Diplomarbeiten


(Fachbereiche): Betriebswirtschaft - Funktional Management / Unternehmensführung Betriebsübertragung / Unternehmensnachfolge

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Titel Die Stiftung als Gestaltungsmittel zur Sicherung des Fortbestandes eines Unternehmens
Untertitel
Autorin Arne Schnitger
Seiten 131 Seiten
Hochschule Fachhochschule Münster Deutschland
Art der Arbeit Diplomarbeit
Abgabe 2000
Note 1
Preis 48,00 EUR (inkl. MwSt.)
Bestellnummer 90002323
Sprache Deutsch
Medien Papier / CD
Inhaltsangabe
Einleitung:

Stiftungen stellen eines der ältesten Mittel zur Gestaltung von Vermögen dar, die im 15. Jahrhundert vor allem seitens der Kirche genutzt wurden. Heute kommt dieser Institution als Gestaltungsmittel eine weitergehende Bedeutung zu, die sich schon aus der steigenden Zahl an Stiftungsgründungen ergibt. Zwar hat das Stiftungswesen heute in Deutschland noch nicht eine vergleichbar dominierende Bedeutung wie im amerikanischen Raum, zukünftig wird diese Gestaltungsform mit ihren speziellen Vorteilen allen Anschein nach jedoch noch weiter in den Mittelpunkt der Betrachtung gelangen. Auch jüngste Bemühungen zur Reformierung des Stiftungswesens und die in den nächsten Jahren zu vererbenden Vermögenswerte werden auf die zukünftige Ausweitung der Stiftung über den bereits bestehenden Einsatz bei größeren Konzernen als Mittel zur rechtlichen Unternehmensgestaltung sicher verstärkende Wirkung ausüben.

Das Ziel dieser Diplomarbeit ist es, die Stiftung mit ihren beiden Ausprägungen der Familienstiftung und gemeinnützigen Stiftung hinsichtlich ihrer Eignung als alternative Rechtsform gegenüber traditionellen Organisationsformen zur Sicherung des Unternehmensfortbestandes zu analysieren. Hierbei soll, ausgehend von der Darstellung der Besteuerung, eine Untersuchung hinsichtlich steuerlicher Vor- oder Nachteile von Familienstiftung und gemeinnütziger Stiftungen vorgenommen, sowie umfangreiche Beispielrechnungen durchgeführt werden. Hierbei wird auch ein steuerlicher Vergleich der beiden juristischen Personen Stiftung und Kapitalgesellschaft angestrebt. Ferner hat diese Arbeit zum Ziel, die Gestaltungsformen der Stiftung & Co. KG, Beteiligungsstiftung und Doppelstiftung aufzuzeigen. Überlegungen zu Fragen zivilrechtlicher Gestaltungen werden verdichtet und grundlegend dargestellt.

Gang der Untersuchung:

Im zweiten Kapitel sollen zunächst grundlegende Betrachtungen hinsichtlich Begriff und Motiv zur Errichtung einer Stiftung angestellt werden. Hiermit soll als Einstieg ein Verständnis für das Wesen der Stiftung erzeugt werden, das nachfolgend mit der gebündelten Beschreibung des Gründungsprozesses weiter fortgeführt wird.

Anschließend stellt das dritte Kapitel zunächst die Familienstiftung als alternative Rechtsform dar. Nach den notwendigen Definitionen wird diese Stiftungsform während ihrer verschiedenen Phasen von der Gründung bis zur Auflösung in weiteren Unterpunkten untersucht, um eine zeitlich getrennte Betrachtung der anfallenden Ertrag- und Erbschaftsteuern zu ermöglichen. Bei den ertragsteuerlichen Fragen kommt es darüber hinaus zur steuerlichen Betrachtung der Bezüge von Destinatären.

Nachfolgend untersucht das vierte Kapitel, inwieweit die gemeinnützige Stiftung als Wahlmöglichkeit gegenüber der im dritten Kapitel beschriebenen Familienstiftung geeignet ist. Zu diesem Zweck wird zunächst die steuerliche Gemeinnützigkeit mit ihren Voraussetzungen und danach die daraus folgenden Steuervergünstigungen bei bestimmten Sphären der gemeinnützigen Stiftung beschrieben. Die folgende steuerliche Analyse dieser Stiftungsform wird zur Vermeidung von Redundanzen ausgehend von den im dritten Kapitel gewonnen Erkenntnissen durch Betrachtung der Unterschiede zur Familienstiftung durchgeführt. Hierbei soll sowohl die Besteuerung der gemeinnützigen Stiftung als auch die Möglichkeit des Sonderausgabenabzugs bei ihrer Gründung auf Seiten der Destinatäre sowie die Besteuerung deren Bezüge beschrieben werden.

Im fünften Kapitel werden Gestaltungsformen der in den dritten und vierten Kapiteln beschriebenen Stiftungsformen dargestellt und kurz diskutiert. Hierbei wird insoweit auf die Beteiligungsstiftung, Stiftung & Co. KG sowie die Doppelstiftung und auf die durch diese Formen angestrebten Vorteile gegenüber der Familienstiftung und gemeinnützigen Stiftung eingegangen.

Im sechsten Kapitel erfolgt ein ertrag- und erbschaftsteuerlich übergreifender Vergleich von Familienstiftung und gemeinnütziger Stiftung, jeweils in Form einer Beteiligungsstiftung, mit der Direktbeteiligung an einer GmbH an Hand eines Beispiels.

Im siebten Kapitel werden die gewonnen Erkenntnisse abschließend nochmals kurz tabellarisch dargestellt und eine Beurteilung zur Gestaltungsmöglichkeit der Unternehmensnachfolge durch die Familienstiftung und gemeinnützige Stiftung vorgenommen.

Inhaltsverzeichnis:

Gliederung III
Abkürzungsverzeichnis V
Verzeichnis der Abbildungen X
Verzeichnis der Tabellen XI
Ausführungen 1
Anhang 86
Literaturverzeichnis XII
1. Einleitung 1
2. Grundlegende Überlegungen zum Rechtskonstitut der Stiftung 5
2.1 Stiftungsbegriff 5
2.2 Gründe für eine Stiftungserrichtung 7
2.3 Zivilrechtlicher Entstehungsprozeß 9
3. Familienstiftung als alternative Unternehmensform 16
3.1 Begriff der Familienstiftung 16
3.2 Besteuerung bei Gründung der Stiftung 19
3.2.1 Erbschaftsteuerliche Konsequenzen einer Stiftungsgründung 19
3.2.1.1 Steuerpflicht 19
3.2.1.2 Bewertung 20
3.2.1.3 Steuerberechnung 22
3.2.1.4 Zustiftungen 26
3.2.2 Ertragsteuerliche Konsequenzen einer Stiftungsgründung 29
3.2.2.1 Errichtung aus dem Privatvermögen 29
3.2.2.2 Errichtung aus dem Betriebsvermögen 30
3.3 Besteuerung während des Bestehens der Stiftung 32
3.3.1 Ertragsbesteuerung der Stiftung 32
3.3.1.1 Steuerpflicht 32
3.3.1.2 Ermittlung der Steuer 33
3.3.1.3 Abzugsbeschränkung von Aufwendungen an Destinatäre 35
3.3.2 Besteuerung der Bezüge von Destinatären 37
3.3.3 Belastung durch Erbersatzsteuer 40
3.4 Besteuerung bei Auflösung der Stiftung 44
3.4.1 Erbschaftsteuerliche Konsequenzen einer Stiftungsauflösung 44
3.4.2 Ertragsteuerliche Konsequenzen einer Stiftungsauflösung 47
4. Gemeinnützige Stiftung als Wahlmöglichkeit zur Familienstiftung 49
4.1 Steuerliche Gemeinnützigkeit 49
4.1.1 Voraussetzungen 49
4.1.1.1 Steuerbegünstigte Zwecke 49
4.1.1.2 Art der Zweckerfüllung 51
4.1.1.3 Satzungsmäßige Voraussetzungen 55
4.1.2 Sphären der gemeinnützigen Stiftung 57
4.1.2.1 Steuerfreie Erträge und Vermögensverwaltung 58
4.1.2.2 Wirtschaftliche Geschäftsbetriebe 59
4.1.2.3 Zweckbetrieb 61
4.2 Unterschiede zur Besteuerung der Familienstiftung 62
4.2.1 Besteuerung der gemeinnützigen Stiftung 62
4.2.2 Möglichkeiten des Sonderausgabenabzugs bei Gründung 65
4.2.3 Besteuerung der Destinatäre 68
5. Gestaltungsformen der Stiftung 70
5.1 Stiftung & Co. KG 70
5.2 Beteiligungsstiftung 72
5.3 Doppelstiftung 75
6. Belastungsvergleich 78
7. Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse 83

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