Diplomarbeiten


(Fachbereiche): Betriebswirtschaft - Funktional Recht der Wirtschaft Arbeitsrecht

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Titel Grenzen einseitiger Dienstfreistellung
Untertitel
AutorIn Elke Standeker
Seiten 93 Seiten
Hochschule Karl-Franzens-Universität Graz Österreich
Art der Arbeit Diplomarbeit
Abgabe 1997
Note 1
Preis 38,00 EUR (inkl. MwSt.)
Bestellnummer 90000517
Sprache Deutsch
Medien Papier / CD
Inhaltsangabe
Einleitung:

Der Dienstvertrag stellt einen typisch gegenseitigen Vertrag dar, bei dem die beiden Vertragspartner wechselseitig durch Rechte und Pflichten verbunden sind. Zum wesentlichsten Inhalt dieses Vertrages gehört auf der Seite des Dienstnehmers die Pflicht, die vereinbarten bzw. angemessenen Dienste zu leisten (§ 1153 ABGB), und auf der Seite des Dienstgebers die Pflicht, das vereinbarte bzw. angemessene Entgelt zu bezahlen (§ 1152 ABGB). Diesen Pflichten entsprechen wechselseitige Rechte. Der Inhalt des Dienstvertrages ist jedoch damit bei weitem nicht ausgeschöpft. Es gibt daneben noch eine Reihe von gegenseitigen Rechten und Pflichten, die zum Teil ausdrücklich durch Gesetz, Kollektivvertrag oder Einzelvereinbarung festgelegt, zum Teil aber auch durch Judikatur und Lehre herausgearbeitet und anerkannt wurden.' Die Problematik, die dieser Arbeit zu Grunde liegt, und die den Gegenstand derselben bilden soll, ist die im österreichischen Arbeitsrecht noch nicht hinreichend geklärte Frage, inwieweit ein Dienstgeber den Dienstnehmer einseitig vom Dienst freistellen kann, bzw ob ihn die Pflicht trifft, den Dienstnehmer tatsächlich zu beschäftigen (Beschäftigungspflicht des Dienstgebers). Aus der Sicht des Dienstnehmers stellt sich zugleich die Frage, ob er während des Bestandes des Dienstverhältnisses ein Recht d.h. einen klagbaren Anspruch darauf hat, vom Dienstgeber die Annahme seiner Arbeitsleistung, also die tatsächliche Verwendung seiner Arbeitskraft zu verlangen (Beschäftigungsanspruch des Dienstnehmers).

Es geht also darum aufzuzeigen, wo sich die Grenzen zwischen diesen beiden widerstreitenden Rechtspositionen befinden. Außerdem soll diese Arbeit auch diesbezügliche Entwicklungen und Tendenzen der Wandlung sowohl der herrschenden Lehre als auch der Rechtsprechung aufzeigen.

Anhand rechtsvergleichender Überlegungen mit Deutschland - wo die Entwicklung auf diesem Gebiet schon weiter fortgeschritten ist - soll schließlich überdacht werden, ob man aus der deutschen Rechtsentwicklung Rückschlüsse auf eine mögliche Rechtsentwicklung in Österreich ziehen kann, und inwieweit die deutsche Rechtslage als Vorbild oder aber als Warnschild für die Entwicklung in Österreich gelten sollte.

Inhaltsverzeichnis:

INHALTSVERZEICHNIS I
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS IV
1. THEMATISCHE EINFÜHRUNG 1
2. BEGRIFFSABGRENZUNG 3
2.1. Das Recht auf Arbeit 3
2.2. Das Recht am Arbeitsplatz 4
2.3. Das Recht auf freie Berufswahl 4
2.4. Das Recht auf freie Arbeitsplatzwahl 5
2.5. Das Recht auf Beschäftigung (Beschäftigungsanspruch - Beschäftigungspflicht) 5
3. BEDEUTUNG DER PROBLEMATIK FÜR DIE PRAXIS 6
4. AUSPRÄGUNGEN IM POSITIVEN RECHT 8
4.1. § 21 SchauSpG 8
4.2. Berufsausbildungsgesetz 12
5. MEINUNGSSTAND DER LEHRE 13
5.1. Allgemeines 13
5.2. Positionen gegen die Anerkennung eines grundsätzlichen Rechts auf Beschäftigung 13
5.3. Positionen für die Anerkennung eines grundsätzlichen Rechts auf Beschäftigung 17
5.3.1. Ableitung aus der Fürsorgepflicht des Arbeitgebers 18
5.3.2. Gegen die Ableitung aus der Fürsorgepflicht 22
5.3.3. Ableitungen anderer Natur 25
5.4. Zusammenfassung des Meinungsstandes der österreichischen Lehre 27
6. MEINUNGSSTAND DER JUDIKATUR 28
6.1. Ältere Rechtsprechung 28
6.2. Jüngere Judikaturentwicklung 29
6.3. Jüngste Judikatur 30
7. TRENDWENDE IN DER JÜNGSTEN JUDIKATUR? 32
7.1. Allgemeines 32
7.2. Die "Pilotenentscheidung" OGH 15.1.1997 90bA 2247/96y 33
7.2.1. Entscheidung des OGH 33
7.2.2. Anmerkungen zur vorliegenden Entscheidung 38
7.3. Die "Chirurgenentscheidung" OGH 13.11.1996 90bA 2263/96a 40
7.3.1. Entscheidung des OGH 40
7.3.2. Anmerkungen zur vorliegenden Entscheidung 49
7.3.3. Schlußfolgerungen 51
7.3.4. Lösungsversuch 55
7.4. Zusammenfassung 56
8. RECHTSVERGLEICHENDE ÜBERLEGUNGEN 58
8.1. Allgemeines 58
8.2. Meinungsstand der Lehre und Judikatur Deutschlands 58
8.2.1. Der Beschäftigungsanspruch im aufrechten Arbeitsverhältnis 59
8.2.2. Der Weiterbeschäftigungsanspruch des gekündigten Arbeitnehmers 60
8.2.2.1. während der Kündigungsfrist 60
8.2.2.2. nach Ablauf der Kündigungsfrist bis zum Abschluß des Kündigungsschutzprozesses 61
8.2.2.2.1. Betriebsverfassungsrechtlicher Weiterbeschäftigungsanspruch 61
8.2.2.2.2. Allgemeiner Weiterbeschäftigungsanspruch 62
8.2.2.2.3. Weiterbeschäftigungsanspruch bis zum Abschluß des Kündigungsschutzverfahrens bei außerordentlicher Kündigung 64
8.2.3. Ausnahmen von der Beschäftigungs- und Weiterbeschäftigungspflicht 64
8.3. Kurzer Überblick über die historische Entwicklung 65
8.3.1. Entwicklung des allgemeinen Beschäftigungsanspruchs im aufrechten Arbeitsverhältnis 65
8.3.2. Entwicklung des Weiterbeschäftigungsanspruchs im gekündigten Arbeitsverhältnis 68
8.4. Abschließende Betrachtung 71
9. LITERATURVERZEICHNIS 74
10. JUDIKATURVERZEICHNIS 80
10.1. Österreichische Entscheidungen 80
10.2. Deutsche Entscheidungen 81

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