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Teilzeitarbeit

Antrag auf Teilzeitarbeit

Teilzeitwunsch ankündigen

Wer als Arbeitnehmer seine Arbeitsstunden verringern möchte, muss seinen Wunsch nach Arbeitszeitreduzierung, deren Umfang und Verteilung spätestens drei Monate vorher ankündigen (§ 8 Abs. 1 und 2 TzBfG).

Bestimmt der Arbeitnehmer den Umfang seiner Arbeitszeitreduzierung nicht und gewährt er dies auch nicht seinem Arbeitgeber, liegt kein „Verlangen“ nach § 8 Abs. 1 TzBfG vor. Bringt der Arbeitnehmer sowohl beim Antrag als auch bei der Erörterung des Teilzeitwunsches keinen Vorschlag über die Verteilung seiner Arbeitszeit ein, so kann der Arbeitgeber darüber entscheiden.

Den Teilzeitwunsch muss der Arbeitnehmer nicht begründen. Es kann aber vorteilhaft sein, dies zu tun, um dem Arbeitgeber gegebenenfalls die Entscheidung darüber zu erleichtern. Zum Beispiel wenn mehrere Mitarbeiter einen Antrag stellen, aber aus betrieblichen Gründen nicht alle Teilzeitwünsche gewährt werden können.

Ein Teilzeitantrag muss nicht schriftlich erfolgen. Trotzdem ist die Schriftform vorzuziehen, da der Mitarbeiter so seinen Teilzeitwunsch später nachweisen kann.

Möchte der Arbeitnehmer seine Arbeitszeit erneut verringern, kann er dies frühestens zwei Jahre (Sperrfrist) nach Zustimmung beziehungsweise berechtigter Ablehnung des Teilzeitwunsches verlangen (§ 8 Abs. 6 TzBfG).

Entwickeln Sie Ihr Teilzeitkonzept: Legen Sie Ihre Ziele fest und analysieren Sie daraufhin Ihren Arbeitsplatz. Danach können Sie Ihr Konzept Ihrem Arbeitgeber vorstellen und die Umsetzung planen.




Ablehnung des Teilzeitwunsches

In der Praxis wird der Wunsch nach Teilzeitarbeit fast immer einvernehmlich zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer vereinbart. Wird der Antrag dennoch abgelehnt und ist der Arbeitnehmer mit der Ablehnung seines Teilzeitwunsches und/ oder der Arbeitszeitverteilung durch den Arbeitgeber nicht einverstanden, kann er gegebenenfalls den Betriebs- oder Personalrat um Unterstützung bitten. Andernfalls kann der Arbeitnehmer gerichtlich gegen die Ablehnung seines Antrags vorgehen (BAG vom 24. Juni 2008). Vor dem Arbeitsgericht muss der Arbeitgeber beweisen, dass betriebliche Gründe für die Ablehnung des Teilzeitwunsches vorliegen. § 5 TzBfG schützt Arbeitnehmer vor Benachteiligungen durch den Arbeitgeber aufgrund der Inanspruchnahme dieses Rechts.

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