Diplomarbeiten


(Fachbereiche): Betriebswirtschaft - Branche Energie

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Titel Auswirkungen der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie auf die Stromerzeugung in Österreich
Untertitel Überprüfung bei zwei Kraftwerken
AutorIn Gabriele Maria Aicher
Seiten 143 Seiten
Hochschule Johannes Kepler Universität Linz Österreich
Art der Arbeit Diplomarbeit
Abgabe 2004
Note 2
Preis 74,00 EUR (inkl. MwSt.)
Bestellnummer 91007968
Sprache Deutsch
Medien Papier / CD
Inhaltsangabe
Zusammenfassung:

Die von der Europäischen Union im Jahr 2000 erlassene Richtlinie zur Schaffung eines Ordnungsrahmens für Maßnahmen der Gemeinschaft im Bereich der Wasserpolitik (Wasserrahmenrichtlinie) wurde aufgrund der Tatsache, dass Wasser keine übliche Handelsware, sondern ein ererbtes Gut ist, das geschützt, verteidigt und entsprechend behandelt werden muss, erlassen. Als wesentlichstes Ziel sollen alle Oberflächen- und Grundgewässer der EU-Mitgliedsstaaten einen guten ökologischen Zustand bis zum Jahr 2015 erreichen. Um diesen Zustand zu erreichen, müssen bestimmte Aufgaben fristgerecht erfüllt werden. Besonders die Betreiber von Wasserkraftwerken sind von dieser Richtlinie betroffen. Eine große Bedeutung kommt dabei den sog. Heavily Modified Waterbodies, also den erheblich veränderten Wasserkörpern zu, deren Ausweisung für Wasserkraftwerksbetreiber entscheidend ist, da bei einer derartigen Gewässerdeklaration verminderte Vorgaben zu erfüllen sind, wie z.B. geringere Restwasserabgaben.

Damit die betriebswirtschaftlichen Auswirkungen der Richtlinie auf die Stromerzeugung in Österreich ermittelt werden können, wird im Rahmen dieser Arbeit eine Überprüfung an einem Laufkraftwerk und einem Speicherkraftwerk sowie an einem zusätzlichen dritten Kleinwasserkraftwerk mit besonderen Gegebenheiten durchgeführt. Als Grundlage für die Berechnungen wird das Q min (in der Arbeit der statistische 50-jährige Abflusswert des mittleren jährlichen Niederwassers der jeweiligen Anlage) herangezogen. Diese Berechnungen sind natürlich auf jedes andere beliebige Wasserkraftwerk ableitbar. Die Anwendung der Q min - Quote als angenommene Pflichtwasserabgabe für Wasserkraftwerke ist damit zu begründen, dass diese Wassermenge das durchschnittlich geforderte Mindestwasser darstellt, welches bei Verwendung den grundsätzlichen ökologischen Bedingungen unter den gegebenen Annahmen Folge leistet.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis 1
Abbildungsverzeichnis 4
Tabellenverzeichnis 5
Abkürzungsverzeichnis 6
1. Die Europäische Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) 9
1.1 Allgemeines 9
1.2 Ziele und Instrumente 12
1.2.1 Oberflächengewässer 13
1.2.2 Grundwasser 13
1.2.3 Schutzgebiete 13
1.3 Fristen für die Umsetzung 14
1.4 Aktueller Stand der nationalen Umsetzung der WRRL 17
1.4.1 Flusseinzugsgebiete: Bewirtschaftung - Aufgaben und Verantwortung 19
1.4.2 Europaweite Vereinheitlichung des Gewässergütestandards 20
1.4.3 Europaweite Vereinheitlichung der Untersuchungsmethoden 21
1.4.4 Zeitgebundene, verbindliche Ziele für alle Gewässer 21
1.4.5 Erfolgreiche Weiterentwicklung der Wasserwirtschaft - Voraussetzungen 22
2. Stromerzeugung aus Wasserkraft in Österreich 23
2.1 Laufwasserkraftwerke 27
2.1.1 Allgemeines 27
2.1.2. Aufbau 28
2.1.3 Merkmale 30
2.2 Speicherkraftwerke 31
2.2.1 Allgemeines 31
2.2.2 Aufbau 32
2.2.3 Merkmale 33
2.3 Pumpspeicherkraftwerke 34
2.3.1 Allgemeines 34
2.3.2 Aufbau und Funktionsweise 36
2.4 Kleinwasserkraftwerke (KWKW) 39
2.5 Typen von Wasserturbinen 40
2.5.1 Kaplan-Turbine 41
2.5.2 Francis-Turbine 42
2.5.3 Pelton-Turbine 44
2.6 Richtlinie zur Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen im Elektrizitätsbinnenmarkt 45
2.7 Das Ökostromgesetz 2002 50
2.8 Bedeutung der Wasserkraft für die österreichische Stromerzeugung 55
2.8.1 Geschichtliche Entwicklung der Wasserkraft in Österreich 61
2.8.2 Potentiale der Wasserkraft in Österreich 63
2.8.3 Vorteile und Chancen der Wasserkraft für Österreich 64
2.8.4 Ausblick und Entwicklung der Wasserkraftnutzung in Österreich 68
3. Theoretische Analyse der Europäischen WRRL im Hinblick auf die Stromversorgung 71
3.1 Exkurs: Teilnahme an einer Besprechung in der Wirtschaftskammer OÖ über die Umsetzung der WRRL 76
4. Überprüfung der WRRL bei 2 Kraftwerken 82
4.1 Verfahren zur Ermittlung von Mindestabflüssen 86
4.1.1 Der Biotop-Abfluss-Ansatz 87
4.1.2 Der Ökohydrologische Ansatz 89
4.1.3 Allgemeine Schritte zur Ermittlung von Qmin 90
4.1.4 Ermittlung von Qmin für die zu überprüfenden Kraftwerke 93
4.2 Fischwege 94
4.2.1 Wanderungstypen heimischer Fischarten 94
4.2.2. Kontinuumsunterbrechungen und deren Folgen 95
4.2.3 Bautypen von Fischaufstiegshilfen 96
4.2.4 Grundlegendes Konzept von Fischaufstiegshilfen 98
4.3 Ermittlung der maximalen Auswirkungen der WRRL auf ein KWKW (Laufkraftwerk) 100
4.4 Ermittlung der maximalen Auswirkungen der WRRL auf ein Speicherkraftwerk 113
4.5 Auflistung der Ergebnisse 120
4.6 Ableitung der betriebswirtschaftlichen Konsequenzen aus den Ergebnissen 121
4.7 Berechnungen für ein weiteres KWKW (Laufkraftwerk) 124
5. Zusammenfassung und Diskussion hinsichtlich der Auswirkungen auf Gesamtösterreich 132
Literaturverzeichnis 135

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