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Prozesskostenrechnung

Analyse der Kostentreiber für einzelne Prozesse

Die Analyse der Kostentreiber ist ein zentrales Element der Prozesskostenrechnung. Aus diesem Grund erfahren Sie in diesem Kapitel noch einmal ausführlicher, worauf es bei der Bestimmung und Analyse der Kostentreiber ankommt.

Die Auswahl und Bestimmung von Kostentreibern ist von folgenden Faktoren abhängig:

  • Proportionalität zum Kostenstellen-Output: Zwischen dem Kostentreiber und dem Ressourcenverbrauch (Kosten) eines Teilprozesses (einer Kostenstelle) muss eine möglichst hohe Korrelation bestehen; je höher der Kostentreiber, desto höher die Kosten.
  • Berechenbarkeit und automatisierte Erfassung: Es muss sichergestellt sein, dass der Kostentreiber mit vertretbarem Aufwand gemessen werden kann. Idealerweise werden die Daten automatisch erhoben und sind im EDV-System des Unternehmens verfügbar.
  • Verhaltenseffekte: Ein Kostentreiber, der möglichst gut die Kosten eines Teilprozesses beschreibt, kann einen Einfluss auf das Kostenverhalten der Mitarbeiter haben. Diese erkennen anhand des Kostentreibers, wo sie mit ihrem Verhalten die Kosten beeinflussen können und wo nicht. Die Erkenntnisse können für gezielte Verbesserungen genutzt werden.
  • Verständlichkeit: Voraussetzung dafür ist, dass der Kostentreiber und seine Wirksamkeit (Ursache-Wirkungs-Beziehung) für alle betroffenen Mitarbeiter verständlich und nachvollziehbar sind.

In der Praxis wird man nie alle diese Kriterien in gleicher Weise ideal erreichen können. Deshalb muss eine Abwägung erfolgen.

Anzahl der Kostentreiber

Für jeden Teilprozess und Hauptprozess können mehrere Kostentreiber identifiziert werden. Je mehr Kostentreiber Sie nutzen, desto genauer können Sie die Prozesse aus Kostengesichtspunkten beschreiben – desto höher allerdings auch der Aufwand der Erfassung und der Auswertung. Aus diesem Grund muss auch hier abgewogen werden.

Prozesse, die einen hohen Gesamtkostenanteil haben, sollten genauer beleuchtet werden. Dem entsprechend lohnt es sich, hier mehrere Kostentreiber zu analysieren. Das trifft auch zu, wenn sich die Prozesse von ihrem Charakter her unterscheiden; manche sind durch die Kunden bestimmt, andere durch Aufträge oder Produkte.

Gleichwohl gilt: Damit die Prozesskostenrechnung überschaubar und der Aufwand für die Datenerhebung in vertretbarem Rahmen bleibt, sollte die Anzahl der ausgewählten Kostentreiber möglichst gering sein.

Stellen Sie nun für Ihre Teilprozesse die relevanten Kostentreiber zusammen. Überlegen Sie Gründe für Ihre Auswahl. Stellen Sie fest, wie Sie die Kostentreiber messen und inwiefern diese die Kosten des Prozesses bestimmen.




Hier noch einmal die Beispiele für Kostentreiber aus dem vorigen Kapitel:

Beispiele für Kostentreiber

Anzahl der Bestellungen im Teilprozess „Bestellungen bearbeiten“;

Anzahl Schulungstage für den Teilprozess „Schulungen planen“;

Anzahl Firmenfahrzeuge für den Teilprozess „Leasing-Verträge verwalten“;

Anzahl Kundenreklamationen für den Teilprozess „Beschwerden bearbeiten“

etc.

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