Total Cost of Ownership Kosten analysieren für die ganze Lebensdauer

Teil 2: Das Konzept der Total Cost of Ownership

Was ist Total Cost of Ownership?

Jedes Produkt hat seinen Preis, aber nicht nur den Kaufpreis. Wenn es sich um ein Investitions- oder Gebrauchsgut handelt, verursacht dieses auch bei Gebrauch und im Betrieb weitere Kosten: für Wartung, Reparaturen, Betriebsstoffe bei der Nutzung, Schulungen, Entsorgung und viele mögliche Kosten mehr.

Um schon vor dem Kauf abschätzen zu können, welches Produkt über den gesamten Lebenszyklus das günstigste ist, sollte deshalb nicht nur der Kaufpreis eine Rolle spielen. Alle während der Lebensdauer durch das Produkt ausgelösten Kosten müssen zusammengestellt und analysiert werden. Diese gesamten Kosten werden als Total Costs of Ownership bezeichnet und die entsprechende Analyse als Total Cost of Ownership-Analyse oder Betriebskosten-Analyse.

Ursprünglich wurden solche Analysen in der IT-Branche durchgeführt. Denn die Betriebskosten von Computern können die Anschaffungskosten um ein Vielfaches übersteigen. Doch die Total Cost of Ownership- bzw. Betriebskosten-Analysen können als Planungs- und Entscheidungshilfe für alle Arten von Gebrauchs- und Investitionsgütern eingesetzt werden. Das gilt insbesondere für Produkte, die im Verlauf ihres Lebens vermutlich hohe Wartungs- und Betriebskosten mit sich bringen wie etwa Gebäude, Informations- und Kommunikationstechnologie, hochwertige technische Geräte, Werkzeugmaschinen, Transportmittel oder Kraftfahrzeuge.

Wofür Total Cost of Ownership?

Eine Analyse der gesamten Kosten über die gesamte Lebensdauer eines Gebrauchs- oder Investitionsgutes ist eine wichtige Grundlage für die Entscheidungsfindung. Damit kann die kostengünstigste oder rentabelste Lösung identifiziert werden. Wer kostenorientiert handelt, muss entsprechende Analysen durchführen. Investitionsrechnungen und Rentabilitätsrechnungen müssen entsprechend ergänzt werden.

Gleichzeitig lassen sich mit dieser Analyse wichtige Kostentreiber und Kosteneinflussfaktoren ermitteln. Sie geben Hinweise darauf, wo Einsparpotenziale und Rationalisierungspotenziale erschlossen werden können.

Besonders wichtig ist die Analyse der Total Costs of Ownership auch für den Anbieter eines Produkts, wenn dieser das Produkt nicht mehr verkaufen will, sondern verleihen oder vermieten (etwa im Bereich Immobilien- oder Facility-Management). Erst auf der Grundlage dieser Analysen können sogenannte Betreibermodelle halbwegs zuverlässig kalkuliert werden.

Bei der Analyse der Total Costs of Ownership geht es insbesondere um die Kosten, die bei einer Investitionsentscheidung anfallen. Andere, strategische Kriterien, die sich nicht in Form von Kosten abbilden lassen, bleiben ausgeblendet. Sie können für die Entscheidung aber eine maßgebliche Rolle spielen und müssen ergänzend analysiert werden.

Das finden Sie in dieser Lösungshilfe

In dieser Lösungshilfe beschreiben wir den Prozess zur Analyse der Total Costs of Ownership bzw. der gesamten Betriebskosten. Sie erfahren, wann und für welche Produkte eine Analyse hilfreiche Ergebnisse für die Entscheidungsfindung liefert. Schließlich zeigen wir auf, welche Erkenntnisse Sie aus der Analyse gewinnen können.

Möglicherweise führen Sie bereits heute vor wichtigen Investitionsentscheidungen eine Investitionsrechnung oder Rentabilitätsrechnung durch. Diese sollten Sie zukünftig um eine Total Cost of Ownership-Analyse (TCO-Analyse) ergänzen.


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Total Cost of Ownership: Kosten analysieren für die ganze Lebensdauer
Umfang: 20 Seiten + 4 Arbeitsvorlagen und Excel-Arbeitsmappen


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