Diplomarbeiten


(Fachbereiche): Betriebswirtschaft - Funktional Wirtschaftsinformatik Internet / Multimedia

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Titel Moderne Verfahren der Datenverschlüsselung unter besonderer Berücksichtigung des Internets
Untertitel
AutorIn Mike Formum
Seiten 92 Seiten
Hochschule Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin Deutschland
Art der Arbeit Diplomarbeit
Abgabe 1997
Note 2
Preis 38,00 EUR (inkl. MwSt.)
Bestellnummer 90000823
Sprache Deutsch
Medien Papier / CD
Inhaltsangabe
Einleitung:

In einem offenen Netz wie dem Internet ist das Grundproblem die Anonymität der Teilnehmer. Diese hat einerseits das Internet so populär gemacht, andererseits sind zu übertragende Nachrichten oder Informationen dem Grunde nach immer als unsicher einzustufen, da niemand sagen kann, ob der Absender einer Information wirklich derjenige ist, für den er sich ausgibt. Der Empfänger muß die Möglichkeit haben, eine Information als echt identifizieren zu können. Die einzige Möglichkeit, dies zu erreichen, besteht darin, die Daten selbst vor Angriffen zu schützen.

Für den Schutz der zu übermittelnden Daten gibt es zwei grundsätzliche Strategien: Die Verheimlichung der Daten, indem sie bei der Übermittlung getarnt werden, und die Verschlüsselung. Letztere ist Gegenstand der Betrachtung dieser Arbeit.

Gang der Untersuchung:

Kapitel zwei erklärt zunächst die Terminologie (u. a. Kryptologie, Kryptographie, Kryptosysteme, Kryptoanalyse).

In Kapitel drei werden die Grundlagen der Datenverschlüsselung erklärt. Es wird gezeigt, wie Verschlüsselung funktioniert und wie Kryptosysteme auf Bitebene arbeiten. Weiter wird erläutert, welche Grundprobleme in offenen Kommunikationssystemen bestehen und warum die Gewährleistung von Authentizität, Integrität, Verbindlichkeit und Vertraulichkeit Aufgabe moderner Datenverschlüsselung ist. Die Methoden der Kryptoanalyse werden beschrieben. Es wird festgestellt, wann ein Algorithmus als sicher gelten kann.

Kapitel vier stellt die Basistechniken der Datenverschlüsselung vor. Die Technik von symmetrischen, asymmetrischen und schlüssellosen Verfahren wird ausführlich erklärt. Hierbei werden die mathematischen Algorithmen beschrieben, die am bekanntesten sind und sich weit verbreitet im Einsatz befinden. Der Einsatz der Modulo-Funktion wird an einem RSA-Beispiel durchgerechnet. Sicherheitsbetrachtungen und Aussagen zur geeigneten Schlüssellänge werden zu allen beschriebenen Algorithmen gemacht.

Das Kapitel fünf behandelt die Schwierigkeiten beim Einsatz von Kryptosystemen. Hier werden die Probleme bei Verwendung von Paßwörtern, des Schlüsselmanagements und der Authentifizierung von Teilnehmern sowie deren Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt.

Aufbauend auf die Inhalte der Kapitel drei bis fünf stellt das sechste Kapitel praktische Techniken vor, die problemlösend in der offenen Datenkommunikation mit Hilfe der Datenverschlüsselung realisierbar sind. Die hierzu einzusetzenden Protokolle werden ausführlich beispielhaft beschrieben.

Das Kapitel sieben befaßt sich schließlich mit drei repräsentativ ausgewählten Anwendungen, die mit Hilfe der dargestellten Prinzipien und Möglichkeiten der Datenverschlüsselung insbesondere im Internet verwendet werden. Für den Bereich elektronische Post wird das Softwareprogramm PGP vollständig in seiner Funktionsweise beschrieben. Als zweites Beispiel wird das Konzept der Firma DigiCash zum elektronischen Zahlungsverkehr untersucht, das realer Zahlungsweise mit Bargeld sehr nahe kommt. Ferner sind die von David Chaum gelegten Grundlagen für das Funktionieren elektronischen Geldes hier umgesetzt worden. Schließlich wird für den Bereich des Internet-Banking der neue Standard HBCI betrachtet. Dieser Standard ist hochaktuell und wird bisherige Eigenlösungen der Banken in Deutschland (CEPT) ablösen.

Am Schluß der Arbeit werden die Ergebnisse in Kapitel acht zusammengefaßt. Die dargestellten Verfahren werden resümierend im Gesamtzusammenhang des Hauptzwecks betrachtet, für den Datenverschlüsselung eingesetzt wird: die Gewährleistung von Sicherheit in der Datenkommunikation.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 5
2. Einführung in die Terminologie der Kryptologie 8
3. Grundlagen moderner Kryptographie
3.1 Mathematisches Modell 10
3.2 Grundprobleme kryptographischer Sicherheit 11
3.3 Grundtechniken von Algorithmen 12
3.3.1 Binäre Verschlüsselung 12
3.3.2 Einfaches XOR 13
3.3.3 Stromchiffren 15
3.3.4 Blockchiffren 16
3.4 Sicherheit und Kryptoanalyse 17
4. Basistechniken der Kommunikation mit Kryptographie
4.1 Symmetrische Verfahren 19
4.1.1 Kryptographie mit privaten Schlüsseln 19
4.1.2 Der DES-Algorithmus 21
4.1.3 Der IDEA-Algorithmus 24
4.1.4 Der CAST-Algorithmus 25
4.2 Asymmetrische Verfahren 26
4.2.1 Kryptographie mit öffentlichen Schlüsseln 26
4.2.2 Der RSA-Algorithmus 28
4.3 Schlüssellose Verfahren 32
4.3.1 Einwegverschlüsselung 32
4.3.2 Hashfunktionen (MD5, SHA1, RIPE-MAC) 32
4.3.3 Datenkomprimierung 37
5. Aspekte sicherer Kryptographie
5.1 Paßwörter 39
5.2 Schlüsselmanagement 40
5.2.1 Schlüsselerzeugung 40
5.2.2 Schlüsselverteilung in symmetrischen Kryptosystemen 41
5.2.3 Schlüsselverteilung in asymmetrischen Kryptosystemen 43
5.2.4 Schlüsselzertifizierung 44
5.3 Probleme bei der Authentifizierung 45
6. Erweiterte kryptographische Techniken
6.1 Protokolle 47
6.2 Secret Splitting 47
6.3 Hybride Kryptosysteme 48
6.4 Diffie-Hellman-Verfahren 49
6.5 ElGamal-Verfahren 51
6.6 Fiat-Shamir-Protokoll 52
6.7 Digitale Unterschrift mit asymmetrischen Verfahren (RSA, DSS) 53
6.8 Digitale Unterschrift mit Verschlüsselung 56
6.9 Blinde digitale Unterschrift 57
6.10 Digitales Geld 59
7. Moderne Anwendungen der Kryptographie
7.1 PGP 64
7.1.1 Beschreibung 64
7.1.2 Technik des Kryptosystems 64
7.1.3 Schlüsselerzeugung 67
7.1.4 Schlüsselzertifizierung 68
7.1.5 Schlüsselaustausch 71
7.1.6 Digitale Unterschriften 72
7.1.7 eMail mit PGP 73
7.2 DigiCash 74
7.2.1 Beschreibung 74
7.2.2 Technik des Kryptosystems 76
7.2.3 Zahlungsvorgänge mit ECash 76
7.3 Internet-Banking nach dem HBCI-Standard 78
7.3.1 Beschreibung 78
7.3.2 Die 3DES-Variante 79
7.3.3 Die hybride Variante 80
7.3.4 Schlüsselerzeugung 82
7.3.5 Schlüsselaustausch 82
8. Schlußbetrachtung 83
9. Anhang
9.1 Abbildungsverzeichnis 85
9.2 Literaturverzeichnis 86
9.3 Internet-Quellenangaben 87

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