Diplomarbeiten


(Fachbereiche): Betriebswirtschaft - Funktional Organisation Organisation allgemein

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Titel Methodische Unterstützung von Ideenfindungsprozessen
Untertitel
AutorIn Stefan Staiger
Seiten 187 Seiten
Hochschule Universität Fridericiana Karlsruhe (TH) Deutschland
Art der Arbeit Diplomarbeit
Abgabe 1997
Note 1
Preis 38,00 EUR (inkl. MwSt.)
Bestellnummer 90000790
Sprache Deutsch
Medien Papier / CD
Inhaltsangabe
Einleitung:

Ziel dieser Arbeit ist, einen Überblick über bestehende Methoden zur Unterstützung des Ideenfindungsprozesses zu geben. Dabei sollen neue Entwicklungen (Computerunterstützung der Methoden, Erfindungsmethodiken) einbezogen und die Methoden bewertet und verglichen werden.

Für den Erhalt und Ausbau des Standortes Deutschland ist eine "Innovations-offensive" notwendig. Die Ideenfindung ist ein zentraler Bestandteil des Innovationsprozesses. Zur Unterstützung der Ideenfindung steht eine breite Palette von Methoden (für Einzel- und Gruppenarbeit) zur Verfügung, die bisher aber kaum eingesetzt werden. Haupthindernis ist hier die mangelnde Kenntnis über Potential und Anwendung der Methoden. Dabei werden den nächsten 10 Jahren zu 50% Produkte verkauft, die heute noch nicht entwickelt sind. Dies zeigt die immense Bedeutung der Ideenfindung.

Gang der Untersuchung:

Zunächst wird der Begriff der Kreativität als zentrale Grundlage der Ideenfindung näher betrachtet. Aus den Phasenmodellen des kreativen Prozesses, des Innovationsprozesses und des Problemlösungsprozesses wird ein Phasenmodell zusammengestellt, dem anschließend die verschiedenen Methoden zur Unterstützung einzelner oder mehrerer Phasen zugeordnet werden.

In den folgenden Kapiteln wird auf die Methoden näher eingegangen, die die Phase der Ideenfindung unterstützen. Kapitel 2 befasst sich mit den "klassischen" Kreativitätstechniken wie Brainstorming, Synektik oder dem Morphologischen Kasten und einigen für den Arbeitsbereich des Ingenieurs interessanten Varianten.

Im dritten Kapitel werden methodische Konzeptionen vorgestellt, die auch als Erfindungsmethodiken bezeichnet werden. Diese Methoden sind weithin unbekannt, besitzen aber ein großes Potential zur Unterstützung der Ideenfindung. Dabei wird ausführlich auf die methodischen Konzeptionen ARIS (Algorithmus zur Lösung von Erfindungsaufgaben), WOIS (Widerspruchsorientierte Innovationsstrategie) und auf die "Marktorientierte Innovationsstrategie" eingegangen. Den Abschluss des Kapitels bildet die Gegenüberstellung dieser Konzeptionen und der Konstruktionsmethodik nach VDI 2221.

Weitere Methoden wie das "Early low-cost prototyping", das Mind-Mapping und die Techniken von de Bonos "lateralem Denken" werden in Kapitel 4 zusammengefasst.

Das fünfte Kapitel zur "Computerunterstützung der Ideenfindung" wurde durch umfangreiche Recherchen im Internet, bei Softwareanbietern und in der Literatur zusammengestellt. Zu jeder in dieser Arbeit beschriebenen Gruppe von Methoden wurde ein Programm analysiert und bewertet. Am Kapitelende steht eine Übersicht aller der dem Autor zugänglichen Informationen über Programme zur Computerunterstützung der Ideenfindung.

Das sechste Kapitel zeigt, dass die Methoden zur Unterstützung des Ideenfindungsprozesses bislang noch relativ selten Anwendung finden. Der Nutzung des nach Expertenmeinung großen Potentials der Methoden stehen Anwendungshindernisse entgegen, die kurz beschrieben wurden. Als Beitrag zum Abbau dieser Hindernisse werden Empfehlungen für die Auswahl der Methoden zusammengestellt. Zur besseren Einschätzung der Methoden durch den Anwender eignen sich auch die Portfolien der Effektivität und Effizienz, in denen die verschiedenen Methoden eingeordnet wurden. Das abschließend beschriebene Vermittlungskonzept für die Ingenieurs-aus- und Weiterbildung zeigt eine Möglichkeit zur komprimierten Einführung in die Methoden zur Unterstützung der Ideenfindung auf.

Inhaltsverzeichnis:

0. EINFÜHRUNG 1
0.1 Aufbau der Arbeit 2
0.2 Begriffliches 4
1. GRUNDLAGEN
1.1 Grundlagen der Kreativität 5
1.1.1 Kreatives Produkt 6
1.1.2 Kreatives Umfeld 7
1.1.3 Kreativer Mensch 7
1.1.3.1 Das menschliche Gehirn 7
1. 1.4 Kreativität in der Gruppe und beim Einzelnen 8
1.1.4.1 Gruppen- oder Einzelarbeit? 8
1.1.4.2 Gruppengröße 9
1.1.4.3 Zusammensetzung der Gruppe 10
1.2 Problemarten 10
1.3 Phasenmodelle 11
1.3.1 Der kreative Prozess 12
1.3.2 Der Innovationsprozess 13
1.3.3 Der Problemlösungsprozess 14
1.3.4 Weitere Phasenmodelle 15
1.3.5 Phasenmodell für die Methodenzuordnung 16
1.4 Methoden und Phasenmodell 17
1.4.1 Methodenübersicht 17
1.4.2 Analyse- und Prognosemethoden 19
1.4.3 Bewertungs- und Selektionsmethoden 19
1.4.4 Realisierungs- und Kontrollmethoden 20
1.5 Literaturhinweise 21
2. KREATIVITÄTSTECHNIKEN
2.1 Gliederung der Kreativitätstechniken 22
2.2 Beschreibung der Techniken 25
2.3 Intuitiv - kreative Techniken 27
2.3.1 Brainstorming 27
2.3.2 SIL - Sukzessive Integration von Lösungselementen 32
2.3.3 Methode 6-3-5 (Brainwriting) 33
2.3.4 Galeriemethode 36
2.3.5 Synektik 37
2.3.6 Bionik 40
2.3.7 Visual Confrontation / Outdoor Association 41
2.3.8 Checklisten 43
2.4 Systematisch - analytische Techniken 46
2.4.1 Morphologischer Kasten 46
2.4.2 Attribute Listing 50
2.5 Literaturhinweise 51
3. METHODISCHE KONZEPTIONEN
3.1 "Klassische" Erfindungsmethoden 52
3.2 Bausteine der Erfindungsmethoden 53
3.2.1 Gesetze der Entwicklung technischer Systeme 54
3.2.2 Lebenslinien technischer Systeme 54
3.2.3 Überwindung der psychischen Trägheit 56
3.2.4 Der AZK-Operator 56
3.2.5 Von der Erfindungssituation zum Modell der Aufgabe 57
3.2.6 Niveau der Aufgaben 58
3.2.7 Arten von Widersprüchen 58
3.2.8 Das "Ideale Endresultat" (IER) 59
3.2.9 Stoff/Feld-Systeme 59
3.2.10 Verfahren zur Überwindung technischer Widersprüche 61
3.2.11 Standards zur Lösung von Erfindungsaufgaben 64
3.2.12 Physikalische Effekte als Hilfsmittel 66
3.2.13 VKF - Verfahren der kleinen Figuren 67
3.2.14 Würfelbaukasten für Erfinder 68
3.2.15 Weitere Bausteine 70
3.2.16 Zusammenfassung 71
3.3 ARIS - Algorithmus zur Lösung von Erfindungsaufgaben 72
3.3.1 Kurzdarstellung 72
3.3.2 Anwendungsbeispiel 1 77
3.3.3 Anwendungsbeispiel 2 79
3.3.4 Vermittlung 81
3.3.5 Perspektiven, Bewertung 81
3.4 WOIS - Widerspruchsorientierte Innovationsstrategie 84
3.4.1 Kurzdarstellung mit Anwendungsbeispiel 84
3.4.2 Vermittlung 89
3.4.3 Perspektiven, Bewertung 89
3.5 Marktorientierte Innovationsstrategie 91
3.5.1 Kurzdarstellung 91
3.5.1.1 Grundlagen der MIS 91
3.5.1.2 Grundsätze und Vorgehensweise 93
3.5.2 Anwendungsbeispiele 95
3.5.3 Vermittlung 95
3.5.4 Perspektiven, Bewertung 96
3.6 Programm zur Herausarbeitung von Erfindungsaufgaben 97
3.7 Gegenüberstellung der Methodischen Konzeptionen 99
3.8 Literaturhinweise 103
4. WEITERE HILFSMITTEL UND PROBLEMLÖSUNGSTECHNIKEN
4.1 Early Iow-tost prototyping 104
4.2 Mind-Mapping 108
4.3 Laterales Denken 110
4.3.1 Techniken des lateralen Denkens 111
4.3.1.1 Die Hutwechsel-Methode 111
4.3.1.2 Schöpferische Pause 114
4.3.1.3 Fokus 114
4.3.1.4 Herausforderung 114
4.3.1.5 Alternativen 115
4.3.1.6 Konzepte 116
4.3.1.7 Konzeptfächer 116
4.3.1.8 Mentale Provokation 117
4.3.1.9 Random Input-Technik 118
4.3.1.10 Stratale 118
4.3.1.11 Datenfile-Technik 119
4.3.2 Anwendungsempfehlungen 119
4.3.3 Vermittlung 121
4.3.4 Bewertung 121
4.4 Literaturhinweise, 122
5. COMPUTERUNTERSTÜTZUNG DER IDEENFINDUNG
5.1 Beschreibung der Computerprogramme 124
5.2 GROUP SYSTEMS - Elektronisches Brainstorming 125
5.2.1 Elektronisches Brainstorming 125
5.2.2 Elektronisches Brainstorming mit GROUP SYSTEMS 127
5.3 MOSEL - Morphologische Lösungsentwicklung 129
5.4 FLUVIUS - Unterstützung mehrerer Techniken 132
5.5 Invention Machine Software - Unterstützung der Erfindungsmethodik nach Altschulter 135
5.5.1 IM-TechOptimizer 136
5.5.2 Invention Machine Lab 138
5.5.2.1 IM-Principles 140
5.5.2.2 IM-Effects 141
5.5.2.3 IM-Prediction 143
5.5.2.4 Bewertung aller drei Module 144
5.6 LEONARDO - Mind-Mapping 145
5.7 Übersicht: Programme zur Rechnerunterstützung der Ideenfindung 147
5.8 Literaturhinweise 151
6. METHODEN UND TECHNIKEN IN DER PRAXIS
6.1 Stand der Anwendung 152
6.1.1 Empirische Untersuchung (Schelker 1976) 152
6.1.2 Empirische Untersuchung (Uebele 1981) 153
6.1.3 Empirische Studie (TH Darmstadt 1994) 153
6.2 Potential und Stand der Anwendung im Vergleich 154
6.3 Anwendungshindernisse 155
6.4 Empfehlungen für die Anwendung 156
6.4.1 Auswahl der geeigneten Methode 156
6.4.1.1 Auswahl nach der Problemart 157
6.4.1.2 Auswahl nach konkreten Problemtypen 157
6.4.1.3 Auswahl nach situativen Bedingungen 158
6.4.1.4 Portfolien zu Effektivität und Effizienz der Methoden 159
6.4.1.5 Weitere Auswahlempfehlungen 161
6.4.2 Kreativitätsworkshops 162
6.5 Vermittlungskonzept 164
6.6 Literaturhinweise 167
7. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK 168
LITERATUR 171

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