Diplomarbeiten


(Fachbereiche): Betriebswirtschaft - Branche Finanzen Bankwirtschaft / Kreditwirtschaft

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Titel Determinanten der Kapitalstruktur
Untertitel
AutorIn Mariya Popova
Seiten 70 Seiten
Hochschule Universität Mannheim Deutschland
Art der Arbeit Diplomarbeit
Abgabe 2010
Note 1,7
Preis 38,00 EUR (inkl. MwSt.)
Bestellnummer 91016006
Sprache Deutsch
Medien
Inhaltsangabe
Einleitung:

Die Frage, welche Determinanten die Kapitalstruktur von Unternehmen bestimmen und ob ein optimaler Verschuldungsgrad existiert, ist ein zentraler Gegenstand der heutigen Corporate Finance Forschung. Seit über 50 Jahren entwickeln Wissenschaftler Ansätze zur Erklärung von Finanzierungsentscheidungen von Unternehmen. Der Beweis der Irrelevanz der Finanzierung von Modigliani und Miller bildet die Grundlagen der modernen Kapitalstrukturforschung.

Modigliani und Miller setzen in ihrer Arbeit einen vollkommenen Kapitalmarkt ohne finanzierungsabhängige Steuern und Insolvenzkosten voraus, auf dem Unternehmen und Investoren (Privatpersonen) agieren. Unter den Modellannahmen kann formal gezeigt werden, dass der Marktwert von Firmen unabhängig von ihrer Kapitalstruktur ist. Falls Marktwertunterschiede zwischen unterschiedlich finanzierten Unternehmen gleicher Risikogruppen auftreten, werden diese durch Arbitragemechanismen wieder ausgeglichen. Ferner ergeben sich die durchschnittlichen Kapitalkosten eines Unternehmens als konstant und ebenfalls kapitalstrukturunabhängig. Unter diesen Bedingungen wäre die Erforschung der Determinanten der Kapitalstruktur müßig, da diese keinen Einfluss auf reale Größen hätte. In der Literatur wird der Beitrag von Modigliani und Miller allerdings darin gesehen, dass sich aus ihrer Studie auch Hinweise darauf ableiten lassen, wann die Kapitalstruktur von Bedeutung wäre.

Nach der Aufstellung der These über die Irrelevanz der Finanzierung wird in einer Vielzahl von Arbeiten der Einfluss potentieller Determinanten der Kapitalstruktur kontrovers diskutiert. Von den verschiedenen Theorien zur Wahl der Finanzierung lassen sich widersprüchliche Vorhersagen für die einzelnen Variablen ableiten. Während z. B. laut der Trade-Off-Theorie die optimale Verschuldung durch die Abwägung steuerlicher Vorteilhaftigkeit und Insolvenzkosten zustande kommt, existiert nach der Präferenzordnung der Pecking-Order-Theorie kein optimales Leverage-Niveau. Auch die empirischen Ergebnisse bzgl. einzelner Bestimmungsfaktoren unterscheiden sich im Hinblick auf ermittelte Signifikanz und Vorzeichenrichtung. Dennoch haben sich einige generalisierte Erkenntnisse etabliert, über die weitgehender Konsens in der wissenschaftlichen Literatur herrscht.

Die Zielsetzung dieser Arbeit ist, einen Überblick über die Kapitalstrukturliteratur sowohl aus theoretischer, als auch aus empirischer Sicht zu geben, sowie die dargestellten Ergebnisse kritisch zu betrachten. Die Arbeit ist wie folgt gegliedert: Im zweiten Kapitel wird die theoretische Kapitalstrukturforschung behandelt. Es werden vier der bedeutendsten Theorien zur Wahl der Kapitalstruktur vorgestellt - Trade-Off-Theorie, Agency-Theorie, Pecking-Order-Theorie und Market-Timing-Theorie. Es werden auch die grundlegenden Beiträge aus der jeweiligen Theorierichtung erläutert. Das dritte Kapitel beschreibt wesentliche methodische Aspekte in Bezug auf die empirische Determinantenforschung. Dabei wird insbesondere auf häufig auftretende ökonometrische Probleme eingegangen. Im vierten Kapitel werden wichtige Determinanten der Kapitalstruktur vorgestellt, aufgegliedert in die drei Kategorien unternehmensspezifische, institutionelle sowie weitere Variablen. Das erfolgt vor allem durch einen Überblick über den in der Literatur diskutierten Einfluss der einzelnen Bestimmungsfaktoren. Das fünfte Kapitel beinhaltet eine kritische Betrachtung der empirischen Forschungsergebnisse. Eine Zusammenfassung sowie ein Ausblick auf zukünftige Forschung sind Gegenstand des sechsten Kapitels.

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