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(Fachbereiche): Betriebswirtschaft - Funktional Finanzierung / Investition Finanzierung / Investition allgemein

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Titel Der Einfluß der Kapitalstruktur auf den Ertragswert
Untertitel
AutorIn Jens Kengelbach
Seiten 91 Seiten
Hochschule Ludwig-Maximilians-Universität München Deutschland
Art der Arbeit Diplomarbeit
Abgabe 1996
Note 1,3
Preis 38,00 EUR (inkl. MwSt.)
Bestellnummer 90000531
Sprache Deutsch
Medien Papier / CD
Inhaltsangabe
Einleitung:

Der Einfluss der Kapitalstruktur spielte in der Ertragswertdiskussion im Vergleich zu den Kernproblemen der Prognoseunsicherheit und der Risikoberücksichtigung lange Zeit eine untergeordnete Rolle. Im Zusammenhang mit den insbesondere im angelsächsischen Raum angewandten Bewertungsverfahren der diskontierten Cash Flows gewinnt die Frage der Finanzierung in der Unternehmensbewertung jedoch zusehends an Bedeutung, da in diesen Verfahren die Kapitalstruktur explizit im Bewertungskalkül berücksichtigt wird.

Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich die vorliegende Arbeit zunächst mit den Erkenntnissen der klassischen Finanzierungstheorie in Bezug auf den Einfluss der Kapitalkosten auf den Unternehmensgesamtwert (Irrelevanztheorem der Kapitalstruktur von Modigliani und Miller sowie Leverage Effekt). Der wesentliche Anreiz zu einer Ausweitung der Verschuldung wird jedoch durch ein in der Praxis bestehendes, nicht finanzierungsneutrales Steuersystem geliefert, indem Fremdkapitalzinsen einige Steuerbemessungsgrundlagen mindern und dadurch zu einer Steuersubvention von Verschuldung auf betrieblicher Ebene führen. Dieser Einfluß wird im Zähler des Ertragswertkalküls adäquat abgebildet, wobei dann auch die Vergleichsalternative der Besteuerung zu unterwerfen ist.

Die verschiedenen wertbeeinflussenden Effekte werden dann sowohl formalanalytisch (Abbildung des deutschen Steuersystems), als auch anhand eines expliziten Beispiels zusammengeführt und die steuerinduzierten, ertragswerterhöhenden Effekte herausgearbeitet. Gleichzeitig wird darauf eingegangen, wie diese Effekte durch die Wahl der angemessenen Reaktionshypothese im Nenner teilweise kompensiert werden können.

Die Diplomarbeit wurde von der BDO Deutsche Warentreuhand AG als beste Diplomarbeit des Fachbereichs an der LMU München prämiert.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis IV
Symbolverzeichnis VII
Tabellenverzeichnis X
Abbildungsverzeichnis X
I. Problemstellung 1
II. Allgemeine Grundlagen zur Kapitalstruktur und der Ertragswertermittlung 3
A. Definition und Probleme bei der Abgrenzung der Kapitalstruktur 3
B. Determinanten des Ertragswertes 5
1. Ertragswert und Unternehmensgesamtwert - Prämissen und Abgrenzung 5
2. Ertragswertkalkül und relevanter Zahlungsstrom 6
3. Ertragswertkalkül und relevanter Kalkulationszinsfuß 11
C. Mögliche Wirkungen der Kapitalstruktur auf den Ertragswert 13
D. Der Zusammenhang zwischen Kapitalstruktur und Unternehmenswert in der Unternehmensbewertungsliteratur 15
III. Der Zusammenhang zwischen Verschuldungsgrad, Risiko und Eigenkapitalrentabilität in der klassischen Finanzierungstheorie 17
A. Leverage-Effekt und Leverage-Risiko 17
B. Kapitalkosten in der traditionellen These 21
C. Irrelevanz der Kapitalstruktur im Grundmodell von MM 23
D. Bedeutung der Kapitalkosten für den Ertragswert: Würdigung der bisher betrachteten Ansätze vor dem Hintergrund der Determinanten des Ertragswertes 28
IV. Relevanz der Kapitalstruktur bei Betrachtung von Transaktionskosten und Informationsasymmetrie 30
A. Transaktionskosten als negative Zielbeiträge 30
1. Konzeption des Ansatzes 30
2. Aussagegehalt der Ergebnisse für den Ertragswertkalkül 31
B. Aus der Informationsasymmetrie abgeleitete Einflüsse der Fremdfinanzierung auf Renditeerwartungswerte, Realisation von Investitionsprojekten und Verschuldungsspielraum 32
1. Einordnung der Ansätze zur Informationsasymmetrie in den Zusammenhang der bisher betrachteten Modelle 32
2. Einbeziehung von Informationsasymmetrie 33
a) Möglichkeiten der nachträglichen Reichtumsverschiebung durch Variation des Verschuldungsgrades 33
b) Reaktionshypothesen für das Verhalten der Fremdkapitalgeber: Grenzen der möglichen Fremdfinanzierung 36
3. Beispielhafte Ableitung von Eigenkapitalrenditen aus einem agency-theoretischen Modell 39
a) Modellkonstruktion 39
b) Konsequenzen für den Ertragswert: Erwartungswert der Eigenkapitalrendite als modell-endogene Variable 41
V. Von der Kapitalstruktur ausgehende Steuerwirkungen auf den Ertragswert der Unternehmung 42
A. Einbeziehung von Steuern in den Ertragswertkalkül 42
1. Notwendigkeit der Berücksichtigung von Steuern im Entscheidungskalkül 42
2. Erfassung der Steuerzahlungen im Zähler des Ertragswertkalküls: Wirkung des Verschuldungsgrades 43
a) Wirkungen der Kapitalstruktur in vereinfachenden Steuersystemen 43
b) Abbildung der in Deutschland relevanten Steuern unter Berücksichtigung der Bemessungsgrundlagen 44
3. Verfügungsadäquate Berücksichtigung der Steuern im Kalkulationszinsfuß 51
4. Steuerliche Effekte der Verschuldung vor dem Hintergrund einer sich ändernden Risikostruktur 52
B. Einordnung des APV-Ansatzes in die Ertragswertberechnung vor dem Hintergrund der Steuerberücksichtigung bei Veränderungen der Kapitalstruktur 53
1. Grundgedanke des Ansatzes als eine mögliche Modellierung des deutschen Steuersystems innerhalb eines Kapitalwertkalküls 53
2. Ermittlung der einzelnen Wertbestandteile des Unternehmenswertes für die Anteilseigner 53
3. Kritik des APV-Ansatzes vor dem Hintergrund der Diskontierung und Risikoberücksichtigung 56
4. Versuch einer Überleitung in das entwickelte Ertragswertkalkül auf der Basis des Beispiels von DRUKARCZYK/RICHTER 57
C. Ergebnis der Untersuchung des Einflusses von Steuern auf den Ertragswert bei Veränderungen der Kapitalstruktur 61
VI. Thesenförmige Zusammenfassung 62
Anhang 65
Literaturverzeichnis 66

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