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Schlüsselqualifikationen

Lernen lernen ist eine Schlüsselqualifikation

Das Lernen lernen beziehungsweise die Lernkompetenz ist eine der wichtigsten Schlüsselqualifikationen für den beruflichen Erfolg. Wer darüber verfügt, kann Lernmethoden und Lerntechniken anwenden und ist bereit, sich neues Wissen selbstgesteuert oder in Weiterbildungen anzueignen und anzuwenden.

Weil sich das berufliche Umfeld ständig ändert, neue Aufgaben übernommen werden müssen und Wissen veraltet, müssen Menschen „lernen zu lernen“. Wer dabei einmal im Jahr ein Seminar besucht und sich dort zwei Tage mit Powerpoint-Folien berieseln lässt, wird nicht weit kommen.

Worauf es beim Lernen ankommt

Wichtig ist, das eigene Lernen zielgerichtet zu beherrschen und selbst zu organisieren. Dazu zählt:

  • Erkennen, in welchen Bereichen eine Weiterbildung notwendig, hilfreich und sinnvoll ist.
  • Geeignete Lernangebote identifizieren und in ihrer Qualität beurteilen können.
  • Unterschiedliche Lernmethoden und Lerntechniken kennen und anwenden können.
  • Erlerntes auf den eigenen Arbeitsbereich übertragen und Probleme lösen können.
  • Erfahrungen machen und diese in das vorhandene Wissen einbinden können.

Wissensaufnahme an Lerntyp anpassen

Zudem ist es hilfreich zu erkennen, welcher Lerntyp Sie sind. Es gibt die Autodidakten, die am liebsten Bücher und Fachartikel lesen. Andere brauchen den Austausch mit Kollegen oder Vorbilder. Erfahrungswissen lässt sich meist nur durch ein „Lernen im Job“ bilden und entwickeln. Wissensaufnahme und Wissensverarbeitung hängen vom jeweiligen Lerntyp ab. Auf Basis der „Lernbiologie“ des Biochemikers Frederic Vester lassen sich drei Typen unterscheiden. Wenn Sie wissen, welcher Lerntyp Sie sind, können Sie die für Sie passende Art der Wissensvermittlung wählen:

  • Auditiv (Hören und Nachsprechen): Lernen durch Vorlesen bzw. lautes Lesen, Audioaufnahme zum Thema, Musik beim Lernen
  • Visuell (Vorstellung von etwas bekommen, Durchlesen): Lernen mit Diagrammen, Filmen zum Thema, Leitfäden
  • Motorisch (Hantieren, Experimentieren, Aufschreiben, Zeichnen): Lernen durch Nachmachen, Selbermachen, Ausprobieren

Formales und informelles Lernen verknüpfen

Formales Lernen in Seminaren schafft die Grundlagen für neues Wissen – das gilt auch für Schlüsselqualifikationen. In EDV- oder Fremdsprachen-Kursen werden Regeln und Wissen vermittelt, das sich sonst kaum selbstständig aneignen lässt. Genauso können Präsentationsseminare oder Führungsseminare praktisches Wissen vermitteln. Nebenbei kann dort die Teamarbeit gepflegt werden, was die Kooperationsfähigkeit erweitert.

Für Schlüsselqualifikationen noch wichtiger: Das informelle Lernen im Berufsalltag und Privatleben. Alle Menschen müssen ständig aus verschiedenen Verhaltensweisen, Lebensstilen und Wertorientierungen auswählen und sie praktizieren. Es reicht nicht aus, methodische, soziale oder kommunikative Kompetenzen nur zu vermitteln – sie müssen ausprobiert und geübt und schließlich zur Routine werden. Lernprozesse am Arbeitsplatz funktionieren nur dann, wenn sie kombiniert werden: Der Erwerb und Einsatz von Schlüsselqualifikationen ist immer auch mit dem Erwerb und Einsatz von Fachwissen verknüpft.

Neue Lernmedien anwenden

Immer mehr Unternehmen setzten E-Learning ein oder nutzen Webinare (kurze Seminare und Präsentationen im Internet, bei denen die Teilnehmer aktiv mitwirken), Web Based Trainings (Kurse im Internet ohne Trainer) und virtuelle Teamsitzungen, um Informationen und Wissen zu vermitteln und auszutauschen. Die Menschen, die solche neuen Lernmedien einsetzen und anwenden sollen, müssen wissen, wie sie damit umgehen, wie sie sich selbst in solchen Umgebungen verhalten und wie sie diese in ihren eigenen Lernplan einbauen.

Sie müssen ihren Lernprozess selbstständig planen, steuern und überprüfen, ob sie ihre Lernziele erreichen. Das setzt meist ein sehr hohes Maß an Selbstmotivation und Disziplin voraus. Zudem muss man sich Lernstrategien aneignen, um die richtigen Methoden auszuwählen und einzusetzen. 

Praxis

Eigenen Lerntyp ermitteln

Beantworten Sie folgende Fragen zu Ihrem allgemeinen Lernverhalten:

  • Wie haben Sie bisher gelernt?
  • Was konnten Sie wann am besten behalten?
  • Was hat Ihnen beim Lernen geholfen?

Bedenken Sie, dass Sie wahrscheinlich ein Mischtyp sind. Im Internet finden Sie unter dem Stichwort „Lerntypen Test“ kostenlose Online-Tests, die Sie zusätzlich nutzen können.

Beschreiben Sie nun die für Sie förderlichen Lernprozesse und Lernmethoden bezogen auf das Lernen in Seminaren und am Arbeitsplatz:

  • Welche Seminare haben Sie zuletzt besucht?
  • Wie haben Sie dort gelernt?
  • Was war für Sie förderlich und was nicht?
  • Wie lernen Sie am Arbeitsplatz?
  • Wie lernen Sie von anderen Kollegen, Vorgesetzten oder Trainern?

Mit neue Lernmedien lernen

Überlegen Sie in Hinblick auf den Einsatz neuer Lernmedien:

  • Mit welchen Lernmedien haben Sie Erfahrung gesammelt? E-Learning, Webinare oder Web Based Training?
  • Welchen Vorteil können neue Lernmedien für Sie haben?
  • Welche Voraussetzungen sind für Sie dabei wichtig?

 

 

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