Diplomarbeiten


(Fachbereiche): Betriebswirtschaft - Funktional Organisation Organisation allgemein

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Titel Nach Lean Production: Die Prinzipien lebender Organismen
Untertitel
AutorIn Konstantin Vajanos
Seiten 214 Seiten
Hochschule Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main Deutschland
Art der Arbeit Diplomarbeit
Abgabe 1989
Note 2,5
Preis 38,00 EUR (inkl. MwSt.)
Bestellnummer 90000851
Sprache Deutsch
Medien Papier / CD
Inhaltsangabe
Problemstellung:

Als Charles Darwin seine Evolutionstheorie verkündete, dachte er sicher nicht daran, daß Parallelen zur Wirtschaft und deren Produktionsstätten bestehen könnten. Und trotzdem, wie in der Evolutionstheorie, so auch in der Wirtschaft, ist das "Leben" ein ständiger Prozeß der Selektion und Weiterentwicklung. Starke Unternehmen überleben und festigen ihre Position, schwache und schlecht geführte Firmen verschwinden aus dem Wirtschaftskreislauf. Basierend auf diese Erkenntnis, erscheint es als geradezu zwingende Konsequenz, auch bei Unternehmen nach den Prinzipien lebender Organismen zu verfahren: Ein Organismus muß gesund sein, frei von Parasiten und überflüssigen Mitessern. Um seine Aktionsfähigkeit zu sichern, benötigt er Kraftreserven und eine schnelle Eigenkoordination. Schließlich muß er anpassungsfähig sein, was einen guten Überblick über seine Umgebung erfordert. Unter Berücksichtigung der neuesten wirtschaftswissenschaftlichen Erkenntnisse kann man diese Prinzipien direkt auf den Wirtschaftskreislauf sowie auf das einzelne Unternehmen übertragen: Schlank und gesund durch Lean Production, koordinations- und entscheidungsfähig durch Wabenorganisation und mit Hilfe eines aktiven Informationssystems stets über die mittelbare Umgebung - den Markt - informiert.

Wieweit man die genannten Prinzipien in der bestehenden wirtschaftspolitischen Landschaft umsetzen kann, soll in dieser Arbeit erläutert werden: Die "Verschlankung" und "Reinigung" des Organismus-Unternehmens wird durch die Einführung schlanker Produktionsmethoden gerade vollbracht. Dadurch wird sich zwangsweise die Organisationsform verändern, die Einführung einer Wabenorganisation wird unumgänglich sein. Die Orientierung über den relevanten Markt mit Hilfe von integrierten Informationssystemen ist ein seit Jahren schon diskutierter Wunsch. Die Umsetzung in die Praxis aber wurde durch technische Hindernisse gehemmt. Heute, durch die Entwicklung im Bereich der Hard- und Software wie auch durch den Druck der neuen Produktions- und Organisationsformen, scheinen die Probleme der Vergangenheit gelöst. Der Erfüllung auch des dritten Prinzips stände damit nichts mehr im Wege, das "lebende" Unternehmen wäre möglich.

Inhaltsverzeichnis:

EINLEITUNG 11
TEIL 1 Schlank (Lean Production) 13
1. Die Massenproduktion und die japanische Alternative 13
2. Die schlanke Produktion 15
3. Lean Production und Unternehmensorganisation 18
3.1 Organisation von Teams mit hohem Eigenverantwortungsgrad 21
3.1.1 Grundlegende Umsetzung des "Wir-Gefühl"-Ansatzes 21
3.1.2 Flache und übersichtliche Hierarchien 22
3.1.3 Effektive, diffuse Kontrollmechanismen 23
3.1.4 Kürzere Entwicklungszeiten 24
3.2 Übernahme des Qualitätsmanagements durch die Arbeitsgruppen 25
3.3 Einbeziehung des Kunden in den Entwicklungsprozeß 28
3.4 Reduktion der Fertigungstiefe durch enge Lieferantenbeziehungen 30
3.5 Kontinuierlicher Verbesserungsprozeß (KVP) 32
TEIL 2 Entscheidungsfähig (Business Re-Engineering und Wabenorganisation) 35
1. Business Re-Engineering 39
1.1 Die Segmentierung des Unternehmens 40
1.2 Anpassung der PPS-Systeme 41
1.3 Komplexitätsreduktion 43
1.4 Simultaneous Engineering 47
1.5 Verstärkter Einsatz betrieblicher Informationssysteme 48
2. Wabenorganisation 48
TEIL 3 Erfahrungswerte mit Lean Production 53
1. Das Unternehmen: die Adam Opel AG 53
2. JIT und Inventory Reduction 54
3. Komplexitätsreduktion und Simultaneous Engineering 56
4. Organisation von Arbeitsgruppen mit hohem Eigenverantwortungsgrad 57
4.1 Hoher Bedarf an Qualifikations- und Motivationsmaßnahmen 58
4.2 Team-Konzept und Automation . 59
4.3 Die flache Hierarchie und ihre Folgen 60
5. Ergebnisse der Umstellung 61
TEIL 4 Informiert (Externe Datenbeschaffung und betriebliche Informationssysteme) 63
A. Die Ursachen der Beschaffung unternehmensexterner Daten 63
1. Die Notwendigkeit der externen Informationsbeschaffung 63
2. Externe Informationen als Erfolgsfaktor 65
3. Einordnung externer Informationen in die betriebliche Aufgabenstruktur 67
4. Arten des externen Informationsbedarfs 69
5. Die Notwendigkeit eines Informationsmanagements 71
5.1 Erstellung eines Informationsprofils 73
5.2 Systematische Informationsbeschaffung 74
5.3 Anwenderfreundliche Gestaltung der Informationsversorgung 74
6. Der Aufbau eines unternehmensspezifischen Informationssystems 75
6.1 Planung des Informationssystems 78
6.2 Gestaltung des Informationssystems 80
B. Elektronische Datenbanken als Anbieter unternehmensexterner Daten 85
1. Datenbankeinsatz zur Intensivierung informationeller Prozesse 85
2. Charakteristika von Datenbanken 86
3. Datenbanken versus konventionellen Quellen 87
4. Das Datenbankangebot 90
4.1 Anzahl der Datenbanken weltweit 90
4.2 Datenbanktypen und Informationsarten 94
4.3 Sachschwerpunkte von Datenbanken 95
5. Die Zugriffswege 96
5.1 Der Online-Zugriff 97
5.2 Der Zugriff über Mailbox-Systeme 98
5.3 Der Offline-Zugriff 99
6. Die Übertragungswege 100
6.1 Das Telefonnetz 100
6.2 Das Datex-P-Netz 101
6.3 Das Direktrufnetz 102
6.4 Datenkommunikation über Satelliten 102
6.5 ISDN 103
7. Der Ablauf einer Datenbankrecherche 105
B. Anwendung und Nutzung von Datenbanken 106
C. Die Integration der externen Datenbeschaffung im Unternehmen 107
1. Information und Wirtschaftlichkeit 107
2. Einführungsnotwendigkeits-Analyse 110
2.1. Unterstützung der kritischen Erfolgsfaktoren 111
2.1.1 Das IS-Praxis-Modell 114
2.1.2 Das Nolan, Norton & Company-Modell 115
2.2 Einfluß der externen Datenbeschaffung auf die Wettbewerbslage 116
2.3 Die Medienproduktivität (MP) 117
2.4 Die Funktions-Informationsbedarfsanalyse (FIBA) 120
2.5 Die Multifaktorenrechnung (MFR) 121
2.6 Mathematische Entscheidungsmodelle (MEM) 122
3. Datenbank-Auswahlkriterien 124
3.1 Allgemeine Auswahlkriterien: Die Marktanalyse 125
3.2 Der erste Teil der Feinanalyse: Technische Auswahlkriterien 126
3.3 Der zweite Teil der Feinanalyse: Wirtschaftliche Auswahlkriterien 126
3.3.1 Kostenvergleichsrechnung 127
3.3.2 Gewinnvergleichsrechnung 129
3.3.3 Kosten-Nutzen-Analyse (KNA) 129
4. Die Integration des Informationssystems 140
4.1 Einführungsphase 141
4.2 Anpassungsphase 142
4.3 Vom Informationssystem zum Strategic Information Center 144
4.4 Benutzungsförderungsphase 145
4.4.1 Das Motivationsproblem 145
4.4.2 Schulungsgestaltung 147
D. Die Folgen der Beschaffung unternelunensexterner Daten 149
1. Wirtschaftlichkeit und Effizienz 149
2. Wirtschaftliche Folgen 149
2.1 Der Nutzenaspekt 149
2.2 Der Kostenaspekt 150
3. Organisatorische Folgen 151
3.1 Organisatorische Voraussetzungen 152
3.1.1 Der Benutzer 153
3.1.2 Das IS/SIC 153
3.2. Aufbauorganisation 154
3.2.1 Kompetenzen 155
3.2.2 Führungsstruktur 15 5
3.3 Ablauforganisation 156
3.3.1 Job Enlargement 156
3.3.2 Job Enrichment 157
3.4 Organisationsstrukturen 158
4. Die Abschwächung des Informationslaaradoxons 159
5. Die Zukunftsperspektiven externer Datenbeschaffung 161
TEIL 5 Erfahrungen aus der Nutzung externer Datenbanken 167
1. Das Unternehmen: die CCL Offenburg GmbH 167
2. Einführungsphase der externen Datenabfrage 167
3. Schwierigkeiten beim Ersteinsatz 167
4. Bisherige Ergebnisse der Recherchetätigkeit 168
5. Beispiele der Recherchetätigkeit der CCL Offenburg 169
TEIL 6 Infrastrukturmaßnahmen 171
1. Die sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Systemumstellung 171
2. Lean Production und staatliche Wirtschaftspolitik 174
2.1 Das Kartellgesetz 174
2.2 Differenzierte Infrastrukturgestaltung 174
2.3 Maßnahmen zur Dämpfung der Arbeitslosigkeit 177
3. Banken als Innovationsbremse 178
4. Lean Production und die neue Rolle der Gewerkschaften 179
4.1 Vertrauensverhältnis zwischen Unternehmen und Gewerkschaft 179
4.2 Eine neue Gewerkschaftspolitik 182
5. Motivierende Entlohnungsformen 183
6. Die berufliche Karriereplanung 184
AUSKLANG 187
LITERATURVERZEICHNIS 189

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