Es gibt unterschiedliche Ansichten darüber, ob eine Gruppe von Menschen schon ein Team ist. Oft werden die Begriffe „Gruppe“ und „Team“ synonym verwendet. Das Beispiel „Fußballmannschaft“ verdeutlicht, was eine Gruppe von Menschen zu einem Team macht.
Spieler einer Fußballmannschaft kämpfen auf verschiedenen Positionen für ein gemeinsames Ziel, den Sieg. Dazu muss eine Mannschaft so viele Tore wie möglich schießen und möglichst wenige bekommen. Die Spieler müssen miteinander kommunizieren und interagieren, sie müssen sich den Ball zuspielen und sich verständigen. Dabei sind die einzelnen Spieler voneinander abhängig und übernehmen gegenseitige Verantwortung. Kein noch so guter Einzelspieler kann im Alleingang gewinnen. Ebenso gut kann die Mannschaft wegen eines Torwartfehlers verlieren.
Zusammengehörigkeitsgefühl und gemeinsamer Wille zum Sieg sind für erfolgreiche Fußballmannschaften genauso wichtig wie für ein Team im Unternehmen. Zwar ist jeder Einzelne verantwortlich für seine Aufgabe, das Resultat ist aber ein gemeinschaftliches. Teams müssen also Verantwortung für eine gemeinsam erbrachte Leistung übernehmen.
Um aus einer Gruppe von Menschen ein Team zu machen, sollten einige Aufgaben erfüllt werden:
- die Interessen der Gruppe abstimmen
- klare und von jedem akzeptierte Ziele festlegen
- die Arbeit in dieser Gruppe gegenüber anderen Pflichten priorisieren
- die Verbindlichkeit von Termin- und Aufgabenabsprachen erhöhen
- interne Konkurrenzkämpfe beenden
- interne Kommunikation verbessern
- die Gruppenloyalität erhöhen
[Wolfgang Krüger: Teams führen, 2008; zitiert nach: Bernhard Haas und Bettina von Troschke: Teamcoaching. Exzellenz vom Zufall befreien, 2010]
Ein Team ist demnach eine Gruppe von Menschen, die zusammenarbeiten müssen, um für ein Unternehmen in eigener Verantwortung eine gemeinsame Leistung zu erbringen. Ein besonderes Merkmal ist das Gefühl der Gemeinschaft, das die Teammitglieder mitbringen oder eben mitbringen sollten.