Diplomarbeiten


(Fachbereiche): Betriebswirtschaft - Funktional Außenwirtschaft / Außenhandel China

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Titel Management-Entscheidungen in deutsch-chinesischen Joint Ventures
Untertitel
AutorIn Siamak Mohtachemi
Seiten 143 Seiten
Hochschule Freie Universität Berlin Deutschland
Art der Arbeit Diplomarbeit
Abgabe 2005
Note 2
Preis 48,00 EUR (inkl. MwSt.)
Bestellnummer 90008902
Sprache Deutsch
Medien Papier / CD
Inhaltsangabe
Einleitung:

"Wenn China erwacht, erbebt die Welt" ( Napoleon).

Diese Prophezeiung könnte heute erfüllt sein. Die VR China gehört inzwischen nicht nur zu den größten, sondern auch zu den dynamischsten und attraktivsten Wirtschaftsmärkten der Welt. Schon jetzt übertrifft China seine asiatischen Nachbarländer bei weitem, wenn es um Wachstum und Wirtschaftskraft geht. Seit dem Beginn der Reform- und Öffnungspolitik 1978 und dem WTO-Beitritt 2001 hat die VR China seine Tore für viele internationale Unternehmen geöffnet und sich somit zu einem zentralen Wachstumsmarkt im asiatischen Raum entwickelt.

Mit ca. 1,3 Milliarden Menschen ist das Reich der Mitte das bevölkerungsreichste Land der Erde. Die Bedürfnisse von 1,3 Milliarden Menschen sind mit nationalen Ressourcen allein nicht zu befriedigen. Insofern ist China auch aus diesem Grund für Investitionen internationaler Unternehmen ausgesprochen attraktiv. Hinzu kommen die großen bevorstehenden Ereignisse wie die Olympischen Spiele 2008 in Peking und die Weltausstellung 2010 in Shanghai, die zunehmend Milliardenprojekte wahrscheinlich machen und weiterhin zu einem schnell wachsenden Volumen ausländischer Investitionen führen. Nur wer in China besteht, kann langfristig auf dem Weltmarkt gewinnen - eine Formel, die für internationale Firmen in der nahen Zukunft schon Gültigkeit erlangen könnte.

Auch deutsche Unternehmen sind ohne den Erfolg auf dem chinesischen Markt nicht mehr überlebensfähig, obwohl der bilaterale Handel zwischen Deutschland und der VR China seit Beginn der Öffnungspolitik stark zugenommen hat. Deutschland ist zurzeit der größte europäische Handelspartner Chinas und ermöglicht somit seinen Unternehmen eine gute Ausgangsposition für zukünftige Investitionsaufträge. So verkündete Staatspräsident Hu Jintao in einer Sonderausgabe der Wirtschaftswoche (2004): Im Mai 2004 haben beide Länder eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht, worin sie ankündigten, im Rahmen der allseitigen strategischen Partnerschaft zwischen China und der Europäischen Union eine Partnerschaft in globaler Verantwortung aufzubauen. Eine zunehmende Zahl deutscher Unternehmen hat die Formen der Kooperationen und Joint Ventures als Markteintrittsinstrument gewählt.

Diese deutsch-chinesische Zusammenarbeit ist jedoch keine reine Erfolgsgeschichte. Viele solcher Kooperationsverhältnisse sind gescheitert. Der Grund liegt nach zahlreichen Studien und der praktischen Erfahrung von deutschen Unternehmen, neben einer hohen Wettbewerbsintensität und der Rechtsunsicherheit, in den unterschiedlichen kulturellen Prägungen der Kooperationspartner. Die Anzahl und die Variabilität interkultureller Kontakte zu fremden Kulturen und Ländern nimmt bei Fusionen und Joint Ventures ständig zu, was zu einem Wandel des Anforderungsprofiles an die betroffenen Manager führt.

Neben den weiterhin bestehenden klassischen Aufgabengebieten sind sie nun gezwungen, sich mit grenzüberschreitenden, kulturellen Unterschieden im Management auseinander zusetzen. Es sind gerade die sogenannten weichen Faktoren wie kulturelle Anpassung und kultureller Informationsaustausch zwischen chinesischen und deutschen Joint Venture Managern, die immer öfter dazu führen, dass Verhandlungsgespräche letztlich scheitern.

Günther (1993) beschreibt dieses Dilemma sehr treffend und sagt: Die anfängliche Begeisterung westlicher Geschäftsleute über eine mögliche Erschließung des neuen Markts China nahm nicht selten rapide ab, sobald die ersten Verhandlungsgespräche mit chinesischen Geschäftspartnerinnen angelaufen waren. Soziokulturelle Diskrepanzen, wie beispielsweise unterschiedliche Formen und Auffassungen von Höflichkeit, divergierende Interaktionsformen sowie verschiedene Gesprächs - und Führungsstile beeinträchtigen und beendeten allzu schnell die wirtschaftlichen Hoffnungen und Träume.

Die Kenntnis der chinesischen Kultur und Geschäftsmentalität ist unter diesen Vorzeichen ein kaum zu überschätzender Erfolgsfaktor. Wer den Umgang mit chinesischen Joint Venture Partnern beherrscht, ist im Vorteil. So heißt es schon bei Sunzi: "Wer sich selbst und seinen Gegner gut kennt, kann hundert Schlachten gewinnen".

Inhaltsverzeichnis:

ZUSAMMENFASSUNG III
INHALT IV
TABELLENVERZEICHNIS VIII
ABBILDUNGSVERZEICHNIS IX
ABKÜRZUNGEN X
1. EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG 1
1.1 Zielsetzung 4
1.2 Aufbau 5
2. GRUNDLAGEN DES INTERKULTURELLEN MANAGEMENTS 6
2.1 Vorbemerkung 6
2.2 Problembereich 6
2.3 Der Begriff Interkulturelles Management 8
2.4 Interkulturelles Management als Wettbewerbsfaktor multinationaler Unternehmungen 10
2.5 Das Aufgabengebiet des Interkulturellen Managements 10
2.6 Kulturfaktor als Einfluss des Interkulturellen Managements 12
2.6.1 Der Begriff der Kultur 12
2.6.2 Kulturdimensionen nach Hofstede 14
2.7 Interkulturelle Kommunikation 18
2.7.1 Was bedeutet "Kommunikation"? 19
2.7.2 Was bedeutet dann eigentlich "Interkulturelle Kommunikation"? 19
2.8 Interkulturelle Kompetenz 22
2.8.1 Die Bedeutung interkultureller Kompetenz im Kontext von Managementhandlungen 23
2.8.2 Der Begriff interkulturelle Kompetenz 23
2.9 Interkulturelle Personalführung 26
2.9.1 Maslows Modell der Bedürfnishierarchie 27
2.9.2 Das Schichtenmodell von Dülfer 28
3. INTERKULTURELLES MANAGEMENT IN CHINA 30
3.1 Vorbemerkung 30
3.2 Die chinesische Kultur 32
3.2.1 Konfuzianismus 33
3.2.2 Einhaltung der fünf Beziehungen als Basis der gesellschaftlichen Stabilität 34
3.2.3 Taoismus 37
3.3 Das Streben nach Harmonie 39
3.4 Das Gesicht bewahren 40
3.5 Guanxi 46
3.6 Hierarchiedenken 50
3.7 Gruppenverhalten 51
3.8 Mitarbeiterführung 52
3.9 Motivationsmanagmet 53
3.10 Zeitliche Vorstellungen 56
3.11 Verhandlungsführung und Verhandlungsablauf 58
3.11.1 Kommunikationsebenen 65
3.11.2 Verhandlungstaktiken 71
3.11.3 Die 36 Strategeme 73
3.12 Entscheidungsfindung 75
4. DEUTSCH-CHINESISCHE JOINT-VENTURES 79
4.1 Vorbemerkung 79
4.2 Deutsch-chinesische Wirtschaftsbeziehungen 80
4.3 Joint Venture als spezielle Markteintrittsform für China 82
4.4 Chinesische und deutsche Kulturelemente im Vergleich 84
4.4.1 Machtdistanz 85
4.4.2 Individualismus versus Kollektivismus 86
4.4.3 Maskulinität versus Feminität 87
4.4.4 Unsicherheitsvermeidung 88
4.4.5 Konfuzianische Dynamik 89
4.5 Kommunikation deutsch-chinesischer Joint Venture Partner 90
4.6 Probleme bei der Mitarbeiterführung 98
4.7 Unterschiedliche Auffassungen von Management 103
5. LÖSUNGSPERSPEKTIVEN 107
5.1 Vorbemerkung 107
5.2 Formen interkulturellen Trainings nach Bittner & Reisch 108
5.3 Darstellung interkultureller Seminare in der Praxis 109
6. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK 112
7. LITERATUR 115
8. ANHANG 130

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