Diplomarbeiten


(Fachbereiche): Betriebswirtschaft - Funktional Organisation Kommunikation

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Titel Expertenwissen und Fachkommunikation
Untertitel Einschätzung von Fachwissen am Beispiel des Internetwissens
AutorIn Dirk Pisula
Seiten 103 Seiten
Hochschule Westfälische Wilhelms-Universität Münster Deutschland
Art der Arbeit Diplomarbeit
Abgabe 1998
Note 1
Preis 38,00 EUR (inkl. MwSt.)
Bestellnummer 90002324
Sprache Deutsch
Medien Papier / CD
Inhaltsangabe
Einleitung:

Wenn wir mit anderen Menschen sprechen, nutzen wir Annahmen über deren Wissen, um unsere Äußerungen für sie verständlich zu machen und eine effektive Kommunikation zu führen. So benutzt beispielsweise ein Arzt andere Formulierungen, wenn er mit einem Patienten redet, als wenn er sich auf einem Fachkongreß mit einem Kollegen unterhält.

Besonders wenn sich Experten eines bestimmten Fachgebiets mit Personen unterhalten, die nicht über das in diesem Bereich relevante Fachwissen verfügen, ist eine Anpassung der Äußerungen an das Wissen des Gesprächspartners von zentraler Bedeutung, um diesem eine adäquate Vorstellung des zu erklärenden Sachverhalts zu geben.

Die Informationstechnik ist einer von vielen Bereichen, in der die Kommunikation zwischen Experten und Laien, aber auch von Experten verschiedener Fachrichtungen eine große Tragweite hat. So ist das Internet ein Medium, das von immer mehr Personen genutzt wird und dem wachsende Bedeutung in vielen Bereichen des Alltags zukommt. Viele Personen, die das Internet nutzen, sind jedoch keine Experten auf diesem Gebiet. Es herrscht eine große Kluft zwischen dem Wissen von Experten und Laien, die dieses Kommunikationssystem anwenden. Oft ist schon beim Kauf von Computer, Modem und anderem Zubehör der Rat von Experten gefragt. Spätestens bei Problemen mit der Hard- und Software oder bei der Umsetzung von Ideen ist es für die meisten Computerlaien unerläßlich, Kontakt zu Experten dieses Gebiets aufzunehmen.

Aus der Expertensicht kann die Antizipation des Wissens anderer schon zu einem früheren Zeitpunkt, etwa bei der Entwicklung von bedienerfreundlicher Software oder beim Verfassen von Gebrauchsanleitungen, zu einer Notwendigkeit werden.

Die Analyse der Einschätzungen, die hinsichtlich der Verbreitung dieses Fachwissens aus dem Bereich Internet vorgenommen werden, steht im Mittelpunkt dieser Arbeit.

Für den Bereich des Allgemeinwissens hat die Forschung bereits einige Ergebnisse bezüglich der Fähigkeit, das Wissen anderer einzuschätzen, und dabei auftretender systematischer Fehler hervorgebracht. Ob der Einschätzung von Fachwissen, besonders seitens der Experten in diesem Bereich, die gleichen Mechanismen zugrunde liegen, wurde bisher noch nicht überprüft. Die vorliegende Untersuchung soll auf diesen Bereich zusätzliches Licht werfen, um die weitere Forschung auf diesem Gebiet anzuregen.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
2. Theoretischer Hintergrund 3
2.1 PERSPEKTIVENÜBERNAHME 3
2.1.1 Bedeutsamkeit des Konzepts für die Kommunikation 3
2.1.2 Perspektivenübernahme aus entwicklungspsychologischer Sicht 4
2.2 COMMON GROUND ALS VORAUSSETZUNG FÜR EFFEKTIVE KOMMUNIKATION 6
2.3 EINSCHÄTZUNG DES WISSENS ANDERER 8
2.3.1 Die Studie von Nickerson, Baddeley und Freeman 8
2.3.2 Erweiterung der Forschung über die Einschätzung des Wissens anderer die Studien von Fussell und Krauss 10
2.4 DIE ROLLE DES INTERAKTIONALEN FEEDBACKS IN DER KOMMUNIKATION 14
2.5 DER FALSE CONSENSUS EFFECT 16
2.5.1 Welche der Erklärungen trifft für Wissenseinschätzungen für bestimmte Zielpersonen zu? 18
2.5.2 Eine andere Möglichkeit: der False Uniqueness Effect 19
2.6 BEDEUTUNG DER EINSCHÄTZUNG DES WISSENS ANDERER FÜR DIE EXPERTEN-LAIEN-KOMMUNIKATION 20
2.6.1 Definition des Expertenbegriffs 20
2.6.2 Bedeutung von Merkmalen der Expertise für die Experten-Laien-Kommunikation 22
2.6.3 Praktische Relevanz der Experten-Laien-Kommunikation 23
2.7 INTERNETWISSEN ALS UNTERSUCHUNGSGEGENSTAND 23
2.8 PROBLEMSTELLUNG 26
3. Methode 30
3.1 FRAGEBOGENKONSTRUKTION 30
3.1.1 Itemselektion 30
3.1.2 Pretests 30
3.1.3 Aufbau des Fragebogens 33
3.2 DURCHFÜHRUNG DER ERHEBUNG 34
3.3 BESCHREIBUNG DER STICHPROBE 35
3.4 HYPOTHESEN 37
4. Ergebnisse 40
4.1 DESKRIPTIVE ANALYSE DER BEKANNTHEIT DER BEGRIFFE 40
4.2 WIRD DIE EINSCHÄTZUNG DES WISSENS ANDERER DURCH DAS EIGENE WISSEN BEEINFLUßT? 43
4.3 TRITT BEI EINSCHÄTZUNGEN DES WISSENS ANDERER EIN "FALSE CONSENSUS EFFECT" AUF? 47
4.4 LIEGEN BEI EINIGEN ITEMS SYSTEMATISCHE VERSCHÄTZUNGEN VOR? 55
4.5 ÜBER- ODER UNTERSCHÄTZEN EXPERTEN DAS WISSEN DER NORMSTICHPROBE? 57
4.6 WIE GENAU SIND DIE SCHÄTZUNGEN DER VERSCHIEDENEN EXPERTISEGRUPPEN? 61
5. Diskussion 65
5.1 ERKENNTNISSE ÜBER DIE BEEINFLUSSUNG VON EINSCHÄTZUNGEN DES WISSENS ANDERER DURCH DAS EIGENE WISSEN 65
5.2 BETRACHTUNG DES FALSE CONSENSUS EFFECTS BEI DER WISSENSEINSCHÄTZUNG 69
5.3 UNTERSCHIEDE IN DEN SCHÄTZUNGEN DER VERSCHIEDENEN EXPERTISEGRUPPEN 71
5.4 GENAUIGKEIT DER EINSCHÄTZUNG DES WISSENS ANDERER 73
5.5 BEDEUTUNG DER ERGEBNISSE FÜR DIE EXPERTEN-LAIEN-KOMMUNIKATION 75
6. Zusammenfassung 77
7. Literaturverzeichnis 79
8. Anhang 84

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