Diplomarbeiten


(Fachbereiche): Betriebswirtschaft - Funktional Steuerlehre / Steuerrecht

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Titel Die unternehmerische Betriebsaufspaltung
Untertitel
AutorIn Jürgen König
Seiten 71 Seiten
Hochschule Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn Deutschland
Art der Arbeit Diplomarbeit
Abgabe 1997
Note 2,3
Preis 38,00 EUR (inkl. MwSt.)
Bestellnummer 90000647
Sprache Deutsch
Medien Papier / CD
Inhaltsangabe
Einleitung:

Die Arbeit befaßt sich mit der "mitunternehmerischen Betriebsaufspaltung", einer Unternehmensgestaltung, die als solche nicht gesetzlich geregelt ist und bisher in der Literatur weitgehend vernachlässigt wurde, da die Rechtsprechung der Einordnung des Sonderbetriebsvermögens i.S.d. § 15 Abs. 1 Nr. 2 HS. 2 EStG den Vorrang vor der den Rechtsfolgen einer Betriebsaufspaltung gab. Die BFH-Rechtsprechung hält an dieser Auffassung nicht mehr fest und hat der mitunternehmerischen Betriebsaufspaltung so eine neue Aktualität verliehen.

Gang der Untersuchung:

Zunächst werden kurz die verschiedenen Grundformen und Hauptmotive der Betriebsaufspaltung dargestellt.

Daran folgt eine ausführliche Bearbeitung des Spezialfalls der mitunternehmerischen Betriebsaufspaltung. Neben dem Begriff und den Voraussetzungen werden, unter Berücksichtigung der Rechtsprechung, die Schwierigkeiten und die neue Sichtweise des BFH zum Vorrang der mitunternehmerischen Betriebsaufspaltung gegenüber dem Rechtsinstitut des Sonderbetriebsvermögens beschrieben. Außerdem wird auf auserwählte Fragen bezüglich der laufenden Besteuerung und der Problematik einer - oft ungewollten - Beendigung der Betriebsaufspaltung eingegangen.

Durch die neue Rechtsprechung ergeben sich vielfältige gesellschaftliche Gestaltungsmöglichkeiten und steuerliche Konsequenzen für den Unternehmer und die Beratungspraxis.

Diese, für die Praxis relevanten Vorteile - z.B. bei Veräußerungen von Mitunternehmeranteilen, Umwandlungen oder Erbauseinandersetzungen - aber bisweilen auch Risiken - z.B. für Nur-Besitz-Gesellschafter oder freiberuflich tätige Personengesellschaften - werden dargestellt und analysiert.

Schließlich werden sich, durch die aktuelle Rechtsprechung, ergebene kontroverse Rechtsfragen erläutert und diskutiert, bevor die Arbeit mit einem persönlichen Kommentar endet.

Im Anschluß der Bearbeitung findet sich, neben eines vertiefenden Anhangs mit Beispielsfällen, sowie der Literaturliste, ein ausführliches Entscheidungsregister.

Inhaltsverzeichnis:

A. Einleitung 1
B. Die Betriebsaufspaltung 1
I. Begriff der Betriebsaufspaltung. 1
1. Echte Betriebsaufspaltung 1
a) Besitz- und Betriebsgesellschaft 1
b) Produktions- und Vertriebsgesellschaft 2
2. Unechte Betriebsaufspaltung 2
3. Umgekehrte Betriebsaufspaltung 2
4. Kapitalistische Betriebsaufspaltung 2
5. Mitunternehmerische Betriebsaufspaltung 3
II. Motive für eine Betriebsaufspaltung 3
1. Haftungsbeschränkung 3
2. Unternehmenskontinuität 4
3. Betriebsverfassungsrechtliche Gründe 5
4. Substanzerhaltung 5
5. Steuerliche Gründe 6
C. Die mitunternehmerische Betriebsaufspaltung 6
I. Begriff der mitunternehmerischen Betriebsaufspaltung 6
1. Besitzpersonengesellschaft 6
2. Betriebspersonengesellschaft 7
II. Voraussetzung für eine mitunternehmerische Betriebsaufspaltung 7
1. Die personelle Voraussetzung 7
2. Die sachliche Voraussetzung 8
III. Begründung der mitunternehmerischen Betriebsaufspaltung 8
IV. Die Entwicklung der Rechtsprechung 9
1. Die rechtliche Ausgangslage 9
2. Das Problem der Bilanzierungskonkurrenz 10
3. Die Entwicklung der Rechtsprechung 12
a) Die Personengesellschaft als eigenständiges Steuerrechtssubjekt 12
b) Die neue Rechtsprechung 13
4. Die Falle der mitunternehmerischen Betriebsaufspaltung 14
V. Die laufende Besteuerung 15
1. Steuerrechtssubjekt Personengesellschaft 15
2. Die laufende Besteuerung der Besitzgesellschaft 16
a) Einkommensteuer 16
aa) Buchführungspflicht 16
aaa) Das Besitzunternehmen als BGB-Gesellschaft, Bruchteilsgemeinschaft, Erbengemeinschaft oder Einzelunternehmen 16
bbb) Das Besitzunternehmen als Personenhandelsgesellschaft 16
bb) Umfang des Betriebsvermögens 16
cc) Abschreibungsbefugnis 18
b) Gewerbesteuer 18
aa) Pachtzinszahlung 18
bb) Die erweiterte Kürzung nach § 9 Nr 1, Satz 2 GewStG 19
cc) Die Zurechnung von Dauerschulden, §§ 8 Nr 1, 12 Abs 2 Nr 1 GewStG 19
3. Die laufende Besteuerung der Betriebsgesellschaft 20
a) Umfang des Betriebsvermögens 20
b) Angemessenheit der Pachtzinsen 21
aa) verdeckte Gewinnausschüttung 22
bb) verdeckte Einlage 22
c) Rückstellungen für Pachterhaltung 22
VI. Beendigung der Betriebsaufspaltung 23
D. Vorteilhaftigkeitsanalyse steuerlicher Chancen und Risiken 24
I. Folgen und Möglichkeiten der neuen Rechtsprechung 24
1. Alleineigentümer als Besitzunternehmen 24
2. Gewerblich geprägte Gesellschaft 26
a) Tarifbegünstigung bei der Veräußerung von Mitunternehmeranteilen 26
b) Einbringung in eine Kapitalgesellschaft / Umwandlung ohne Sonderbetriebsvermögen 28
c) Möglichkeiten der Buchwertfortführung bei Einbringung in eine Personengesellschaft 28
d) Erbauseinandersetzungen 29
aa) Vorweggenommene Erbfolgeregelungen 29
bb) Erbfälle mit qualifizierter Nachfolgeregelung 30
cc) Ausweg 30
3. Sonstige Vorteile 31
a) Freibeträge, Tarifbegünstigungen 31
b) Ansparabschreibungen gemäß § 7g EStG 31
c) Forderungen und Schulden 32
II. Risiken und Nachteile der neuen Rechtsprechung 32
1. Abfärbetheorie 32
a) Nur-Besitz-Gesellschafter 32
b) freiberuflich oder land- und forstwirtschaftlich tätige Personengesellschaft 33
2. Keine Buchwertfortführung bei Ausgliederung 33
E. Diskussion 34
I. Rechtliche Bedenken 34
II. Gewerbliche versus nicht gewerbliche Personengesellschaft 34
III. Diskussion sonstiger Risiken / Ist Sonderbetriebsvermögen doch sinnvoll? 35
1. Verlustausgleich 35
2. Dauerschulden 36
3. Sonderabschreibungen gemäß § 7g EStG 36
IV. Abgabenordnung 36
1. Rechtsmißbrauch 36
2. Rückwirkung der neuen Rechtsprechung 37
F. Kommentar 38
Anhang 41
Entscheidungsregister 52
Literatur 56

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