Diplomarbeiten


(Fachbereiche): Betriebswirtschaft - Funktional Recht der Wirtschaft Rechtsform

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Titel Die Kleine Aktiengesellschaft
Untertitel Eine sinnvolle Alternative für mittelständische Unternehmen?
AutorIn Markus Merkelbach
Seiten 164 Seiten
Hochschule AKAD Wissenschaftliche Hochschule Lahr GmbH Deutschland
Art der Arbeit Diplomarbeit
Abgabe 1995
Note 1,3
Preis 38,00 EUR (inkl. MwSt.)
Bestellnummer 90003356
Sprache Deutsch
Medien Papier / CD
Inhaltsangabe
Einleitung:

Mit der Verabschiedung des "Gesetzes für kleine Aktiengesellschaften und zur Deregulierung des Aktienrechtes" ist eine lange von Wirtschaft und Wissenschaft geforderte Änderung des Aktiengesetzes erfolgt. Das am 10. August 1994 in Kraft getretene Gesetz soll die Attraktivität der Gesellschaftsform Aktiengesellschaft für mittelständischen Unternehmen erhöhen. Dies wurde erforderlich, da die meisten mittelständischen Unternehmen bisher in der Rechtsform der GmbH oder als Personenhandelsgesellschaften organisiert sind. Insgesamt gibt es in Deutschland nur etwa 3000 Aktiengesellschaften. Auf jede Aktiengesellschaft kommen somit etwa 200 GmbHs. Wenn es jedoch um die Eigenmittelfinanzierung bei gleichzeitigem Erhalt der Selbständigkeit geht, ist die Aktiengesellschaft die am besten geeignete Rechtsform. Da das Aktiengesetz in der Vergangenheit von dem Leitbild der großen börsennotierten Publikumsgesellschaft ausging, waren Regelungsdichte und Formenstrenge bei dieser Rechtsform dermaßen hoch, daß nicht nur die kleinen, sondern auch größere Unternehmen davon abgehalten wurden, sich als AG unmittelbaren Zugang zum Kapitalmarkt zu verschaffen. Dies hat zur Folge, daß mittelständische Unternehmen ihr Wachstum immer mehr über Kredite finanzieren müssen. Der dadurch entstehende Mangel an Eigenkapital kann besonders in schwierigen wirtschaftlichen Lagen existenzbedrohend sein. Bei in Konkurs gegangenen Unternehmen, die weniger als 50 Mitarbeiter beschäftigt hatten, ist mangelnde Eigenkapitalausstattung in bis zu neunzig Prozent der Fälle der Grund für das Scheitern gewesen.

Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es aufzuzeigen, ob die Kleine AG für kleine mittelständische Unternehmen tatsächlich eine sinnvolle Alternative zur GmbH darstellen kann. Es ist jedoch dabei zu beachten, daß auch die Kleine Aktiengesellschaft - ebenso wie die anderen Gesellschaftsformen - keine optimale Rechtsform sein kann. Auch die Rechtsform, die zu einer bestimmten Zeit die günstigste war, kann wechseln." Es bedarf daher einer genauen Betrachtung jedes Einzelfalls, um mit Sicherheit die jeweils günstigste Rechtsform zu wählen. Von Zeit zu Zeit ist zu überprüfen, ob die gewählte Rechtsform noch zeitgemäß ist oder ob Anpassungen erforderlich sind.

Gang der Untersuchung:

Im ersten Kapitel werden zunächst einige Ausdrücke definiert und die verwendeten lnformationsquellen näher erläutert.

Im zweiten Kapitel werden die für die Wahl der Gesellschaftsform wichtigsten Entscheidungskriterien herausgearbeitet und die Nutzwertanalyse als Hilfsmittel für die Rechtsformwahl vorgestellt.

Im darauf folgenden Kapitel werden die "klassischen" Gesellschaftsformen kurz skizziert. Das Kapitel schließt mit einer Gegenüberstellung der grundlegenden Unterschiede zwischen Personen- und Kapitalgesellschaften ab.

Im vierten Kapitel wird kurz die Entstehungsgeschichte der Kleinen Aktiengesellschaft dargelegt und die in diesem Zusammenhang durchgeführten Änderungen des Aktiengesetzes aufgeführt. Danach wird geprüft, wie sich diese Änderungen auf die im zweiten Kapitel herausgearbeiteten entscheidungsrelevanten Kriterien für die Wahl der Rechtsform auswirken.

Nachfolgend werden die Hauptunterschiede zwischen GmbH und Kleiner AG kurz aufgeführt und der Ablauf der Gründung einer AG und der Umwandlung von einer GmbH in eine AG aufgezeigt.

Anschließend wird kurz auf die ,deine AG & Co. KG" und die "Meine KGaA" eingegangen und geprüft, ob es sich dabei um Alternativen zur Kleinen AG handeln könnte. Die nachfolgend vorgestellte "Minimal AG" soll eine Vorstellung davon vermitteln, wie eine möglichst kleine AG aussehen kann. Im fünften Kapitel werden einige Gründe herausgestellt, warum die Rechtsforen der Aktiengesellschaft in der Schweiz die Regel und bei uns eher die Ausnahme ist. Mit Hilfe der vorher gewonnenen Erkenntnisse wird die weitere Entwicklung der Kleinen AG abgeschätzt und der noch vorhandene gesetzgeberische Handlungsbedarf aufgezeigt.

Im letzten Kapitel erfolgt eine kurze Zusammenfassung der Ergebnisse dieser Arbeit.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis V
Tabellenverzeichnis VIII
Abbildungsverzeichnis VIII
1. Einleitung 1
1.1 Anlaß, Ziel und Aufbau der Arbeit 1
1.2 Definition der verwendeten Ausdrücke 3
1.2.1 Die mittelständische Unternehmung 3
1.2.2 Die Personengesellschaft 6
1.2.3 Die Kapitalgesellschaft 6
1.2.4 Die Kleine Aktiengesellschaft 7
1.3 Für die Untersuchung verwendete Informationsquellen 8
2. Die Rechtsformwahl als Entscheidungsproblem 9
2.1 Kriterien für die Wahl der Rechtsform 9
2.1.1 Haftung 9
2.1.2 Rechtsformspezifischer Aufwand 10
2.1.2.1 Gründung 10
2.1.2.1.1 Anzahl der Gründungsmitglieder 11
2.1.2.1.2 Höhe des Mindestkapitals 11
2.1.2.1.3 Gründungsablauf 11
2.1.2.2 Laufender finanzieller und formaler Aufwand 11
2.1.2.2.1 Beratungskosten 12
2.1.2.2.2 Steuerliche Belastung 12
2.1.2.2.3 Entscheidungsfindung 13
2.1.2.2.3.1 Anzahl der Gesellschafter 13
2.1.2.2.3.2 Arbeitnehmermitbestimmung 13
2.1.2.2.4 Publizitäts- und Prüfungspflicht 14
2.1.3 Organisationsgewalt 14
2.1.3.1 Geschäftsführungs-, Vertretungs- und Kontrollbefugnis 14
2.1.3.2 Gewinnverwendung und Entnahmemöglichkeiten 15
2.1.4 Sicherung der Unternehmenskontinuität 15
2.1.4.1 Eigen- und Fremdfinanzierung 16
2.1.4.1.1 Aufnahme von Gesellschaftern 16
2.1.4.1.2 Kreditwürdigkeit 16
2.1.4.2 Übertragung von Geschäftsanteilen 17
2.1.4.2.1 Vererbung und Verschenkung 17
2.1.4.2.2 Verkauf 18
2.1.4.3 Umwandlungsmöglichkeiten 19
2.1.5 Gestaltungsmöglichkeiten der Gesellschaftsverträge 19
2.1.6 Anonymität 20
2.1.7 Mitarbeiterbeteiligung 20
2.1.8 Image 20
2.2 Die Nutzwertanalyse als Entscheidungshilfe 21
3. Die "klassischen" Gesellschaftsformen 24
3.1 Die wichtigsten Gesellschaftsformen im Überblick 24
3.2 Die wichtigsten Personengesellschaften 25
3.2.1 Die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (BGB-Gesellschaft) 25
3.2.2 Die offene Handelsgesellschaft (OHG) 25
3.2.3 Die Kommanditgesellschaft (KG) 26
3.3 Die wichtigsten Kapitalgesellschaften 26
3.3.1 Die Aktiengesellschaft (AG) 26
3.3.2 Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) 27
3.4 Entscheidungsrelevante Unterschiede zwischen Personen- und Kapitalgesellschaften 28
4. Die Kleine Aktiengesellschaft 30
4.1 Die Kleine-AG-Reform von 1994 30
4.2 Die entscheidungsrelevanten Eigenschaften der Kleinen Aktiengesellschaft 34
4.2.1 Haftung 34
4.2.2 Rechtsformspezifischer Aufwand 35
4.2.2.1 Gründung 35
4.2.2.2 Laufender finanzieller und formaler Aufwand 38
4.2.2.2.1 Entscheidungsfindung 40
4.2.2.2.2 Arbeitnehmermitbestimmung 40
4.2.2.2.3 Publizitäts- und Prüfungspflicht 41
4.2.3 Geschäftsführung, Vertretung und Kontrolle 43
4.2.3.1 Geschäftsführung durch Gesellschafter oder durch Dritte 46
4.2.3.2 Entnahmemöglichkeiten 47
4.2.4 Sicherung der Unternehmenskontinuität 48
4.2.4.1 Finanzierungsmöglichkeiten 48
4.2.4.1.1 Erhöhung des Eigenkapitals 48
4.2.4.1.2 Erhöhung des Fremdkapitals 49
4.2.4.2 Gesellschafterwechsel 50
4.2.4.2.1 Verkauf 50
4.2.4.2.2 Vererbung und Verschenkung 51
4.2.4.3 Nachfolgeregelung 52
4.2.4.4 Umwandlungsmöglichkeiten 52
4.2.5 Flexibilität (Gestaltungsfreiheiten) 53
4.2.6 Anonymität 53
4.2.7 Mitarbeiterbeteiligung 54
4.2.8 Image 55
4.3 Vor- und Nachteile der Kleinen Aktiengesellschaft gegenüber der Gesellschaft mit beschränkter Haftung 55
4.4 Die Gründung einer Aktiengesellschaft durch Bareinlage 56
4.5 Ablauf des Formwechsels einer GmbH in eine Aktiengesellschaft 60
4.6 Der Einfluß der Kleinen-AG-Reform auf verwandte Gesellschaftsformen 65
4.6.1 Die Kleine AG & Co KG 65
4.6.2 Die Kleine KGaA als Alternative zur Kleinen AG 66
4.7 Die "Minimal AG" 67
5. Ausblick 71
5.1 Die schweizerische Aktiengesellschaft als Vorbild für die Kleine AG 71
5.2 Weitere vom Gesetzgeber zu ergreifende Maßnahmen 73
6. Zusammenfassung 75
Anhang 78
Literaturverzeichnis 144

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