Diplomarbeiten


(Fachbereiche): Betriebswirtschaft - Funktional Recht der Wirtschaft Rechtsform

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Titel Die Betriebsaufspaltung nach der Unternehmenssteuerreform 2001
Untertitel
AutorIn Uwe Meng
Seiten 93 Seiten
Hochschule Universität Osnabrück Deutschland
Art der Arbeit Diplomarbeit
Abgabe 2001
Note 2,7
Preis 58,00 EUR (inkl. MwSt.)
Bestellnummer 90009208
Sprache Deutsch
Medien Papier / CD
Inhaltsangabe
Einleitung:

Das Modell der Betriebsaufspaltung hat eine lange historische Entwicklung hinter sich. Bereits der Reichsfinanzhof hatte sich in den zwanziger Jahren mit dieser Form der Unternehmensaufspaltung zu beschäftigen. Im Laufe der folgenden Jahrzehnte ist sie für kleine und mittelständische Unternehmen aufgrund der einfachen Handhabbarkeit zu einer beliebten Gestaltungsform avanciert. Dabei liegen die Vorzüge dieses Konstruktes nicht nur im steuerlichen Bereich. Es gibt auch vorteilhafte Gestaltungsaspekte, die sich aus dem Gesellschaftsrecht, und somit aus nicht primär monetären Größen ergeben. Hierbei spielen insbesondere haftungsrechtliche Überlegungen eine wichtige Rolle.

Die komplexeren Problemstellungen in Verbindung mit einer Betriebsaufspaltung liegen allerdings nicht im gesellschaftsrechtlichen Bereich, sondern auf dem Gebiet der steuerlichen Auseinandersetzung mit dieser Systematik. Da sich die Gestaltungsform der Betriebsaufspaltung aufgrund fehlender gesetzlicher Regelungen nicht ohne weiteres in die steuerlichen Normen einfügt, bedarf es immer wieder einer umfangreichen und vieldiskutierten richterlichen Rechtsprechung, aus letztlich die steuerliche Betriebaufspaltung entstammt. Die Gründe für die fehlende Einordnung liegen in den umfangreichen Gestaltungsmöglichkeiten. Daraus folgt die Notwendigkeit der Auseinandersetzung mit den anzuwendenden Besteuerungsgrundsätzen. Ertragsteuerlich stehen dabei im besonderen die Gewerbesteuer, aber auch einkommen- und körperschaftsteuerliche Aspekte im Vordergrund.

Trotz kontinuierlicher Änderungen der steuerlichen Rahmenbedingungen, bei denen die Betriebsaufspaltung immer mehr an Vorteilen einbüßte, halten Unternehmen nach wie vor an der Systematik der Betriebsaufspaltung fest. Dies lässt vermuten, dass die Reduzierung steuerlicher Privilegien bisher nicht die anderweitigen gesellschaftsrechtlichen Vorteile aufzuwiegen vermocht hatte.

Durch die Unternehmenssteuerreform 2001 haben sich die Regelungen zur Besteuerung grundlegend verändert. Dies trifft durch die Abschaffung des körperschaftssteuerlichen Anrechnungsverfahrens und Einführung des Halbeinkünfteverfahrens speziell Kapitalgesellschaften und deren Anteilseigner. Ebenso muss die Möglichkeit der Gewerbesteueranrechnung auf die Einkommensteuer der Personengesellschafter im Rahmen der Beurteilung einer Betriebsaufspaltung untersucht werden. Ferner können Vermögensgegenstände nur noch in den gesetzlich explizit aufgeführten Fällen zum Buchwert übertragen werden. Die Aufdeckung stiller Reserven stellt daraufhin einen weiteren relevanten Untersuchungsgegenstand dar. Die Gesamtheit dieser Aspekte führt zu maßgeblichen Änderungen der Besteuerung der beteiligten Gesellschaften an einer Betriebsaufspaltung und deren Gesellschaftern.

Der Gegenstand dieser Arbeit soll zum einen die Auseinandersetzung mit den bereits festgelegten Anwendungsvorschriften sein, die in erster Linie auf den Finanzverwaltungsurteilen beruhen, zum anderen werden die steuersystematischen Grundlagen und die belastungsrelevanten Folgen der Unternehmenssteuerreform 2001 für die Betriebsaufspaltung erläutert. Auf diese Weise wird ein umfassender Überblick über den aktuellen Stand dieses Modells gegeben.

Im folgenden sollen als Basis zunächst die gesellschaftsrechtlichen Erscheinungsformen mit den zugrundeliegenden Vorteilhaftigkeitsüberlegungen dargestellt werden. Danach werden die umfangreichen steuerlichen Anwendungsvorschriften für die Betriebsaufspaltung kritisch beleuchtet. Diese Erläuterung der Vorschriften erfolgt insbesondere unter Berücksichtigung der Neuregelungen durch die Unternehmenssteuerreform.

Abschließend sollen anhand eines Zahlenbeispiels die grundlegenden Effekte der Unternehmenssteuerreform 2001 auf die steuerlichen Belastungen der Betriebsaufspaltung erläutert werden. Hieraus soll ein Rückschluss auf die weitere Fortentwicklung der Betriebsaufspaltung unter steuerlichen Gesichtspunkten gezogen werden.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis IV
Abbildungsverzeichnis VII
Tabellenverzeichnis VIII
1. Einleitung 1
2. Gesellschaftsrechtliche Grundlagen 2
2.1 Definition der Betriebsaufspaltung 2
2.2 Erscheinungsformen der Betriebsaufspaltung 3
2.2.1 Echte und unechte Betriebsaufspaltung 3
2.2.2 Eigentliche und umgekehrte Betriebsaufspaltung 5
2.2.3 Die Wahl der Rechtsformen 5
2.2.3.1 Allgemeine Ausgestaltungsaspekte 5
2.2.3.2 Die Kombination von Personen- und Kapitalgesellschaft 6
2.2.3.3 Die Kombination von Kapitalgesellschaften 7
2.2.3.4 Die Kombination von Personengesellschaften 8
2.3 Beweggründe für die Betriebsaufspaltung 9
2.3.1 Haftungsfragen 9
2.3.2 Die Unternehmensfortführung 11
2.3.3 Steuerliche Überlegungen 11
2.3.4 Weitere Vorteilhaftigkeitsüberlegungen 14
2.4 Rechtliche Beziehungen zwischen Besitz- und Betriebsgesellschaft 14
3. Die Betriebsaufspaltung im Steuerrecht 16
3.1 Die Betriebsaufspaltung als Rechtsinstitut 16
3.1.1 Entwicklung der Rechtsprechung 16
3.1.2 Umqualifizierung der Einkünfte 17
3.2 Voraussetzungen der steuerlichen Anerkennung 19
3.2.1 Die sachliche Verflechtung 19
3.2.1.1 Die Wesentliche Betriebsgrundlage 19
3.2.1.2 Formen der wesentlichen Betriebsgrundlage 20
3.2.1.3 Die Nutzungsüberlassung 21
3.2.2 Die personelle Verflechtung 24
3.2.2.1 Der einheitliche geschäftliche Betätigungswille 24
3.2.2.2 Beherrschungserfordernisse 25
3.2.2.3 Beurteilung von Angehörigenverhältnissen 29
3.2.2.3.1 Ehegattenanteile 29
3.2.2.3.2 Das Wiesbadener Modell 31
3.2.2.3.3 Anteile minderjähriger Kinder und sonstiger Angehöriger 32
3.3 Begründung der Betriebsaufspaltung 33
3.3.1 Behandlung der stillen Reserven beim Aufspaltungsprozess 33
3.3.2 Umsatzsteuerpflicht des Aufspaltungsprozesses 36
3.3.2.1 Der umsatzsteuerliche Leistungsaustausch 36
3.3.2.2 Die umsatzsteuerliche Organschaft 37
3.4 Die laufende Besteuerung 38
3.4.1 Das Betriebsvermögen 38
3.4.1.1 Der Begriff des Betriebsvermögens 38
3.4.1.2 Betriebsvermögen des Besitzunternehmens als Einzelunternehmen 40
3.4.1.3 Betriebsvermögen der Besitzpersonengesellschaft 41
3.4.1.4 Zuordnung der Abschreibungsbefugnisse 43
3.4.1.5 Korrespondierende Bilanzierung 44
3.4.2 Körperschaftsteuer und Einkommensteuer 45
3.4.2.1 Die Gewinnermittlung 45
3.4.2.1.1 Verdeckte Einlagen 46
3.4.2.1.2 Gewinnausschüttungen 47
3.4.2.2 Besteuerung einer Kapitalgesellschaft und ihrer Anteilseigner 49
3.4.2.3 Besteuerung eines Einzelunternehmens und einer Personengesellschaft 52
3.4.2.4 Die körperschaftsteuerliche Organschaft 53
3.4.3 Gewerbesteuer 55
3.4.3.1 Die Gewerbesteuerpflicht 55
3.4.3.2 Ermittlung des Gewerbeertrages 55
3.4.3.2.1 Grundlage für Hinzurechnungen und Kürzungen 55
3.4.3.2.2 Hinzurechnungen nach § 8 GewStG 56
3.4.3.2.3 Kürzungen nach § 9 GewStG 58
3.4.3.3 Verlustabzug 59
3.4.3.4 Die gewerbesteuerliche Organschaft 60
3.4.4 Umsatzsteuer 61
3.4.5 Die steuerliche Beurteilung der mitunternehmerischen Betriebsaufspaltung 62
3.5 Beendigung der Betriebsaufspaltung 64
3.5.1 Wegfall der steuerlichen Voraussetzungen 64
3.5.1.1 Einflussnahme der Steuerpflichtigen 64
3.5.1.2 Wegfall der sachlichen Verflechtung 64
3.5.1.3 Wegfall der personellen Verflechtung 65
3.5.1.4 Eröffnung des Insolvenzverfahrens 65
3.5.2 Betriebsunterbrechung und Betriebsaufgabe 66
3.6 Die Steuerbelastung der Betriebsaufspaltung 69
3.6.1 Ausgangspunkt der Analyse 69
3.6.2 Ergebnisse des Grundfalls 71
3.6.3 Auswirkungen der Variationen des Grundfalls 72
3.7 Einzelfallabhängige Ausgestaltungsaspekte 74
4. Schlussbetrachtung 75
Anhang 77
Literaturverzeichnis 79
Rechtsquellenverzeichnis 84

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