Diplomarbeiten


(Fachbereiche): Betriebswirtschaft - Branche Tourismus / Fremdenverkehr

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Titel Operative Kennzahlen als Frühwarnsystem im internationalen Hotelmanagement
Untertitel Prioritäten und Aussagefähigkeit im Entscheidungsprozess
AutorIn Nicole Bamberger
Seiten 163 Seiten
Hochschule Hochschule für angewandte Wissenschaften - Fachhochschule München Deutschland
Art der Arbeit Diplomarbeit
Abgabe 2004
Note 1
Preis 74,00 EUR (inkl. MwSt.)
Bestellnummer 91008854
Sprache Deutsch
Medien Papier / CD
Inhaltsangabe
Einleitung:

"Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein (Nagel 1994).

In den 50er und 60er Jahren, als Deutschland als "Wirtschaftswunder" gepriesen wurde, in einer Zeit von hohen Wachstumsraten in der Wirtschaft, gekoppelt mit stabilen politischen Verhältnissen und annähernder Vollbeschäftigung, war der Begriff "Frühwarnung" kein allzu großes Thema. In den kommenden Jahren werden Informationen, Maßstäbe und Orientierungspunkte in der internationalen Hotellerie eine wesentlich größere Rolle spielen, da im Zeitalter des "Chance Managements" immer schnellere Veränderungen wirtschaftlicher, sozialer und technologischer Bedingungen und ein ständig steigender Wettbewerbsdruck herrschen.

Umweltveränderungen, der Markt und die Konkurrenz, die eigene Position im Wettbewerb, der technische Fortschritt, neue Produkte, Gästewünsche, um nur einige Beispiele zu nennen, erfordern ein hohes Maß an Kompetenz, Flexibilität und Dynamik. Größere Chancen im Wettbewerb hat nur der, der schneller und besser als seine Konkurrenz informiert ist. Mehr und mehr Informationen müssen zum richtigen Zeitpunkt bereitgestellt und überwacht werden. Kennzahlen sind daher in der Unternehmenspraxis sehr stark verbreitet und finden als Frühwarnsystem auf der Führungsebene seit langem Verwendung.

Auf einer Liste der 41 bedeutendsten Instrumente im Controlling liegen Kennzahlensysteme sogar auf Platz 7. Um den aktuellen Anforderungen entsprechen zu können, müssen sie jedoch kontinuierlich überprüft und verbessert werden.

Können Kennzahlen tatsächlich frühzeitig Chancen und Risiken erkennen und den Erfolg eines Hotels positiv beeinflussen? Da es Hunderte von möglichen Kennzahlen gibt, muss man sich zunächst die Frage stellen, welche Kennzahlen aus dem "Kennzahlenfriedhof" für die Führung des Hotels maßgebend sind. Dazu wird im empirischen Teil eine Befragung von 36 Hoteldirektoren durchgeführt und ermittelt, über welche Kennzahlen sie momentan verfügen und welche sie davon als aussagefähig bzw. nicht brauchbar erachten. Als Ergebnis wird ein Prioritätensystem aufgestellt. Jedoch ist es schwierig das Hotelmanagement davon zu überzeugen die wenigen wichtigen Kennzahlen aus der Flut von Messgrößen, die derzeit erfasst werden herauszufiltern. Information ist Macht, und nur die wenigsten wollen sich auf einige verdichtete Prozentzahlen oder Gesamtindizes verlassen - sie verlangen detaillierte Zahlen und Informationen.

Obwohl die Hotelbrache aufgrund anhaltender Konsumflaute und fehlender gesamtwirtschaftlicher Belebung nach wie vor unter Druck steht, lassen deren Kennzahlen 2004 einen eindeutigen Aufwärtstrend erkennen. Laut dem Hotelverband Deutschland ist die Zimmerauslastung in den ersten sechs Monaten bundesweit um 5,5% gestiegen, die Zimmerpreise sind um 0,5% zurückgegangen und der RevPar hat sich um 5,9% erhöht.

Kennzahlen gewinnen zunehmend an Bedeutung! Nur durch deren Anwendung können Strategien erfolgreich umgesetzt werden. Sie dienen als Frühwarnsystem, da sie auftretende Abweichungen rechtzeitig erkennen lassen und deren Ursachen ermitteln. Dadurch können Gegensteuerungsmaßnahmen zum Erreichen der festgelegten Ziele rechtzeitig eingeleitet werden. Die Hoteldirektoren benötigen kontinuierlich Informationen durch Kennzahlen, um die Leistung und die momentane Situation des Hotels beurteilen und um Entscheidungen bezüglich der Zukunft des Hotels treffen zu können. Fundierte unternehmerische Entscheidungen ohne aussagefähige Informationsbeschaffung und -auswertung sind im modernen, internationalen Hotelmanagement nicht mehr möglich.

Gang der Untersuchung:

Bei Kennzahlen denkt jeder sofort an die Zahlen der Bilanzanalyse. In dieser Arbeit wird jedoch auf die operativen Kennzahlen eingegangen, d.h. Zahlen aus den Bereichen Logis, Food & Beverage und Personal.

Zu Beginn der Arbeit wird mittels Begriffserklärungen auf das Thema hingeführt und auf die Darstellung von Frühwarnsystemen eingegangen. Darauf folgen eine Charakterisierung von Kennzahlen und eine Darstellung der unterschiedlichen Kennzahlensysteme. Im Anschluss daran erfolgt die Zwecksetzung von Kennzahlensystemen, die Planungsrechnung mit Kennzahlen und die Kennzahlenauswertung.

Anschließend werden Kennzahlen für die drei Bereiche Logis, Food & Beverage und Personal für das Hotelmanagement aufgeführt und erläutert. Bei der Vorstellung der Kennzahlen wird nach folgendem Schema vorgegangen: Berechnung und Erläuterung: Die Formel zur Berechnung der Kennzahlen wird gezeigt, wobei weitere Erläuterungen zur Berechnung folgen. Es wird dargelegt, wozu die Kennzahlen benötigt werden. Die Kennzahlen werden interpretiert, auf Problem- und Fragestellungen eingegangen und Hintergründe beleuchtet.

Darauf folgt ein empirischer Teil, der eine Auswertung von Interviews und Fragebögen darstellt. Es wurden dazu 36 Hoteldirektoren internationaler Hotels in Deutschland befragt. In den Gesprächen wurden zahlreiche, hauptsächlich offene Fragen zum Thema Kennzahlen besprochen, um eine möglichst genaue Einstellung zu diesem Thema zu erfassen. Aufgrund der geringen Resonanz in München wurden auch einige Interviews deutschlandweit durchgeführt und ein Fragebogen per E-Mail an 417 Hotels versandt, wobei jedoch nur 22 Rückläufe zu verzeichnen waren.

Abschließend werden eine Zusammenfassung und ein Ausblick gegeben. Empfehlungen für die Praxis werden mit Hilfe eines Leitfadens aufgeführt, anhand dessen die Hoteldirektoren und Abteilungsleiter ihre Kennzahlensysteme selbst beurteilen können.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis II
Abbildungsverzeichnis V
Abkürzungsverzeichnis VII
1. EINFÜHRUNG 1
1.1 PROBLEMSTELLUNG UND ZIEL DER ARBEIT 1
1.2 BEGRIFFSERKLÄRUNGEN 2
1.2.1 Frühwarnsystem 2
1.2.2 Kennzahlen 3
1.3 VORGEHENSWEISE UND GEDANKENFLUSSPLAN 3
2. FRÜHWARNSYSTEME ALS INSTRUMENT DES CONTROLLING ZUR ANALYSE UND PROGNOSE VON ENTWICKLUNGEN IM HOTEL 6
2.1 UNTERSCHEIDUNG WESENTLICHER BEGRIFFE 6
2.2 HISTORISCHE ENTWICKLUNG DER FRÜHWARNUNG 7
2.2.1 Kennzahlen und hochrechnungsorientierte Früherkennung 7
2.2.2 Indikatororientierte Früherkennung 7
2.2.3 Strategische Frühaufklärung 7
2.2.4 Vernetzung der Indikatoren und schwachen Signale 8
2.3 FRÜHERKENNUNG AUF BASIS VON KENNZAHLEN 8
2.4 AUFBAU UND AUSGESTALTUNG VON FRÜHWARNSYSTEMEN 10
2.5 AUFGABEN VON FRÜHWARNSYSTEMEN 10
3. CHARAKTERISTIK VON KENNZAHLEN 12
3.1 ARTEN VON KENNZAHLEN 12
3.1.1 Einteilung nach statistischen Gesichtspunkten 12
3.1.2 Einteilung nach der Informationskategorie 13
3.1.3 Einteilung nach dem betriebswirtschaftlichem Inhalt 14
3.1.4 Einteilung nach der Herkunft der Kennzahlen 14
3.2 FUNKTIONEN VON KENNZAHLEN 15
3.3 GRENZEN UND GEFAHREN DES KENNZAHLENEINSATZES IN DER INTERNATIONALEN HOTELLERIE 17
3.4 AUSSAGEFÄHIGKEIT EINER KENNZAHLENANALYSE IN DER HOTELLERIE 22
4. KENNZAHLENSYSTEME IN DER INTERNATIONALEN HOTELLERIE 24
4.1 MONETÄRE KENNZAHLENSYSTEME 24
4.1.1 DuPont System of Financial Control 24
4.1.2 ZVEI-Kennzahlensystem 27
4.1.3 Rentabilitäts- und Liquiditäts-Kennzahlensystem 29
4.2 STRATEGISCHE KENNZAHLENSYSTEME 32
4.2.1 Balanced Scorecard 32
4.2.2 PIMS 38
4.2.3 Benchmarking 41
5. ZWECKSETZUNG VON KENNZAHLENSYSTEMEN 48
5.1 FÜHRUNGSINSTRUMENT 48
5.2 ANALYSEINSTRUMENT 48
5.3 INSTRUMENT ZUR PLANUNG, STEUERUNG UND KONTROLLE 49
5.4 INFORMATIONSINSTRUMENT 49
6. PLANUNGSRECHNUNG MIT KENNZAHLEN 50
6.1 KENNZAHLENEINSATZ IM KLEINEN UND GROßEN KONTROLLKREISLAUF 50
6.2 AUFGABEN BEI DER BUDGETIERUNG 51
6.3 MANAGEMENTINFORMATIONSSYSTEM 52
7. KENNZAHLENAUSWERTUNG 54
7.1 KENNZAHLENERMITTLUNG 54
7.2 KENNZAHLENDARSTELLUNG 55
7.3 ZEITVERGLEICH 56
7.4 SOLL-IST-VERGLEICH 57
7.5 EXTERNER KENNZAHLENVERGLEICH 58
7.6 KENNZAHLENBEURTEILUNG 59
7.7 URSACHENANALYSE 60
7.8 KENNZAHLENVORGABE 61
8. KENNZAHLEN FÜR DAS HOTELMANAGEMENT 62
8.1 OPERATIVE KENNZAHLEN FÜR DAS LOGIS 62
8.2 OPERATIVE KENNZAHLEN FÜR DAS F&B 75
8.3 PERSONAL-KENNZAHLEN 84
9. EMPIRISCHE ÜBERPRÜFUNG DES EINSATZES DER KENNZAHLEN IN DER INTERNATIONALEN HOTELLERIE 96
9.1 ZIEL UND VORGEHENSWEISE DER UNTERSUCHUNG 96
9.2 DURCHGEFÜHRTE ERHEBUNGSMETHODE 96
9.2.1 Umfang der Befragung 96
9.2.2 Durchführung der Befragung 97
9.2.3 Konzeption des Fragebogens 98
9.3 DARSTELLUNG UND KRITISCHE BEURTEILUNG DER ERGEBNISSE DER BEFRAGUNG 98
10. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK 123
10.1 ZUKUNFTSCHANCEN DER KENNZAHLEN IN DER HOTELLERIE 123
10.1.1 Empfehlungen für die Praxis 123
10.1.2 Einführung bzw. Verbesserung eines erfolgreichen Kennzahlensystems 125
10.2 SCHLUSSBEMERKUNG 128
Anhang 130
Quellen- und Literaturhinweise 134
Literaturverzeichnis 145
Ehrenwörtliche Erklärung 155

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