Diplomarbeiten


(Fachbereiche): Betriebswirtschaft - Funktional Steuerlehre / Steuerrecht

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Titel Steueroptimale Gestaltung der Unternehmensbeendigung
Untertitel
AutorIn Stephan Wallesch
Seiten 92 Seiten
Hochschule Universität Hamburg Deutschland
Art der Arbeit Diplomarbeit
Abgabe 1993
Note 1,6
Preis 38,00 EUR (inkl. MwSt.)
Bestellnummer 90000667
Sprache Deutsch
Medien Papier / CD
Inhaltsangabe
Gang der Untersuchung:

Da sich das Untersuchungsgebiet der betriebswirtschaftlichen Steuergestaltungslehre lediglich auf die Ebene des Unternehmens beschränkt, die steueroptimale Ausgestaltung des unter den Gliederungspunkt 1.2. abgegrenzten Sachziels der Unternehmensbeendigung sich aber vorrangig an den Interessen der Inhaber auszurichten hat, kann die Anteilseignersphäre nicht vernachlässigt werden. In folgenden sollen daher steuerorientierte Sachverhaltsgestaltungen unter der Zielbedingung der relativen Steuerminimierung des jeweiligen Anteilseigners (und nicht de Unternehmens) aufgezeigt werden, wobei der Engagementträgers über die Möglichkeit verfügen soll, die Entscheidungen des Unternehmens an seinen Interessen auszurichten, soweit den nicht zwingende rechtliche Regelungen entgegen stehen. Erörtert wird ausschließlich die Ausgestaltung des Beendigungsvorgangs, während die vorgelagerte Beendigungsentscheidung unberücksichtigt bleibt. Von den zahlreichen Steuerarten de "Vielsteuersystems der BRD"Z werden in folgenden lediglich die ESt KSt, GewErtrSt, GewKapSt3, VSt, USt und GrESt unter Vernachlässigun der Kapitalertragsteuer berücksichtigt.

Da das Steuerrecht auch im Beendigungsstadium an zivilrechtliche Vorgänge anknüpft, erscheint es geboten, zunächst die probleorelevante gesellschafts- und handelsrechtlichen Grundzüge der Unternehmensbeendigung zu skizzieren (Gliederungspunkt 2.1.). Daran anschließen werden die untersuchungsrelevanten Grundlagen der steuerrechtliche Behandlung der Unternehmensbeendigung in Ertrag-, Verkehr- und Substanzsteuerbereich aufgezeigt und auf einige besondere steuerlich Sachverhalte (die nicht nur während der Unternehmensbeendigung gegebe sind, aber insofern gerade in der Beendigungsphase von großer Bedeutung sein können) eingegangen, um zunächst die Einflußgrößen de Steuerbelastung des Beendigungsvorgangs herauszukristallisieren, ohne dabei konkret auf steuerorientierte Sachverhalsgestaltungen einzugehen (Gliederungspunkte 2.2. bis 2.5.).

Darauf aufbauend soll in den folgenden Kapiteln die steueroptimale Ausgestaltung des Beendigungsprozesses erörtert werden. Dabei muß versucht werden, die für Beendigungsfragen relevanten Sachverhaltsgestaltungsmaßnahmen in irgendeiner Form systematisch einzuteilen. Dies erscheint aufgrund der zahlreichen Gestaltungsinstrumente kaum möglich. So kann nach WAGNER eine Systematisierung der Steuerfolgen lediglich nach den Auszahlungsmodalitäten erfolgen, da sich die Urteile der Rechtsprechung auf eine Vielzahl weiterer Kriterien beziehen, die wegen ihrer Verschiedenartigkeit einer Systematisierung nicht zugänglich sind. Da eine derartige punktuelle Systematisierung für die folgende Untersuchung als nicht zweckmäßig erscheint, sollen die einzelnen Gestaltungsmaßnahmen in ein sog. Phasenkonzept eingeordnet werden. Dabei werden unterschiedliche Aktivitäten nach ihrer logischen Anordnung in einer bestimmten Reihenfolge in einzelne Phasen eingeordnete. Nach HERZIG bietet es sich für Zwecke der steuerorientierten Sachgestaltung und Steuerplanung der Unternehmensbeendigung an, zwischen der Vorbereitungs-, der Kern- und der Abschlußphase zu differenzieren. Diese Dreiteilung hat den Vorzug, daß sie als Raster herangezogen werden kann, um das gesamte Spektrum der Handlungsmöglichkeiten zu erfassen. Dabei wird die Zeitspanne von der Fassung des Beendigungsentschlusses bis zum tatsächlichen Beginn der Beendigungshandlungen als Vorbereitungsphase bezeichnet. Die eigentlichen Beendigungshandlungen, die sich im wesentlichen auf die Transformation der Unternehmenssubstanz in Geld beschränken, bilden die Kernphase. Der Abschlußphase werden die steuerlichen Folgewirkungen zugeordnet, die sich aus der Unternehmensbeendigung ergeben können, wie z.B. die Behandlung zurückbehaltener Wirtschaftsgüter und nachträglicher Betriebseinnahmen und -ausgaben. Dieser Dreiteilung wird in den Gliederungspunkten 3. bis 5. gefolgt, um aufzuzeigen, in welchen Umfang ein Entscheidungsträger Einfluß auf die Steuerbelastung nehmen kann und welche Instrumente zu diesem Zweck zur Verfügung stehen.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis VI
1. Einleitung 1
1.1 Rechtfertigung der Behandlung des Themas 1
1.2 Abgrenzung des Begriffs der Unternehmensbeendigung 2
1.3 Steueroptimale Gestaltung als steuerorientierte Sachverhaltsgestaltung unter der Zielbedingung der relativen Steuermininierung 5
1.4 Problemstellung 6
1.5 Gang der Untersuchunß 7
2. Zivilrechtliche Grundlagen der Unternehmensbeendigung und Auswirkungen der Beendiung im Ertrag-, Verkehr- und Substanzsteuerbereich 9
2.1 Zivilrechtliche Grundlaren der Unternehmensbeendigung 9
2.1.1 Das dreistufige Verfahren des zivilrechtlichen Beendigungsvorganges 9
2.1.2 Interne und externe Rechnungslegung während der Beendigung 12
2.2 Auswirkungen der Beendigung in Ertragsteuerbereich bei Personenunternehmen und deren Engagementträgern 13
2.2.1 Die Beendigungsformen im ESt-Recht 13
2.2.1.1 Die Betriebsveräußerung 13
2.2.1.2 Die Betriebsaufgabe 14
2.2.1.3 Die allmähliche Betriebsabwicklung 16
2.2.2 Auswirkungen der Beendigung auf den GewErtrSt-Bereich 16
2.2.3 Die Problematik der steuerlichen Gewinnermittlung während der Beendigung 17
2.2.3.1 Die grundsätzliche Problematik der Abgrenzung des steuerlichen Beendigungsergebnisses von laufenden Gewinn 17
2.2.3.2 Die Behandlung des Sonderbetriebsvermögens 19
2.2.3.3 Das negative Kapitalkonto eines Kommanditisten 20
2.2.4 Ertragsteuerliche Begünstigungen 21
2.2.4.1 Die Freibetragsregelungen des § 16 Abs. 4 EStG 21
2.2.4.2 Die Tarifbegünstigung des § 34 Abs. 2 Nr. 1 EStG 22
2.2.4.3 Vermeidung der Sofortbesteuerung gemäß § 6 b EStG 22
2.2.5 Einkommensteuerliche Folgen bei eine negativen Aufgabeergebnis 24
2.3 Auswirkunßen der Beendigung im Ertragsteuerbereich bei Kapitalgesellschaften und deren Anteilseignern 24
2.3.1 Gesellschaftsebene 24
2.3.1.1 Einkommensermittlung und KSt-Tarif 24
2.3.1.1.1 Gewinnermittlungszeitraud 24
2.3.1.1.2 Ermittlung des Abwicklungsgewinns und des zu versteuernden Einkommens durch einen Bestandsvergleich eigener Art 25
2.3.1.1.3 KSt-Tarifbelastung und Verlustrücktrag 28
2.3.1.2 Gliederung des vEK bei der Liquidation 28
2.3.1.2.1 Der Stichtag für die Aufstellung der Gliederung des vEK 28
2.3.1.2.2 Verrechnung des Abwicklungsergebnisses in der Gliederungsrechnung des vEK 29
2.3.1.2.3 Uagliederungsvorschriften, Reihenfolgeverwendung und Herstellen der Ausschüttungsbelastung 29
2.3.1.3 Auswirkungen der Beendigung auf den GewErtrSt-Bereich 31
2.3.2 Gesellschafterebene 33
2.3.2.1 Besteuerung bei unwesentlicher Beteiligung 33
2.3.2.2 Besteuerung bei wesentlicher Beteiligung 33
2.3.2.3 Einbringungsgeborene Anteile 35
2.3.2.4 Erwerb der Anteile im letzten halben Jahr vor der Auflösung 35
2.4 Auswirkungen der Beendigung im Verkehrsteuerbereich 36
2.4.1 Umsatzsteuer 36
2.4.1.1 USt bei Überführung in das Privatvermögenund bei Veräußerung einzelner Wirtschaftsgüter 36
2.4.1.2 USt bei einer Geschäftsveräußerung i.S.d. § 10 Abs. 3 UStG 36
2.4.1.3 Berichtigung des Vorsteuerabzugs nach § 15 a UStG 38
2.4.2 Grunderwerbsteuer 38
2.5 Auswirkungen der Beendigung im Substanzsteuerbereich 39
2.5.1 Vermögensteuer 39
2.5.2 Gewerbesteuer nach dem Gewerbekapital 40
3. Gestaltungsüberlegungen in der Vorbereiungsphase 41
3.1 Personenunternehmen 41
3.1.1 Beendigungsorientierte Steuerbilanzpolitik bei Personenunternehmen 41
3.1.1.1 Beendigungsorientierte Steuerbilanzpolitik bei Personenunternehmen bei einem zu erwartenden Aufgabegewinn 41
3.1.1.2 Beendigungsorientierte Steuerbilanzpolitik bei Personenunternehmen bei einem zu erwartenden Aufgabeverlust 42
3.1.2 Steuerorientierte Planung des Beendigungszeitpunkts und des Beendigungszeitraums 42
3.1.2.1 Vermeidung der Qualifizierung der Unternehmensbeendigung als allmähliche Betriebsabwicklung 42
3.1.2.2 Vermeidung der Rückzahlung von Investitionszulagen und der rückwirkenden Versagung von Steuervergünstigungen 43
3.1.2.3 Ausnutzen des erhöhten Freibetrags nach § 16 Abs 4 S.3 EStG 43
3.2 Kapitalgesellschaften 43
3.2.1 Beendigungsorientierte Steuerbilanzpolitik 43
3.2.2 Beendigungsorientierte Auschüttungspolitik unter den Blickwinkel der Reduzierung des progressiven Einkommensteuertarifs 44
3.2.2.1 Ballungsstrategie 44
3.2.2.2 Nivellierungsstrategie 45
3.2.3 Interessenbezogene Zuordnung von Teilen des steuerlichen Eigenkapitals auf bestimmte Gruppen von Anteilseignern 45
3.2.4 Umschichtungen im Kapital- und Vermögensbereich als beendigungsorientierte steuerliche Gestaltungsinstrumente 46
3.2.4.1 Die Erzielung positiver Effekte durch die Folgen einer Verschiebung des EK 03 in das Nennkapital durch eine nominelle Kapitalerhöhung für die Anteilseigner 46
3.2.4.2 Vermeidung der körperschaftsteuerlichen Definitivbelastung in Liquidationsfall durch Anwendung des "Leg-ein-Hol-zurück-Verfahrens" in Rahmen der Liquidation 48
3.2.5 Vermeidung steuerlicher Belastungen durch Anteilskauf und -verkauf vor Abwicklungsende 50
3.2.5.1 Anteilskauf und -verkauf vor Abwicklungsende als Entscheidungsproblem der Anteilseigner 50
3.2.5.2 Die Erlangung steuerlicher Vorteile bei einer wesentlichen Beteiligung durch einen Erwerb weiterer Anteile eines unwesentlich Beteiligten 51
3.2.5.3 Verkauf der unwesentlichen Beteiligung vor Abwicklungsende 52
3.3 Die optimale Wahl des Besteuerungszeitpunktes 53
4. Gestaltungsüberlegungen in der Kernphase des Beendigungsvorgangs 54
4.1 Gestaltung des Übertragungsvorgang 54
4.1.1 Formen der Verwertung des Unternehmensvermögens 54
4.1.2 Die Geschäftsveräußerung 54
4.2 Steuerliche Auswirkungen bei den Engagementträgern bei Bezahlung gegen wiederkehrende Bezüge 55
4.3 Gestaltungsmaßnahmen hinsichtlich der Umsatzsteuer 56
4.3.1 Verzicht und Wahrnehmung von USt-Befreiungen i.S.d. § 9 UStG 56
4.3.2 Vermeidung von Liquiditätsbelastungen durch die Umsatzsteuer 57
4.4 Maßnahmen zur Verringerung der Steuerbelastungen im Substanzsteuerbereich 58
4.4.1 Maßnahmen zur Verringerung der Steuerbelastungen im VSt-Bereich 58
4.4.2 Maßnahmen zur Verringerung der Steuerbelastungen im GewKapSt-Bereich 59
5. Gestaltungsüberlegungen in der Abschlußphase 59
5.1 Nachträgliche Einkünfte und Ausgaben 59
5.2 Die Stellung der § 6 b EStG-Rücklage 59
6. Schlußbetrachtung 60
Literaturverzeichnis IX

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