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Strategiekommunikation

Jede Führungskraft hat die Pflicht zur Kommunikation

Erst wenn die Strategie und die Ziele einfach genug formuliert sind, werden sie im Unternehmen zum Gesprächsthema. Und das ist der zweite wichtige Erfolgsbaustein: Kommunikation muss inszeniert werden. Das kann und muss vielerlei Formen annehmen. Wichtig ist, dass alle Kommunikationsinstrumente aufeinander abgestimmt werden.

Sie setzen nicht erst ein, wenn die Strategie bereits fertig geplant ist. Schon während der Strategieentwicklung sollten Führungskräfte der mittleren Ebene, Multiplikatoren und Meinungsmacher in die Gespräche mit eingebunden werden – zumindest sollten sie informiert werden. Nachdem das Top-Management einen Business-Plan und die Kernelemente der Strategie entwickelt hat, werden sie den anderen Führungskräften vorgestellt und mit ihnen gemeinsam diskutiert. So werden die zentralen Leitlinien sichtbar und das mittlere Management versteht, worum es geht.

Hierfür gibt es unterschiedliche Varianten, wie die folgenden Abbildungen zeigen:

Top-Down

Top-Down erweitert

Top-Down und Bottom-Up kombiniert

Einbindung des mittleren Managements in die Strategiekommunikation
[Quelle: Rainer Mauth: Online-Kurs Interne Kommunikation auf business-wissen.de]

Als Instrumente für die direkte Kommunikation und das Feedback durch das mittlere Management und die Teamleiter bieten sich an:

  • Workshops,
  • persönliche Gespräche,
  • Einbindung in (Vorreiter-) Projekte.

Steht die Strategie fest, sind die Ziele benannt und ist das auf wenige, klar verständliche Leitsätze gebracht, dann beginnt die eigentliche Umsetzung. Dafür kann ein ausgeklügeltes System der Strategiekommunikation entwickelt werden. Die zentralen Bausteine dafür können sein:

  • Die Geschäftsführung geht vor Ort in die einzelnen Abteilungen und diskutiert dort mit der Leitung, was die Strategien für deren Arbeit bedeuten kann, wie sie in konkrete Ziele übersetzt werden können, wo Defizite sind und wo Missverständnisse ausgeräumt werden müssen.
  • In regelmäßigen Strategie-Workshops macht man sich gemeinsam daran, die übergeordnete Unternehmensstrategie auf die einzelnen Bereiche herunterzubrechen. Die Führungskräfte der mittleren Ebene besprechen, wie sie die Strategie in ihren Bereichen umsetzen und zur Zielerreichung beitragen. Das machen sie ganz konkret an ihren Aufgaben fest.
  • Das mittlere Management erhält gut aufbereitete Unterlagen, mit denen es die Strategien auch mit ihren Mitarbeitern besprechen kann.
  • Im Intranet und per E-Mail informiert die Geschäftsführung regelmäßig über strategische Fragestellungen. Die Zukunftspläne des Unternehmens werden vorgestellt.
  • Wichtige Ergebnisse werden in der Mitarbeiter- oder Kundenzeitung vorgestellt und mit Beispielen aus den unterschiedlichen Unternehmensbereichen veranschaulicht.
  • Es werden Projekte und Aktionen initiiert, unterstützt und vorangetrieben, die allen Mitarbeitern deutlich machen: Das ist unsere Strategie.

Fast alle Kommunikationsmethoden brauchen Zeit. Dementsprechend braucht auch der Prozess der Strategieumsetzung Zeit und Geduld. Häufige Strategiewechsel, die nicht zu den bisherigen Grundsätzen und Strukturen passen, überfordern die Organisation und ihre Mitarbeiter. Beide müssen sich aber mitentwickeln können. Strategieumsetzung und Change Management sind eng miteinander verwoben. Wer weiß, wie schwierig es ist, Menschen und ihre Organisationen zu verändern, der weiß auch, warum sich Strategien eben nicht so einfach umsetzen lassen.

Beachten Sie folgende Grundregeln

Wiederholen Sie die Kernbotschaft, indem Sie bei jedem Kommunikationsimpuls an ihr anknüpfen! Die wiederholte Information prägt sich ein. Jedem Mitarbeiter wird der Zusammenhang zwischen Strategie und Kommunikationsimpuls deutlich.

Verteilen Sie Information bedarfsgerecht und adressatenbezogen! Nicht jede Information ist relevant für alle Mitarbeiter. Effiziente Kommunikation folgt weder einer reinen Push-Strategie (Mitarbeiter bekommen Information, ob sie wollen oder nicht) noch einer reinen Pull-Strategie (Mitarbeiter wählen sich die relevanten Informationen selbst aus), sondern beschreitet einen Mittelweg.

Bündeln Sie Information! Die Maxime heißt Auswahl und Urteil.

Beachten Sie die Rolle der Emotionalität der Information! Kommunikation schafft einen Raum für die weichen Faktoren. Der erfolgreiche Umgang mit ihnen ist eine Herausforderung für die Emotionale Intelligenz

Führen Sie gezielte Strategie-Dialoge! Nahezu jedes Gespräch eignet sich dabei als Strategie-Dialog – sei es der Ergebnisbericht an den Vorstand, das Meeting der Bereichsleiter, das Zielvereinbarungsgespräch oder das ungezwungene Plaudern in der Warteschlange vor dem Kaffeeautomat.

Quelle: www.4managers.de/...

Zu welchen Gelegenheiten wird in Ihrem Unternehmen über die Strategie des Unternehmens gesprochen? Wann kommt das Thema ins Spiel? Wie wird darüber gesprochen? Wie ist das mittlere Management und wie sind die Mitarbeiter dabei eingebunden?




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