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Service-Marketing

Distribution und Verteilung der Dienstleistung

Dienstleistungen sind nicht lagerfähig. Deshalb gilt es, bei den Vertriebskanälen und bei der Distribution einige Regeln zu beachten; die Details werden dabei vor allem durch die Art der Dienstleistung festgelegt. Meistens sind die Absatzwege direkt, da der Servicemitarbeiter mit dem Kunden unvermittelt interagieren muss. Das bedeutet, dass der Servicemitarbeiter zum Kunden oder der Kunde zum Servicemitarbeiter kommen muss. Das ist mit Aufwand verbunden.

Deshalb ist die Standortwahl von besonderer Bedeutung für Serviceanbieter. Gastronomiebetriebe und Einzelhändler müssen darauf achten, dass sie leicht erreichbar sind, gegebenenfalls sogar für zufällig vorbeikommende Laufkundschaft. Bei Handwerkern, aber auch bei Ärzten spielen die Anfahrtswege eine große Rolle. Anders bei Unternehmensberatern: Hier spielen die Reisekosten im Vergleich zu den direkten Beratungskosten meistens eine untergeordnete Rolle. In jedem Fall muss jeder Serviceanbieter sehr genau analysieren, von welchem Standort er seine Zielgruppe am besten erreicht und mit welchen Aufwänden dies für ihn oder seine Kunden verbunden ist. Die zentralen Bewertungskategorien sind:

  • Zeit für Anfahrt,
  • Kosten für den Standortbetrieb (Ladengeschäft, Werkstatt),
  • Kosten für die Anfahrt,
  • Sichtbarkeit (für Laufkundschaft),
  • Gestaltungsmöglichkeiten für die Serviceeinrichtung (wichtiger Umfeldfaktor für das Marketing);
  • andere Einrichtungen in der Nachbarschaft.

Für einige Dienstleistungen gibt es weitere Vertriebsmöglichkeiten. Versicherungen und Finanzdienstleistungen können über das Internet vertrieben und abgewickelt werden. Teilweise werden darüber auch schon Beratungsleistungen (Rechtsberatung oder Steuerberatung) online vertrieben und abgewickelt. Ein solcher Online-Service ist besonders für standardisierte Dienstleistungen geeignet. In diesem Fall spielt die Standortwahl eine untergeordnete Rolle.

Schließlich werden manche Serviceangebote auch über ein spezifisches Franchise-System vertrieben. Beispiele dafür sind Gastronomie, Friseure oder Gesundheitsdienstleistungen. Der Serviceanbieter tritt in diesem Fall als Franchise-Geber auf. Er unterstützt die Franchise-Nehmer bei spezifischen Verwaltungs- und Marketingaufgaben, sorgt für die Markenbildung und Markenpflege und stellt vor allem sicher, dass eine einheitliche und für den Kunden zuverlässige Servicequalität erreicht wird. Dazu können beispielsweise die Mitarbeiter des Franchise-Nehmers geschult werden. Während der Standort des Franchise-Gebers von untergeordneter Bedeutung ist, spielt er für den Franchise-Nehmer meist eine große Rolle.

Möglichkeiten für Vertriebskanäle bei Serviceangeboten

Wie können Ihre Vertriebskanäle für Ihre Dienstleistungen aussehen? Überprüfen Sie Alternativen zum Direktvertrieb und deren Potenziale.




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