Diplomarbeiten


(Fachbereiche): Betriebswirtschaft - Funktional Marketing / Absatzwirtschaft Marketing / Absatzwirtschaft allgemein

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Titel Marketingstrategien unbekannter bildender Künstler
Untertitel
AutorIn Tanja Huard
Seiten 95 Seiten
Hochschule Fachhochschule Darmstadt Deutschland
Art der Arbeit Diplomarbeit
Abgabe 2004
Note 2
Preis 74,00 EUR (inkl. MwSt.)
Bestellnummer 90008699
Sprache Deutsch
Medien Papier / CD
Inhaltsangabe
Gang der Untersuchung:

Kunstmanagement, dessen Teilgebiet das Kunstmarketing ist, hat in den vergangenen zehn Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Dies zeigt sich an der gestiegenen Zahl der Ausbildungsplätze in diesem Bereich, sowie an der Vielzahl von Veröffentlichungen. Obwohl einige Gemeinsamkeiten im Management und der Vermarktung zwischen herkömmlichen Wirtschaftsgütern und Kunstgegenständen bestehen, weist der Bereich der Kunst doch einige Besonderheiten auf. Während der betriebswirtschaftliche Fokus auf konkreten Sachverhalten liegt, zielen beim Kunstmanagement und -marketing die Hauptfunktionen auf die Inhalte ab. Deshalb sind die Konzepte der Betriebswirtschaft nicht ohne weiteres bei Kunst- und Kulturunternehmen anwendbar.

Der immer größer werdende Konkurrenzdruck macht es aber nötig, dass sich Künstler und Kulturunternehmen betriebswirtschaftliche Kenntnisse aneignen. Dies gilt für bereits bekannte, aber im Besonderen für unbekannte bildende Künstler. Die Auseinandersetzung mit dem Kunstmarkt und seinen Vertriebsformen, sowie mit Marketinginstrumenten- und Strategien und ihrer praktischen Umsetzung sind unbedingt notwendig. Selbst- und Zeitmanagement ist für einen freien bildenden Künstler unerlässlich, wenn er mit seiner Kunst Erfolg haben möchte. Für viele Künstler ist es nahezu unmöglich durch den Verkauf ihrer Kunst ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Die meisten müssen Nebenbeschäftigungen in variierenden Bereichen nachgehen um überleben zu können. Damit verbunden ist, dass bildende Künstler, vor allem Künstlerinnen, ihr berufliches Prestige überwiegend als negativ empfinden. Ein weiteres Problem für freischaffende Künstler ist, dass sie oft keinerlei Rücklagen bilden können. Selbst für die Einzahlung eines angemessenen Rentenbeitrages ist das erzielte Einkommen meist zu gering.

Um als bildender Künstler bekannt zu werden, reicht nicht alleine die Ausdruckskraft der Kunstwerke aus. Um Anerkennung zu erreichen und von der Kunst leben zu können, ist harte Arbeit nötig. Die Vorstellung über Nacht berühmt zu werden, entspricht einem Traum. Der Künstler muss die notwendigen Fähigkeiten erwerben, um sich selbst und seine Kunst, zu managen und zu vermarkten. Um dies in die Praxis umzusetzen, benötigt er unter anderem Kenntnisse über relevante Austauschbeziehungen, sowie über die ökonomischen und gesellschaftlichen Gegebenheiten.

Diese Arbeit konzentriert sich im wesentlichen auf unbekannte bildende Künstler, vor allem auf Maler. Der Begriff "unbekannt" bezieht sich hier darauf, dass der Künstler weder am regionalen, noch am internationalen Kunstmarkt bekannt ist. Die meisten unbekannten bildenden Künstler stellen ihrer Werke zunächst nur in eigenständig organisierten Ausstellungen aus und arbeiten noch nicht mit einer Galerie zusammen. Dadurch bleibt die Kunst für sie oft eine Nebenbeschäftigung. Ihren Lebensunterhalt müssen sie mit einer anderen beruflichen Tätigkeit bestreiten. Unbekannte bildende Künstler erstellen ihre Kunstwerke meist aus einer starken inneren Motivation heraus.

Es ist schwierig Literatur zu dem Thema Kunstvermarktung zu finden, da sich nur wenige Bücher mit genau diesem Themenbereich beschäftigen. Es existieren zwar eine Vielzahl von Publikationen zum Thema Kulturmanagement, aber nur eine geringe Anzahl handelt konkret vom Bereich der bildenden Kunst und dem Kunstmarketing. Zu dem Thema Kunstmarketing gibt es zwei Publikationen, die allerdings nur sehr schwer erhältlich sind. Mit den Marketingstrategien für bildende Künstler setzen sich folgende Bücher auseinander: Ein Diskussionspapier mit dem Titel "Marketing für bildende Künstler" von Axel Meyer und Ralf Even (1996, Berlin) und ein Buch von Thorsten Lindenbauer mit dem Titel "Kunstmarketing" (1996, Velten). Weitere Bücher die das Thema beinhalten, aber allgemein den Bereich der Kunst und Kultur umfassen sind: Kultur- und Kunstmarketing von François Colbert (1999, Wien, New York) und Kulturmarketing von Armin Klein (2001, München).

Ausgangspunkt für diese Arbeit war die Formulierung folgender Fragestellungen:

Ist es möglich, Kunst bzw. einen Künstler gezielt zu vermarkten?

Wie kann ein Künstler effizient für seine Kunst und sich selbst werben?

Was kann ein unbekannter bildender Künstler tun, um seine Bilder zu verkaufen?

Wo kann er seine Bilder verkaufen bzw. anbieten?

Wie ist der Kunstmarkt beschaffen?

Welche Vertriebswege für Kunstwerke gibt es?

Welche Möglichkeiten bieten Galerien, Ausstellung und Kunstmessen?

Welche Umsätze werden auf dem Kunstauktionsmarkt erzielt?

Wie ist die finanzielle Situation unbekannter bildender Künstler in Deutschland?

Welche Aufgaben und Ziele werden mit dem Kunstmarketing verfolgt?

Welche Marketingstrategien und -instrumente kann ein Künstler einsetzen?

Wie wichtig ist die Kommunikation?

Nach welchen Kriterien erfolgt die Preisbildung für bildende Kunst?

Welche Möglichkeiten und Potentiale bietet der Kunstmarkt?

Wie kann ein Künstler seinen Bekanntheitsgrad steigern?

Wie wichtig sind Kontakte und wie kommen sie zustande?

Wie kann ein Künstler seine Zielgruppe erkennen, bestimmen und ansprechen?

Welche Chancen hat ein unbekannter bildender Künstler, um von seiner Kunst leben zu können?

In Kapitel 2 dieser Arbeit wird zunächst der Kunstmarkt näher beschrieben. Es werden die Unterschiede zu anderen Wirtschaftsmärkten herausgearbeitet und welche Kunstmarktsektoren, Akteure und Handels- und Vertriebsformen bestehen. Weiter wird die Preisbildung von Kunstwerken der bildenden Kunst und der aktuelle Kunstauktionsmarkt dargestellt.

Anschließend werden in Kapitel 3 die theoretischen Aspekte des Kunstmarketings vorgestellt. Es erfolgt die Abgrenzung des Begriffes "bildende Kunst" zu anderen Künsten, sowie die Erläuterung des traditionellen und künstlerischen Marketingmodells. Weiter werden die Elemente des Marketing-Mix und die Inhalte der Marketingplanung dargelegt. Danach erfolgt in Kapitel 4 die praktische Umsetzung der Marketingstrategien für unbekannte bildende Künstler. Hierzu gehört die Analyse der Ausgangslage, die Zielbestimmung des Künstlers und die praktische Ausgestaltung der Instrumente der Marketingmixtur.

In Kapitel 5 werden die wesentlichen Aspekte dieser Arbeit noch einmal zusammengefasst. Abschließend werden alle für diese Arbeit relevanten Quellen und Publikationen in Kapitel 6 aufgelistet.

Inhaltsverzeichnis:

VORWORT 4
INHALTSVERZEICHNIS 5
ABBILDUNGSVERZEICHNIS 7
1. EINLEITUNG 8
1.1 Fragestellungen 9
1.2 Eingrenzungen 10
2. DER KUNSTMARKT 11
2.1 Der Kunstmarkt im historischen Rückblick 11
2.2 Kunst und Markt 13
2.2.1 Unterschied zu anderen Märkten 13
2.2.2 Kunstmarktsektoren 14
2.3 Struktur des Kunstmarktes 15
2.3.1 Handels- und Vertriebsformen 15
2.4 Akteure im Kunsthandel 16
2.4.1 Künstler 16
2.4.2 Ausstellungen 17
2.4.3 Kunstauktionshäuser 20
2.4.4 Kunsthandelsunternehmen 22
2.4.5 Kunstsammler 23
2.4.6 Sonstige 23
2.5 Preisbildung 23
2.5.1 Bewertungsmerkmale von Kunstwerken 25
2.5.2 Kunstvermittler, Galerien und Kunsthandlungen 25
2.5.3 Preisentwicklung in der bildenden Kunst 2003 26
2.5.4 Kunst als Anlageform 26
2.6 Kunstauktionsmarkt Deutschland 28
2.6.1 Der internationale Kunstauktionsmarkt im Vergleich 29
2.6.2 Markteinflussfaktoren und Marktentwicklung 29
2.6.3 Prognose für den Kunstmarkt 30
3. THEORIE DES KUNSTMARKETING 31
3.1 Begriffsbestimmung und Abgrenzung: Bildende Kunst 31
3.1.2 Bildkunstwerke 33
3.1.3 Erscheinungsformen von Bildkunstwerken 33
3.1.4 Einteilung nach Epochen 35
3.1.5 Unterscheidung nach Produzenten 35
3.2 Marketingtheorie 35
3.2.1 Begriffserklärung 36
3.2.2 Bedürfnisse des Konsumenten 37
3.2.3 Aktionsmöglichkeiten bei wahrgenommenen Bedürfnissen 38
3.2.4 Verhalten der Konsumenten 40
3.2.5 Marktforschung 40
3.2.6 Motive für den Erwerb von Bildender Kunst 41
3.3 Marketingmodelle 42
3.3.1 Traditionelles Marketingmodell 42
3.3.2 Elemente des traditionellen Marketingmodells 43
3.3.2 Marketingmodell für Kultur und Kunst 44
3.3.4 Elemente des Marketingmodells für Kunst- und Kulturunternehmen 45
3.4 Marketing-Mix 46
3.4.1 Produktpolitik 47
3.4.2 Preispolitik 47
3.4.3 Plazierungspolitik 47
3.4.4 Kommunikationspolitik 48
3.4.5 Weitere Einflussfaktoren 48
3.5 Marketingplanung 49
3.5.1 Die Situationsanalyse 49
3.5.2 Marketingziele 50
3.5.3 Marketingstrategie 51
3.6 Besonderheiten des Kunst- und Kulturmarketings 52
4. PRAKTISCHES KUNSTMARKETING 53
4.1 Der Planungsprozess des Marketing 53
4.1.1 Marketing-Management-Prozess 54
4.1.2 Zielvorstellung 56
4.1.3 Mission Statement 57
4.2 Analyse der Ausgangslage 59
4.2.1 Potentialanalyse 59
4.2.2 Zielgruppenanalyse 61
4.2.3 Umfeldanalyse 62
4.2.4 Beschaffungsanalyse 63
4.2.5 Konkurrenzanalyse 64
4.3 Zielbestimmung 65
4.4 Produktmanagement 67
4.5 Preismanagement 68
4.6 Plazierungsmanagement 69
4.6.1 Galerien 69
4.6.2 Kunstmessen und Events 70
4.6.3 Ausstellungen 71
4.7 Kommunikationsmanagement 73
4.7.1 Kontakte 74
4.7.2 Werbung 74
4.7.3 Öffentlichkeitsarbeit 78
4.7.4 Verkaufsförderung 79
4.7.5 Direktmarketing 82
4.7.6 Sponsoring 84
4.8 Sonstige Hilfestellungen 85
4.8.1 Vermarktung durch eine Agentur 85
4.8.2 Organisationen 86
4.9 Kontrolle 87
5. ZUSAMMENFASSUNG 88
6. Quellen- und Literaturverzeichnis 91

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