Diplomarbeiten


(Fachbereiche): Betriebswirtschaft - Funktional Organisation Gruppen / Teamarbeit

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Titel Nicht-hierarchische Koordination von Gruppen unter Berücksichtigung der Interdependenzproblematik
Untertitel
AutorIn Ralf Bürkle
Seiten 100 Seiten
Hochschule Johannes Gutenberg-Universität Mainz Deutschland
Art der Arbeit Diplomarbeit
Abgabe 1998
Note 1,5
Preis 38,00 EUR (inkl. MwSt.)
Bestellnummer 90000972
Sprache Deutsch
Medien Papier / CD
Inhaltsangabe
Problemstellung:

Im Zuge der Diskussion um Schlagworte wie "Lean Management" "flache Hierarchien" "Dezentralisierung", "Gruppen- und Teamarbeit" oder "Schnittstellen-Management" ist die Koordinationsproblematik in der betriebswirtschaftlichen Forschung und in der unterneh-merischen Praxis zu einem zentralen Thema geworden. Immer häufiger werden vertikale, streng hierarchische Abstimmungsmechanismen, in denen Instanzen ihnen nachgeordneten Organisationsmitgliedern Verhaltensnormen bei bestimmten Handlungen und Entscheidungen vorgeben und gegebenenfalls regulierend in Konflikte eingreifen, in Frage gestellt und ihre völlige Ablösung oder teilweise Ergänzung durch horizontale, nicht-hierarchische Koordinationssysteme gefordert.

Auffallend ist, daß trotz der Aktualität des Themas in der wissenschaftlichen wie in der praxisbezogenen Literatur eine umfassende und einheitliche Definition von dem, was unter nicht-hierarchischen Koordinationsformen zu verstehen ist, fehlt. Die existierenden Publikationen sind uneinheitlich und mitunter sogar widersprüchlich.

Die Arbeit versucht, diese Lücke zumindest ansatzweise zu schließen. Nach einer ausführlichen theoretischen Betrachtung der zentralen Begriffe der Fragestellung werden intensiv die Möglichkeiten und Grenzen hierarchischer Koordinationsmechanismen diskutiert und anschließend alternative, ganz oder teilweise nicht nicht-hierarchische Abstimmungsformen kategorisiert und dargestellt. Eine detaillierte Vorstellung und Beurteilung von verschie-denen Möglichkeiten der Gruppen- und Teamarbeit, von Gremien, Netzwerken sowie internen Märkten als organisatorische Ansätze nicht-hierarchischer Koordination bilden einen weiteren Schwerpunkt der Arbeit.

Die 95 Seiten umfassende Diplomarbeit entstand im Frühjahr 1998 am Lehrstuhl für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Organisation (Univ.-Prof. Dr. Rolf Bronner) der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und wurde mit der Prädikatsnote "sehr gut" (1,5) bewertet.

Inhaltsverzeichnis:

Verzeichnis der Abbildungen 5
Verzeichnis der Abkürzungen 6
1. Einleitung 7
1.1. Problemstellung 7
1.2. Aufbau der Arbeit 8
2. Gruppen als Erkenntnisobjekt verhaltenswissenschaftlicher Forschung 10
2.1. Definition des Gruppenbegriffs 10
2.2. Formen von Gruppen 12
2.3. Gruppenbildung in Organisationen 14
2.4. Die Gruppe als Erkenntnisobjekt empirischer Sozialforschung 15
2.4.1. Die Hawthorne-Studie 16
2.4.2. Leistungsvorteile von Gruppen 17
2.4.2.1. Typen des Leistungsvorteils nach Hofstätter 17
2.4.2.2. Die Kategorisierung nach Franke 18
2.4.3. Dysfunktionale Gruppenprozesse 19
2.4.3.1. Groupthink 19
2.4.3.2. Risikoschübe (Risky Shift) 20
2.4.3.3. Abschieben der Verantwortung (Diffusion of Responsibility) 21
3. Interdependenzen von Gruppen in Organisationen 22
3.1. Gründe für das Entstehen von Interdependenzen 22
3.2. Formen von Interdependenzen 23
3.3. Wirkungen von Interdependenzen 27
3.4.1. Kooperation 29
3.4.2. Konkurrenz 30
3.4.3. Konflikt 30
3.4.4. Zum Verhältnis von Kooperation, Konkurrenz und Konflikt 32
4. Koordination in Organisationen 34
4.1. Notwendigkeit von Koordination 34
4.2. Ursachen des Koordinationsproblems 36
4.3. Dimensionen des Koordinationsbegriffs 37
4.4. Die Koordinationsproblematik in der betriebswirtschaftlichen Forschung 38
4.4.1. Traditioneller entscheidungsorientierter Forschungsansatz 38
4.4.2. Verhaltenswissenschaftlicher Forschungsansatz 40
4.4.3. Kontingenztheoretischer Forschungsansatz 41
4.4.4. Vergleich der Forschungsansätze 41
5. Hierarchie als Koordinationsform 43
5.1. Begriff der Hierarchie 43
5.2. Entstehung von Hierarchie 44
5.3. Kennzeichen und Ausprägungen von Hierarchie 45
5.4. Kritik an hierarchischen Strukturen und Grenzen der Hierarchie 48
6. Nicht-hierarchische Koordination - Abgrenzungs- und Kategorisierungsansätze 53
6.1. Wesen und Entstehung des Begriffs der nicht-hierarchischen Koordination 53
6.2. Ausgewählte Definitions- und Kategorisierungsansätze 55
6.2.1. Varianten nicht-hierarchischer Koordination nach Brockhoff und Hauschildt 55
6.2.2. Nicht-hierarchische Koordinationsprinzipien nach Laßmann 56
6.2.3. Formen nicht-hierarchischer Koordination nach Schäffer 58
7. Organisatorische Ansätze zur Gestaltung nicht-hierarchischer Koordination 60
7.1. Selbstabstimmung 60
7.1.1. Gruppen- und Teamarbeit 62
7.1.1.1. Teilautonome Arbeitsgruppen 62
7.1.1.2. Projektgruppen 65
7.1.1.3. Qualitätszirkel 66
7.1.2. Gremien 69
7.1.2.1. Gremienformen 70
7.1.2.2. Vermutungen zur Effizienz von Gremien 72
7.1.3. Netzwerke 73
7.2. Interne Märkte 75
7.3. Beurteilung organisatorischer Ansätze zur Gestaltung nicht-hierarchischer Koordination 78
8. Ausblick 81
9. Literaturverzeichnis 82
Eidesstattliche Erklärung 95

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