Neue Produkte entwickeln und vermarkten, in unbekannte Märkte einsteigen oder in große Anlagen investieren – immer muss der Unternehmer wissen, mit welchen Chancen er rechnen kann, welche Risiken drohen, wie hoch die Investitionen ausfallen und ob sich das Geschäft unterm Strich lohnt. Häufig werden dazu klassische Investitionsrechnungen durchgeführt. Doch einfache Zahlenwerte reichen für eine Beurteilung von Geschäftspotenzialen nicht mehr aus. Die verantwortlichen Mitarbeiter müssen einen internen Businessplan erstellen.
Planung bedeutet, sich ein Bild von der Zukunft zu machen. Das beinhaltet zweierlei: Was wird passieren? Und: Wie will ich die Zukunft gestalten? Die Entwicklung hat also ein passives und ein aktives Element. Beide lassen sich nicht vollständig vorhersagen; was in der Zukunft wirklich passiert, ist offen. Für den Businessplan ist gerade deshalb wichtig:
- Er sollte ein möglichst realistisches Bild der Zukunft beschreiben; Ziele, die sich auch erreichen lassen; und Risiken nicht ausblenden.
- Er sollte aber auch eine Vision von der Zukunft vermitteln, die Ansporn ist, die Ziele zu erreichen und die geplanten Maßnahmen umzusetzen. Da viele Menschen bei der Umsetzung beteiligt sind, muss er diese motivieren, sich aktiv einzubringen.
Stichwort
Ein Businessplan oder Geschäftsplan fasst schriftlich ein unternehmerisches Vorhaben zusammen. Ausgangspunkt ist eine Geschäftsidee. Im Businessplan werden die einzigartigen Merkmale der Geschäftsidee in Bezug auf Kunden und im Vergleich zum Wettbewerb vorgestellt sowie die Strategie und die Ziele beschrieben. Es wird erläutert, wie diese erreicht werden und welche Ressourcen dafür notwendig sind. Besonders wichtig: Es wird schlüssig hergeleitet, welche finanziellen Mittel benötigt werden und woher diese kommen.
Ein wichtiger Vorteil eines Businessplans ist, dass die Ersteller beim Entwickeln gezwungen werden, ihre Geschäftsidee aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu beleuchten und kritisch zu hinterfragen. So wird geprüft, ob die Idee am Markt und im Wettbewerb bestehen könnte.
Zudem beinhaltet der fertige Businessplan die wichtigsten Meilensteine und Arbeitsschritte zur Umsetzung der Geschäftsidee. Er ist also auch ein Maßnahmenplan. Gleichzeitig kann in der Umsetzungsphase immer geprüft werden, ob die ursprünglichen Annahmen eingetroffen sind und die Ziele erreicht wurden.
Schließlich ist der Businessplan ein Verkaufsinstrument. Entscheidend für die Umsetzung ist, dass die notwendigen finanziellen Mittel – insbesondere in der Startphase – zur Verfügung stehen. Die Geldgeber müssen überzeugt werden. Das muss ein schlüssiger Businessplan leisten.
Hier wird ein Businessplan gebraucht
In den meisten Fällen wird dann von einem Businessplan gesprochen, wenn ein neues Unternehmen gegründet werden soll. Jemand will sich mit seiner Geschäftsidee selbstständig machen und benötigt dafür Kapital von einer Bank, einem Risikokapitalgeber oder einem Business-Angel.
Doch im Grunde ist ein Businessplan für jedes unternehmerische Vorhaben eine Hilfe, das über das normale Tagesgeschäft hinausgeht. Dem entsprechend gibt es viele Auslöser dafür, dass ein Businessplan gebraucht wird. Die wichtigsten sind:
- Neugründung
- Nachfolgeregelung
- Firmenverkauf oder Firmenübernahme
- Strukturänderung und Neuausrichtung
- Fusion
- Kooperation
- Neuprodukteinführung
- Expansion in andere Märkte
- Kapitalerhöhung
- Börsengang
- Beantragung von öffentlichen Fördermitteln
- Erlangung von Erweiterungskrediten bei der Bank
In diesem Wissensbaustein beschreiben und erläutern wir die wichtigen Elemente eines Businessplans und die einzelnen Schritte, um ihn zu entwickeln. Im Vordergrund steht dabei nicht die Firmengründung, sondern neue Geschäftsvorhaben innerhalb eines Unternehmens, deren Chancen und Potenziale ausgelotet werden sollen. Businesspläne spielen also auch unternehmensintern eine wichtige Rolle. Sie können auch dann hilfreich oder notwendig sein, wenn es um organisatorische Veränderungen, um die Einführung einer neuen Technologie oder um ein wichtiges Projekt geht.
Businesspläne zeigen spezifisch auf, welche Chancen und Risiken damit verbunden sind, welche Mittel benötigt werden und welche Erfolge daraus resultieren können. Für die Entwicklung eines internen Businessplans haben wir die folgende Arbeitsvorlage erstellt. Sie führt Sie Schritt für Schritt zum Businessplan.
- Teil 1: Interner Businessplan: Neue Geschäftsfelder systematisch analysieren und beschreiben
- Teil 2: Wofür ein Businessplan?
- Teil 3: Geschäftsidee finden und festhalten
- Teil 4: Ausrichtung und Zielgruppe bestimmen
- Teil 5: Inhalte entwickeln und dokumentieren
- Teil 6: Businessplan als Marketing-Instrument
- Teil 7: Weiterführende Informationen und Links zum internen Businessplan
Das komplette Kapitel mit allen Arbeitsvorlagen zum Download.
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Frei für Premium-MitgliederIm Einzelkauf erhältlich für € 9,80
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