Diplomarbeiten


(Fachbereiche): Volkswirtschaft Wirtschaftspolitik / Sozialpolitik

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Titel Quantifizierung der Wirkungen regionalpolitischer Instrumente: Methoden und Ergebnisse
Untertitel
AutorIn Hanno Weerts
Seiten 81 Seiten
Hochschule Christian-Albrechts-Universität zu Kiel Deutschland
Art der Arbeit Diplomarbeit
Abgabe 2005
Note 2,3
Preis 98,00 EUR (inkl. MwSt.)
Bestellnummer 95009259
Sprache Deutsch
Medien Papier / CD
Inhaltsangabe
Zusammenfassung:

Maßnahmen der Regionalpolitik wie Investitionsförderung, Ausbau einer wirtschaftsnahen Infrastruktur und Produktionssubventionen sind aus dem Baukasten moderner Wirtschaftspolitik kaum noch wegzudenken. Allein die Europäische Union gibt in der Förderperiode von 2000 bis 2006 jährlich im Schnitt 35,5 Mrd. Euro und damit 34 % ihres Gesamthaushaltes für Projekte mit regionalpolitischem Hintergrund aus. Angesichts solcher finanziellen Volumina ist eine genaue Untersuchung der Wirkungen von regionalpolitischen Instrumenten unabdingbar. Ziel dieser Arbeit ist es, die bekanntesten wissenschaftlichen Methoden zur Quantifizierung der Effekte regionalpolitischer Maßnahmen darzustellen, die Ergebnisse zu präsentieren und die Methoden einer kritischen Bewertung zu unterziehen.

Ausgehend von einer kurzen Einleitung in Fragestellung, Aufbau und Methodik der Arbeit werden prägnant zentrale Begriffe erklärt. Hierbei gilt es besonders, die Regionalpolitik als Begriff abzugrenzen, wie auch die verschiedenen Instrumente der deutschen und europäischen Regionalpolitik zu beschreiben.

Von zentraler Bedeutung für den weiteren Untersuchungsgang ist es, die Wirkungskontrolle als einen Teil der Erfolgskontrolle darzustellen. Die Wirkungskontrolle meint dabei eine Abbildung der Veränderungen, welche durch eine bestimmte regionalpolitische Maßnahme ausgelöst werden. Hier zeigt sich eine klare Abgrenzung zu weiteren Analysemethoden, welche lediglich die Wirtschaftlichkeit oder den Vollzug von Wirtschaftspolitiken untersuchen.

Die Quantifizierung der Wirkungen bildet dabei den Kern der weiteren Analyse und erlaubt es, anhand ökonomischer Modellierung den Wirkungsgrad eines regionalpolitischen Instruments in Zahlen zu benennen. Es soll dargestellt werden, welche Wirkung Regionalpolitik auf die üblichen Zielvariablen Bruttoinlandsprodukt, Beschäftigung, Investitionen, aber auch den Konsum, das Preisniveau und die Bilanz der öffentlichen Haushalte zeigt. Hier gilt es, die Wirkungen regionalpolitischer Maßnahmen von weiteren Einflussvariablen zu isolieren. Dies führt zu einer eindeutigen Aussage, was die Regionalpolitik bewirkt hat und wie der Zustand mit der regionalpolitischen Maßnahme von dem ohne Regionalpolitik abweicht.

Die Methoden können in Fallstudien, Partialanalytische und Totalanalytische Modelle unterschieden werden. Bei der Totalanalyse wird besonders auf die Berechenbare Allgemeine Gleichgewichtsanalyse, oder im Englischen Computable General Equilibrium Model (CGE), eingegangen. Diese erfreut sich in der ökonomischen Modellbildung immer größerer Beliebtheit. Als bekannteste Methode zur Quantifizierung der bundesdeutschen regionalpolitischen Anstrengungen wird das Münsteraner Modell eingehender beleuchtet. Hier stehen Investitionsanreize und die damit einhergehende Absenkung der Kapitalnutzungskosten in den Förderregionen der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW) im Vordergrund. Auf der Ebene der Europäischen Union spielen die Modelle HERMIN, QUEST II und die Input-Output Analyse eine gewichtige Rolle. Auch diese Methoden werden mit ihren Ergebnissen eingehend vorgestellt und einer kritischen Betrachtung unterzogen.

Bei der Analyse der Methoden zeigt sich, dass der Wirkungsgrad von Regionalpolitik mitunter vom jeweiligen Modellierungsansatz abhängt. Letztlich überwiegen positive Effekte, doch zeichnet sich kein uneingeschränkt positives Bild der Lage. Besonders bei der Zielvariablen Beschäftigung offenbaren sich immer wieder negative Auswirkungen der Regionalpolitik.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis I
Tabellenverzeichnis II
Abkürzungsverzeichnis IV
1. Einleitung 1
2. Begriff und Ziele der Regionalpolitik 1
3. Darstellung regionalpolitischer Instrumente 3
3.1 Die Grundzüge deutscher Regionalpolitik 3
3.2 Die gemeinschaftliche Regionalpolitik der Europäischen Union 4
4. Zur Kontrolle der Wirkungen von Regionalpolitik 5
4.1 Möglichkeiten der Erfolgskontrolle von regionalpolitischen Maßnahmen 5
4.2 Quantifizierung der Wirkungen von Regionalpolitik als Kern der Analyse 6
5. Das Münsteraner Modell 8
5.1 Der Modellaufbau 9
5.1.1 Output und technische Effizienz 11
5.1.2 Kapitalnutzungskosten 13
5.1.3 Empirische Schätzung 14
5.2 Darstellung der Ergebnisse 15
5.3 Kritische Würdigung 17
5.4 Ausländische Adaptionen des Ansatzes 20
6. Das HERMIN Modell 21
6.1 Der Modellaufbau 21
6.2 CSF im HERMIN Modell 26
6.2.1 Modellierung der CSF Infrastrukturausgaben 28
6.2.2 Modellierung der CSF Humankapitalausgaben 29
6.2.3 Kostenseite 29
6.3 Darstellung der Ergebnisse 30
6.4 Kritische Würdigung 32
7. Das QUEST II Modell der Europäischen Kommission 33
7.1 Der Modellaufbau 34
7.2 Darstellung der Ergebnisse und Vergleich mit den HERMIN Resultaten 39
7.3 Kritische Würdigung 41
8. Die Input-Output Analyse 43
8.1 Die Grundzüge des Modells 43
8.2 Ergebnisse und Kritik 44
9. Ein Berechenbares Allgemeines Gleichgewichtsmodell von Venables, Gasiorek (1999) 46
9.1 Der Modellaufbau 46
9.2 Darstellung der Ergebnisse 50
9.3 Kritische Würdigung 53
10. Weitere Quantifizierungen allgemeiner Gleichgewichtseffekte 55
11. Zusammenfassung und Schlussbetrachtung 56
Anhang 58
Literaturverzeichnis 85

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