Diplomarbeiten


(Fachbereiche): Betriebswirtschaft - Funktional Organisation Unternehmensform

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Titel Betriebswirtschaftliche Aspekte der Partnergesellschaft
Untertitel
AutorIn Ute Schiefelbein
Seiten 112 Seiten
Hochschule Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf Deutschland
Art der Arbeit Diplomarbeit
Abgabe 1996
Note 1,7
Preis 38,00 EUR (inkl. MwSt.)
Bestellnummer 90003300
Sprache Deutsch
Medien CD
Inhaltsangabe
Einleitung:

Der Gesetzgeber hat mit Wirkung zum 01.07.1995 die Partnerschaftsgesellschaft als neue Rechtsform für die freiberufliche Zusammenarbeit zugelassen. Sie ist damit die bisher einzig neu geschaffene Organisationsform in diesem Jahrhundert, welche als zusätzliche Möglichkeit neben den bestehenden Gesellschaftsformen für die Freiberufler verstanden werden soll.

Initiativen zur Schaffung einer Partnerschaftsgesellschaft gehen auf ein mehr als zwanzig jähriges Gesetzesvorhaben zurück, das die Schaffung einer angemessenen, auf die Bedürfnisse der freien Berufe zugeschnittenen Rechtsform zum Inhalt hatte. Mit der Partnerschaftsgesellschaft soll eine flexible Organisationsform zur Verfügung gestellt werden, die mit dem Berufsbild der Freiberufler hinsichtlich Eigenverantwortung und Weisungsfreiheit in der Berufsausübung vereinbar ist. Es soll mit ihr die Wahrung der persönlich-vertrauensvollen Beziehung zum Auftraggeber gewährleistet bleiben. Die von den Freiberuflern vorwiegend in Anspruch genommene BGB-Gesellschaft weist, da sie eine zu wenig verfestigte Innenstruktur und keine Rechtsfähigkeit besitzt, Defizite auf, die besonders bei größeren Zusammenschlüssen augenscheinlich hervortreten. Gegen die Kapitalgesellschaft scheint ihre Unvereinbarkeit mit den freiberuflichen Wesensmerkmalen zu sprechen. Die Partnerschaft soll daher eine gesellschaftsrechtliche Lücke schließen, um einen Ausgleich zwischen den Schwächen der BGB-Gesellschaft einerseits und den potentiellen Vorteilen der Kapitalgesellschaft andererseits herbeizuführen.

Der Handlungsbedarf für eine neue Rechtsform ergab sich daraus, daß ein Trend zu größeren, interprofessionellen (berufsübergreifenden) freiberuflichen Zusammenschlüssen gegeben ist. Diese sind nicht nur auf national-überörtlicher, sondern auch auf internationaler Ebene tätig, mit der Zielsetzung, komplexe Dienstleistungen anzubieten, um sich dadurch der sich verstärkenden internationalen Konkurrenz besser stellen zu können. Das aus wettbewerbsrechtlichen Gründen hervorgerufene Erfordernis zu einer Spezialisierung bei den freien Berufen löst auch einen größeren Kapitalbedarf aus, den man bei einer kooperativen Zusammenarbeit in der Partnerschaft besser befriedigen kann. Die Partnerschaft als neue Rechtsform ist demnach erforderlich, damit die freien Berufe durch Steigerung der Qualität ihres Dienstleistungsangebots im Wettbewerb mit der ausländischen Konkurrenz gestärkt werden können?

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis II
Tabellenverzeichnis VI
Abkürzungsverzeichnis VII
A. Einführung in die Thematik 1
I. Der gesetzgeberische Anlaß für eine neue freiberufliche Rechtsform 1
II. Voraussetzungen der Partnerschaftsgesellschaft 2
III. Eingrenzung des Untersuchungsgegenstandes und Gang der Darstellung 3
B. Grundzüge der Partnerschaftsgesellschaft 4
I. Zivilrechtliche Aspekte der Partnerschaftsgesellschaft 4
1. Gründung der Partnerschaftsgesellschaft 4
a) Namensgebung 4
b) Die Gestaltung des Partnerschaftsvertrages 7
c) Die Anmeldung und Eintragung der Partnerschaft in das Partnerschaftsregister 8
2. Aufbau und Organisation der Partnerschaftsgesellschaft 11
a) Die Gestaltung des Innenverhältnisses 11
b) Die Vertretung der Partnerschaft nach Außen 14
3. Das partnerschaftliche Spezifikum: Haftung und Haftungskonzentration - Eine besondere Form der rechtlichen Ausgestaltung im Verhältnis zu Dritten 16
a) Der Grundsatz der gesamtschuldnerischen Haftung 16
b) Die haftungsrechtliche Stellung des ausscheidenden und in die Partnerschaft neu eintretenden Partners 17
c) Die Haftungskonzentration als Maßnahme zur Haftungsbegrenzung 18
ca) Rechtliche Beweggründe für das Erfordernis einer Haftungskonzentration aus Schäden wegen fehlerhafter Berufsausübung 18
cb) Die Verwendung der Individualvereinbarung oder vorformulierter Vertragsbedingungen als Gestaltungsarten zur gesetzlichen Legitimation der Haftungsbeschränkung 21
cc) Die summenmäßige Haftungsbegrenzung und damit verbundene berufsrechtliche Konkurrenzbestimmungen 25
4. Veränderungen in der Zusammensetzung der Gesellschaft und Anlässe für ihre Auflösung 27
a) Das gesetzgeberische Leitmotiv
b) Ausscheidungsgründe eines Partners aus der Gesellschaft 28
c) Rechtliche Konsequenzen des Ausscheidens unter besonderer Berücksichtigung der Vererblichkeit des Anteils 30
d) Anlässe zur Auflösung der Partnerschaftsgesellschaft 31
5. Die Liquidation der Partnerschaft und Nachhaftungsbestimmungen 32
II. Die Einordnung der Partnerschaftsgesellschaft in das neue Umwandlungsgesetz 34
1. Gesetzliche Ausgangslage 34
2. Lösungsansätze für Umwandlungen unter Beteiligung von
Partnerschaften auf Basis der derzeitigen Rechtslage 35
III. Die steuerliche Behandlung der Partnerschaftsgesellschaft 39
1. Allgemeine Bemerkungen 39
2. Rechnungslegung 39
3. Steuerliche Handhabung während des Gründungsstadiums 41
a) Aufnahme eines Juniorpartners in eine bereits bestehende Praxis 41
b) Zusammenschluß von Partnern mit ihren bisherigen Einzelpraxen 44
4. Die laufende Besteuerung 44
a) Die Ertragsteuern 44
b) Die Vermögensteuer 46
c) Die Umsatzsteuer 47
C. Die GbR und GmbH als alternative Rechtsformen der freiberuflichen Kooperation: Darstellung der wesentlichen betriebswirtschaftlichen Kriterien unter Einbeziehung der Vor- und Nachteile gegenüber der Partnerschaft 47
I. Einleitende Bemerkungen 47
II. Die Gesellschaft bürgerlichen Rechts 48
1. Rechts- und Namensfähigkeit 49
2. Registrierfähigkeit 50
3. Interprofessionelle Zusammenschlüsse 50
4. Kooperationsfähigkeit 51
5. Haftung 52
III. Die GmbH 53
1. Standesrechtliche Bedenken gegenüber der GmbH 53
2. Zivilrechtliche Aspekte der GmbH 55
a) Rechtsfähigkeit und Gründung 55
b) Haftung 56
c) Geschäftsführung 57
3. Die GmbH im Steuerrecht 57
a) Rechnungslegung 57
b) Besteuerungsarten 58
ba) Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer 58
bb) Vermögensteuer 59
D. Die praktische Relevanz der Partnerschaft im beruflichen Betätigungsfeld und im Rechtsverkehr: Erkenntnisse und Folgerungen 59
I. Einführung 59
1. Zweck und Zielsetzung der Befragung 59
2. Konzeption des Fragebogens 60
3. Durchführung der Befragung 62
II. Auswertung des Fragebogens - Darstellung und Interpretation 62
1. Entscheidungsphase 63
2. Gründungsphase 68
3. Aufbau- und Organisation der Partnerschaftsgesellschaft 70
4. Haftungsbestimmungen 76
5. Interprofessionelle Zusammenarbeit 77
6. Ergänzende Fragen 78
III. Zusammenfassung der wesentlichen empirischen Ergebnisse 79
E. Kritische Schlußbetrachtung 80
Anhang 83
Literaturverzeichnis 92
Lebenslauf 101
Ehrenwörtliche Erklärung 102

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