Diplomarbeiten


(Fachbereiche): Betriebswirtschaft - Funktional Wirtschaftsinformatik Internet / Multimedia

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Titel Ermittlung des Ortes der Leistung bei Bezug von Gütern und Dienstleistungen aus dem Internet im Rahmen der deutschen Umsatzsteuer
Untertitel Eine kritische Auseinandersetzung
AutorIn Christian Schaade
Seiten 92 Seiten
Hochschule FOM - Fachhochschule für Oekonomie und Management Essen Deutschland
Art der Arbeit Diplomarbeit
Abgabe 1999
Note 1,3
Preis 38,00 EUR (inkl. MwSt.)
Bestellnummer 90002649
Sprache Deutsch
Medien Papier / CD
Inhaltsangabe
Problemstellung:

Das Internet als Markt für Güter und Dienstleistungen gewinnt zunehmend an wirtschaftlicher Bedeutung. Durch diese Signifikanz und das rasche Wachstum der Benutzerzahlen des Internets entstehen immer größere Rechtsunsicherheiten. Denn für den Bereich des elektronischen Handels (engl.: electronic commerce, nachfolgend E-commerce) im Internet sind noch keine speziellen gesetzlichen Regelungen entwickelt worden.

Zu einer Steueroase, bei der elektronische Geschäfte gegenüber Geschäften in der realen Welt einen Wettbewerbsvorteil haben und die Steuereinnahmen der EU-Mitgliedstaaten gefährden, soll das Internet nicht werden. Mit den heutigen steuerlichen Regelungen sollen die Umsätze und Erträge des E-commerces erfasst werden. Das bestehende Recht wirft bei der Anwendung Probleme auf, die bisher nur in der Fachliteratur diskutiert werden und durch die Rechtsprechung in der Praxis noch nicht eindeutig gelöst sind. Um die Sicherstellung der Steuereinnahmen durch den Vertrieb über und mit dem Medium Internet zu gewährleisten, muss der Gesetzgeber einheitliche Kriterien der Besteuerung in diesem Bereich schaffen.

Mit einem Teil dieses Problemkomplexes setzt sich die vorliegende Arbeit auseinander. Sie analysiert die Ermittlung des Ortes der Leistung bei Bezug von Gütern und Dienstleistungen aus dem Internet im Rahmen der deutschen Umsatzsteuergesetzgebung. Dazu sind insbesondere die Kriterien der sechsten EG-Richtlinie zu beachten.

Für die Arbeit ist es erforderlich, auf einige Problemfelder detaillierter einzugehen und andere auszugrenzen. Dazu gehören die Fälle der Kommissionsgeschäfte, der Mischvorgänge, der Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen, die Homepages erstellen, und Content-Providern, da diese Beziehungen den regulären umsatzsteuerlichen Prinzipien und Regelungen folgen. Ebenfalls werden die ertragsteuerlichen Aspekte im Zusammenhang des E-commerces und des ständigen Vertreters gem. § 13 AO nicht im Rahmen dieser Diplomarbeit ausreichend diskutiert werden, da ihnen aus ertragsteuerlicher Sicht eine bedeutendere Rolle zukommt als unter den umsatzsteuerrechtlichen Gesichtspunkten. Die Rolle des ständigen Vertreters für die Umsatzbesteuerung, der Fiskalvertreter gem. § 22 a UStG, wird in der Betriebstättenproblematik diskutiert. Die Ermittlung der Bemessungsgrundlage für die Besteuerung des E-commerces und der Vorsteuerabzug bei Internet-Transaktionen wird in dieser Arbeit expressis verbis nicht behandelt. Ebenso wird auf die Sicherheitsprobleme in der Datenübermittlung nicht eingegangen, die z.B. bei der Bezahlung auftreten können.

Gang der Untersuchung:

Die Arbeit ist wie folgt gegliedert: Zu Beginn wird die Entwicklung des elektronischen Datenaustausches betrachtet. Anschließend erfolgt die Deskription der Gesetzgebungsproblematik und die Definition der umsatzsteuerrechtlichen Begriffe.

Der dritte Gliederungspunkt befasst sich mit den unterschiedlichen Leistungsarten, die bei Internetaktivitäten auftreten. Wegen der problematischen Einordnung der verschiedenen Leistungstypen erweist sich die Ermittlung des Ortes der Leistung als äußerst kompliziert. Daher ist eine umfassende Darstellung von Umsatzarten im und durch das Medium Internet erforderlich. Insbesondere werden die Begriffe Telekommunikationsdienstleistung und Teledienstleistung erörtert.

Der vierte Gliederungspunkt setzt sich kritisch mit der Ermittlung zweier Ansatzpunkte des Ortes für die Besteuerung der Internet-Aktivität - Betriebsstätte und User - auseinander. Des weiteren wird die verwendete Terminologie analysiert. Nach der konkreten Behandlung der Auffassungen erfolgt eine Beurteilung und kritische Darstellung der Problematik "Ermittlung des Ortes der Leistung" durch den Verfasser.

Im letzten Kapitel werden die gewonnenen Erkenntnisse abschließend zusammengefasst.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis III
Abbildungsverzeichnis VII
1. Einleitung 1
2. Grundlagen 4
2.1 Entwicklung , Anbieter und Nutzer des elektronischen Datenaustausches 4
2.2 Intention des Gesetzgebers 7
2.3 Begriffsbestimmung 8
2.3.1 Inland 8
2.3.2 Gemeinschaftsgebiet 9
2.3.3 Drittland 9
2.3.4 Unternehmer 10
2.3.5 Leistung 10
2.3.6 Lieferung 11
2.3.7 sonstige Leistung 13
2.4 Steuersatz 14
3. Darstellung der Besteuerung und Rechtslage im Internet 15
3.1 Lieferung gem. § 3 Abs. 1 UStG 15
3.1.1 Off-Line Umsätze 15
3.1.2 Online Umsätze 17
3.2 Klassifikation von Leistungsarten 19
3.2.1 Telekommunikationsdienstleistungen 20
3.2.2 Teledienstleistungen 21
3.2.3 Mischanbieter 22
3.3 Besteuerung der einzelnen Dienstleistungen 22
3.3.1 Besteuerung der Telekommunikationsdienstleistung 22
3.3.1.1 Ermittlung des Ortes von Telekommunikationsdienstleistungen bei inländischen Leistungsempfängern 23
3.3.1.2 Ermittlung des Ortes von Telekommunikationsdienstleistungen bei ausländischen Leistungsempfängern 25
3.3.2 Besteuerung von Teledienstleistungen 30
3.3.2.1 Ermittlung des Ortes von Teledienstleistungen 30
3.3.2.2 "Download" als Fallbeispiel 31
3.3.2.3 "Bannerwerbung" auf Homepages 36
3.3.3 Abgrenzung von Mischanbietern 38
3.3.4 Besonderheiten bei der Qualifizierung von Internet - Dienstleistungen als sonstige Leistung gem. § 3 Abs. 9 UStG 39
4. Darstellung und Analyse verschiedener Auffassungen 41
4.1 Betriebsstätte als Ort der Besteuerung 41
4.1.1 Geltende Rechtsprechung 41
4.1.2 Vorteil dieser Auffassung 46
4.1.3 Nachteil dieser Auffassung 47
4.2 Standort des Users als Ort der Besteuerung 50
4.2.1 Identifizierung des Users 50
4.2.2 Vorteil dieser Auffassung 52
4.2.3 Nachteil dieser Auffassung 53
4.3 Kritische Stellungnahme zu den einzelnen Ansatzpunkten und Ausblick 54
5. Zusammenfassung 58
Literatur- und Quellenverzeichnis VIII
Glossar XXII
Ehrenwörtliche Erklärung XXVIII

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