Diplomarbeiten


(Fachbereiche): Volkswirtschaft Wirtschaftspolitik / Sozialpolitik

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Titel Schaffen die aktuellen Steuerreformvorschläge mehr Beschäftigung und Zufriedenheit?
Untertitel
AutorIn Karsten Wysk
Seiten 133 Seiten
Hochschule Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg Deutschland
Art der Arbeit Diplomarbeit
Abgabe 2004
Note 2
Preis 74,00 EUR (inkl. MwSt.)
Bestellnummer 95008068
Sprache Deutsch
Medien Papier / CD
Inhaltsangabe
Zusammenfassung:

The permanent problem of mankind is learning to live well (Keynes 1931). Der Ruf nach einer großen Steuerreform in Deutschland ist aktueller denn je. Nach jahrelangen punktuellen Veränderungen des aktuellen Steuersystems scheint die Überzeugung bei fast allen politischen Parteien gewachsen zu sein, dass ein Neuanfang oder zumindest ein gravierender Systemwechsel notwendig geworden ist. Entwürfe für eine große Steuerreform werden unter Ökonomen bereits seit Jahren diskutiert.

Mittlerweile haben sich auch in der breiten Öffentlichkeit drei Alternativen herauskristallisiert, die besonders große Chance auf die Umsetzung haben: Der auf die Initiative von dem ehemaligen Verfassungsrichter Paul Kirchhof zurückgehende "Karlsruher Entwurf" (bzw. Kirchhof-Modell) ist sicherlich das prominenteste Konzept der nicht von Parteien stammenden Vorschläge und liegt als einziger Vorschlag bereits beschlussfähig als Gesetzestext vor. Die CDU hat sich per Parteitagsbeschluss hinter das von Friedrich Merz erarbeitete Steuerreform-Konzept (Merz-Konzept) gestellt. Sogar die Bundesregierung selber plant offenbar neben der aktuellen Steuerreform, deren Endstufe 2005 in Kraft treten wird, weitere gravierende Veränderungen. So ließ der Bundesfinanzminister Hans Eichel verlauten, dass zurzeit an einem Vorschlag auf Basis der vom Sachverständigenrat favorisierten Dualen Einkommenssteuer gearbeitet werde.

Angesichts der großen politischen Bedeutung der Diskussion über die Steuerreformvorschläge erhofft sich die Politik offensichtlich einen entscheidenden Beitrag einer großen Steuerreform zur Lösung der vordringlichsten Probleme dieses Landes, insbesondere des Abbaus der hohen Arbeitslosigkeit.

Diese Arbeit möchte einen Beitrag dazu leisten, Politiker in Ihrer Entscheidung für das "richtige" Steuersystem zu unterstützen. Deshalb findet die Diskussion in einem möglichst realitätsnahen Modellrahmen statt, der unmittelbar auf die Situation in Deutschland zugeschnitten ist. Entgegen der üblichen Vorgehensweise bei einer ökonomischen Analyse beschränkt sich diese Arbeit auch nicht nur auf eine rein wohlfahrtstheoretische Vorteilhaftigkeit der verschiedenen Steuerreformvorschläge. Stattdessen werden durch die Einbeziehung der Zufriedenheitstheorie auch weitere (sozialpolitische) Ziele wie zum Beispiel die Förderung von Kindern und Familie berücksichtigt, die üblicherweise die Entscheidungen von Politikern beeinflussen und in der Realität eine wichtige Rolle spielen. Anders formuliert untersucht diese Arbeit den Einfluss der Steuerreformvorschläge auf die Zufriedenheit der Bürger in Deutschland, deren Maximierung Aufgabe eines jeden demokratischen Staates sein sollte.

Die Verringerung der Arbeitslosigkeit spielt dabei als einer der Hauptdeterminanten der Zufriedenheit eine wichtige Rolle. Durch diesen Ansatz sind die Resultate der Analyse nach Überzeugung des Autors besser auf die Realität anwendbar, als dies bei der klassischen ökonomischen Vorgehensweise der Fall wäre. Die Ergebnisse der Analyse sollten die Politik ermutigen: Eine echte große Steuerreform führt in der Tat zu mehr Beschäftigung und Zufriedenheit.

Inhaltsverzeichnis:

EINFÜHRUNG 1
I. ARBEITSLOSIGKEIT IN DEUTSCHLAND 3
II. ZUFRIEDENHEIT IN DEUTSCHLAND 6
III. AUFBAU DER ARBEIT 7
1. DAS DERZEITIGE STEUERSYSTEM 9
1.1 GRUNDPRINZIPIEN DES DEUTSCHEN STEUERSYSTEMS 9
1.2 ÜBERBLICK ÜBER DIE WICHTIGSTEN STEUERN 12
1.2.1 ARBEITSSTEUERN 13
1.2.2 KAPITALSTEUERN 15
1.2.3 ZUSAMMENFASSUNG 16
1.3 DISKUSSION DES DERZEITIGEN STEUERSYSTEMS 17
1.3.1 HÖHE DER STEUERBELASTUNG 18
1.3.2 FAKTORBESTEUERUNGSVERHÄLTNIS 21
1.3.3 UMVERTEILUNG 23
1.3.4 KOMPLEXITÄT 25
1.3.5 EFFIZIENZ 29
2. DIE STEUERREFORMVORSCHLÄGE 33
2.1 KURZÜBERSICHT ÜBER DIE UNTERSUCHTEN STEUERREFORMVORSCHLÄGE 34
2.1.1 KIRCHHOF (KARLSRUHER ENTWURF) 35
2.1.2 MERZ-KONZEPT (CDU) 36
2.1.3 SACHVERSTÄNDIGENRAT (DUALE EINKOMMENSSTEUER, SPD) 37
2.2 DISKUSSION DER STEUERREFORMVORSCHLÄGE 38
2.2.1 HÖHE DER STEUERBELASTUNG 38
2.2.2 FAKTORBESTEUERUNGSVERHÄLTNIS 39
2.2.3 UMVERTEILUNG 41
2.2.4 KOMPLEXITÄT 42
2.2.5 EFFIZIENZ 45
2.3 ZUSAMMENFASSUNG 47
3. DIE BESCHÄFTIGUNGSWIRKUNG DER STEUERREFORMVORSCHLÄGE 48
3.1 STEUERN UND BESCHÄFTIGUNG 48
3.2 DIE (NEO-)KLASSISCHE EMPFEHLUNG 50
3.3 DAS ARBEITSMARKTMODELL DIESER ARBEIT 55
3.3.1 DER GEWERKSCHAFTLICH ORGANISIERTE ARBEITSMARKT 56
3.3.2 ARBEITSLOSIGKEIT /SCHWARZARBEITSSEKTOR 58
3.3.3 GRAPHISCHE DARSTELLUNG 59
3.4 ANALYSE DER BESCHÄFTIGUNGSWIRKUNG 60
3.4.1 HÖHE DER STEUERBELASTUNG 60
3.4.1.1 SENKUNG DER ARBEITSSTEUER 61
3.4.1.2 SENKUNG DER KAPITALSTEUER 62
3.4.1.3 WOHLFAHRTSANALYSE DER STEUERSENKUNGEN 64
3.4.2 FAKTORBESTEUERUNGSVERHÄLTNIS (FBV) 65
3.4.2.1 FBV IM GEWERKSCHAFTSSEKTOR BEI KONSTANTEN NETTOLÖHNEN 65
3.4.2.2 FBV MIT ENDOGENEN LOHNVERHANDLUNGEN 73
3.4.2.2.1 RIGHT-TO-MANAGE-MODELL ALS NASH-VERHANDLUNGSSPIEL 73
3.4.2.2.2 FAIRNESSMODELL NACH REUTTER 78
3.4.2.3 FBV UNTER EINBEZIEHUNG DES SCHWARZMARKTSEKTORS 84
3.4.3 UMVERTEILUNG 89
3.5 BEWERTUNG DER STEUERREFORMVORSCHLÄGE 94
4. DIE ZUFRIEDENHEITSWIRKUNG DER STEUERREFORMVORSCHLÄGE 96
4.1 EINFÜHRUNG IN DIE ZUFRIEDENHEITSTHEORIE 96
4.2 HAUPTDETERMINANTEN DER ZUFRIEDENHEIT 101
4.2.1 VERFÜGBARES EINKOMMEN 101
4.2.2 ARBEITSSTATUS 102
4.2.3 FAIRNESS 103
4.2.4 GEMEINSAME FREIZEIT 104
4.2.5 KINDER 104
4.2.6 ZUSAMMENFASSUNG 105
4.3 DAS FAIRNESS-MODELL ALS ZUFRIEDENHEITSMODELL? 106
4.4 ANALYSE DER ZUFRIEDENHEITSWIRKUNG 108
4.4.1 UMVERTEILUNG 108
4.4.2 KOMPLEXITÄT 109
4.4.3 EFFIZIENZ 110
4.5 BEWERTUNG DER STEUERREFORMVORSCHLÄGE 114
5. ABSCHLIEßENDE DISKUSSION 116
LITERATURVERZEICHNIS 121

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