der Einfluß des Wertewandels auf die Freizeitnutzung 10
A.2.3 Anwendungspotentiale und Einsatzmöglichkeiten der Freizeitpädagogik 13
A.2.4 Zusammenfassung 15
B. Das Konzept der Freizeitbildung - dargestellt am Beispiel von Kulturinstitutionen 16
B.1 Freizeit und Bildung 16
B.1.1 Begriffsklärung: Bildung und Freizeitbildung 16
B.1.2 Das Konzept der Freizeitbildung 19
B.1.2.1 Ziele 19
B.1.2.2 Voraussetzungen 21
B.1.2.3 Anwendungspoteniale und Einsatzmöglichkeiten 23
B.1.2.4 Grenzen 24
B.1.2.5 Kritik 25
B.1.2.6 Zusammenfassung 27
B.1.3 Freizeitbildungsmöglichkeiten in Kulturinstitutionen 28
B.1.3.1 Überblick über pädagogischer Einsatzmöglichkeiten im Rahmen der Freizeitbildung 28
B.1.3.2 Aufgaben, Anwendungspoteniale und Einsatzmöglichkeiten der Museumspädagogik 30
B.1.3.3 Zusammenfassung 33
B.2 Entwicklungspotentiale von Freizeitbildungsangeboten durch den Einsatz von Erlebnisstrategien im Kulturmarketing 34
B.3 Praxisbeispiele für Freizeitbildungsmöglichkeiten in Kulturinstitutionen 35
C. Ausblick 40
Literaturverzeichnis V

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