Diplomarbeiten


(Fachbereiche): Betriebswirtschaft - Funktional Recht der Wirtschaft Rechtsform

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Titel Die Aktiengesellschaft als Rechtsform mittelständischer Gesellschaften
Untertitel
AutorIn Michael Reck
Seiten 172 Seiten
Hochschule Fachhochschule Dortmund Deutschland
Art der Arbeit Diplomarbeit
Abgabe 1996
Note 1
Preis 38,00 EUR (inkl. MwSt.)
Bestellnummer 90003319
Sprache Deutsch
Medien Papier / CD
Inhaltsangabe
Einleitung:

Seit Jahren kann bei deutschen mittelständischen Unternehmen eine unzureichende Eigenkapitalausstattung beobachtet werden. Der Trend sinkender Eigenkapitalquoten scheint momentan zwar gebrochen, jedoch ist er auf einem sehr niedrigen Niveau zum Stillstand gekommen. Die Ursache für die rückläufige Eigenkapitalausstattung wird in den beschränkten Finanzierungsmöglichkeiten mittelständischer Unternehmen gesehen. In Anbetracht einer zunehmenden Globalisierung der Märkte und dem sich dadurch verschärfenden Wettbewerb erscheint dies bedenklich.

Um den wachsenden Anforderungen in ihren Betätigungsfeldern gerecht zu werden, bedürfen mittelständische Unternehmen einer adäquaten Kapitalversorgung. Nur so können ausreichend Investitionen getätigt und Wachstumspotentiale voll ausgeschöpft werden. Weiter stellt sich der mittelständischen Wirtschaft ein sich allmählich verschärfendes Unternehmensnachfolgeproblem. So weiß heute ein Großteil der mittelständischen Unternehmer und Gesellschafter nicht, wie ein Generationswechsel in der Unternehmensführung und im Gesellschafterbestand erfolgen kann.

In Politik, Wissenschaft und Praxis wird daher schon seit längerem diskutiert, wie diesen beiden Problembereichen begegnet werden kann. Dabei wurde die Notwendigkeit erkannt, dem organisierten Kapitalmarkt zur Verbesserung der Eigenkapitalausstattung mittelständischer Unternehmen, eine Schlüsselrolle beizumessen. Erklärtes Ziel ist es daher, rechtliche und strukturelle Rahmenbedingungen zu schaffen, um auch geeigneten mittelständischen Unternehmen über kurz oder lang den Zugang zum Kapitalmarkt Börse zu ermöglichen. Mittelständische Unternehmen sind jedoch bisher weitgehend als Personengesellschaften und GmbHs organisiert, während ein Börsengang, abgesehen von wenigen Ausnahmen, nur in der Rechtsform der Aktiengesellschaft möglich ist. Der Gesetzgeber hat daher erst kürzlich im "Gesetz für kleine Aktiengesellschaften und zur Deregulierung des Aktienrechts" Vereinfachungen im Aktienrecht herbeigeführt, um mittelständischen Unternehmen den Zugang zur AG-Rechtsform und damit auch zum öffentlichen Kapitalmarkt zu erleichtern. Daneben wird im Generationswechsel die Rechtsform der AG als geeignete Rechtsformalternative gesehen, um das weitverbreitete Unternehmensnachfolgeproblem lösbar zu machen.

Der Gesetzgeber sieht also zwei wesentliche Motive mittelständischer Unternehmen die Rechtsform der Aktiengesellschaft zu wählen: kurz- bis langfristig angesteuerte Kapitalmarktöffnung (Börsengang) und Erleichterung des Generationswechsels (Unternehmensnachfolgeregelung). Auf der Grundlage dieser beiden Motive ist es Ziel dieser Arbeit zum einen zu überprüfen, ob die Aktiengesellschaft tatsächlich die Unternehmensnachfolge in mittelständischen Unternehmen erleichtern kann. Zum anderen ist danach zu fragen, ob das Aktienrecht mittelständischen Unternehmen in hinreichendem Maße Gestaltungsmöglichkeiten zur Verfügung stellt, um die bestehenden Herrschafts- und Machtverhältnisse in diesen Unternehmen aufrechtzuerhalten und die Einflußnahme der bisherigen Gesellschafter auf das mittelständische Unternehmen abzusichern.

Inhaltsverzeichnis:

Vorbemerkung
Abbildungs- und Tabellenverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis
I. Einleitung
1. Anlaß und Ziel der Untersuchung
2. Gang der Untersuchung
3. Eigene empirische Untersuchung
4. Definitionen und Begriffsabgrenzungen
4.1 Unternehmens- und Rechtsform
4.2 Mittelständisches Unternehmen
4.3 Familienunternehmen
II. Bedeutung, unternehmenspolitische Leitlinien und Problembereiche mittelständischer Unternehmen
1. Gesamtwirtschaftliche Bedeutung mittelständischer Unternehmen
2. Unternehmenspolitische Leitlinien und das Kontinuitätsziel mittelständischer Unternehmen
3. Problembereiche mittelständischer Unternehmen
3.1 Problembereiche mittelständischer Unternehmen im allgemeinen
3.1.1 Eigenkapitalausstattung und Finanzierungsmöglichkeiten.
3.1.2 Sonstige relevante Problembereiche
3.2 Spezifische Problembereiche mittelständischer Familienunternehmen
3.2.1 Probleme der Abstimmung und Abgrenzung zwischen Familie und Unternehmen
3.2.2 Probleme der Führungsorganisation und Führungsnachfolge
III. Grundlagen und mittelstandsorientierte Gestaltung der Rechtsform der AG
1. Allgemeine Aspekte der Rechtsformwahl
2. Erscheinungsformen und wirtschaftliche Bedeutung der AG und neueste Entwicklungen des Aktienrechts
2.1 Erscheinungsformen der AG
2.2 Wirtschaftliche Bedeutung der AG
2.3 Neueste Gesetzesentwicklungen und Deregulierungen des Aktienrechts
3. Gesellschaftsrecht der AG
3.1 Rechtliche Grundlagen und Grundstruktur der AG
3.2 Der Weg in die mittelständische AG
3.2.1 Bargründung
3.2.2 Sachgründung
3.2.3 Einpersonen-Gründung
3.2.4 Umwandlung
3.3 Die begrenzte Satzungsautonomie der Rechtsform der AG
3.4 Mitgliedsstellung der Aktionäre
3.4.1 Gesetzliche Grundlagen und erste Problemlösungen
3.4.1.1 Aktionäre
3.4.1.2 Aktien
3.4.2 Möglichkeiten der Satzungsgestaltung zur Sicherung der Unternehmenskontinuität und Unternehmensnachfolge in mittelständischen Unternehmen
3.4.2.1 Ausgabe vinkulierter Namensaktien
3.4.2.2 Zwangseinziehung von Aktien
3.4.2.3 Bezugsrechtsausschluß
3.4.3 Schuldrechtliche Gestaltungsmöglichkeiten zur Sicherung der Unternehmenskontinuität und Unternehmensnachfolge in mittelständischen Unternehmen
3.5 Organe der AG
3.5.1 Gesetzliche Grundlagen und erste Problemlösungen
3.5.1.1 Vorstand
3.5.1.2 Aufsichtsrat
3.5.1.3 Hauptversammlung
3.5.2 Gestaltungsmöglichkeiten der Organstruktur zur Sicherung der Unternehmenskontinuität und Einflußwahrung in mittelständischen Unternehmen
3.5.2.1 Gestaltung des Vorstands
3.5.2.1.1 Einflußnahme auf die Besetzung von Vorstandspositionen
3.5.2.1.2 Einflußnahme auf die Verfahrensweise im Vorstand
3.5.2.2 Gestaltung des Aufsichtsrats
3.5.2.2.1 Einflußnahme auf die Besetzung von Aufsichtsratspositionen
3.5.2.2.2 Einflußnahme auf die Verfahrensweise im Aufsichtsrat
3.5.2.2.3 Einflußnahme auf die Stellung des Aufsichtsrats im Organgefüge
3.5.2.2.3.1 Kompetenzausweitung des Aufsichtsrats
3.5.2.2.3.2 Kompetenzeinengung des Aufsichtsrats
3.5.2.3 Gestaltung der Hauptversammlung
3.5.2.3.1 Einflußsicherung durch Mehrheitsmodifikationen
3.5.2.3.2 Einflußsicherung durch Stimmkraftmodifikationen
3.5.2.3.3 Einflußsicherung durch schuldrechtliche Gestaltungen
3.5.2.4 Gestaltung durch Nebenleistungspflichten für Aktionäre
4. Rechnungslegung, Gewinnverwendung und Publizität mittelständischer Unternehmen in der Rechtsform der AG
5. Besteuerung mittelständischer Unternehmen in der Rechtsform der AG
5.1 Laufende Besteuerung
5.1.1 Ertragsbesteuerung
5.1.2 Substanzbesteuerung
5.2 Besteuerung besonderer Steuertatbestände
5.2.1 Besteuerung der Veräußerung von Aktien
5.2.2 Besteuerung der Erbschaft und Schenkung von Aktien
IV. Die Börseneinführung mittelständischer Unternehmen
1. Aktuelle Entwicklungen des Aktienmarktes für mittelständische Unternehmen
2. Mögliche Vor- und Nachteile des Börsengangs mittelständischer Unternehmen
3. Gestaltung des Börsengangs mittelständischer Unternehmen
3.1 Entwicklung eines Rohkonzepts und Voraussetzungen des Börsengangs
3.2 Entwicklung eines Emissionskonzepts
3.2.1 Wesentliche Inhalte des Emissionskonzepts
3.2.2 Gestaltungsmöglichkeiten zur Sicherung der Unternehmensnachfolge und der Einflusswahrung im Rahmen des Emissionskonzepts
3.3 Ermittlung des Emissionskurses
V. Zusammenfassung und Ausblick
Anhang 1
Anhang 2
Literaturverzeichnis
Quellenverzeichnis
Versicherung

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