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Bilanzkennzahlen

Liquidität verbessern

Der Bedarf an Liquidität oder Zahlungsmitteln ergibt sich unter anderem dadurch, wie viel Kapital für das laufende operative Geschäft gebunden ist. Dies drückt sich im Umlaufvermögen eines Unternehmens sowie in den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aus. Unternehmen haben erkannt, dass sie diese Bilanzpositionen aktiv managen können – im Sinne einer möglichst effizienten Verwendung des Kapitals beziehungsweise der Zahlungsmittel; danach sind Unternehmen bemüht, möglichst wenig Kapital im Umlaufvermögen gebunden zu haben. Das verbessert im Allgemeinen auch immer die Liquidität und die Zahlungsfähigkeit eines Unternehmens.

Die Maßnahmen für diese Form des aktiven Managements dieser Bilanzpositionen wird auch als Working Capital Management bezeichnet. Mehr zum Thema „Optimierung des Umlaufvermögens“ finden Sie unter: Working Capital Management

Die folgende Abbildung macht die Zusammenhänge sichtbar:

Working Capital in der Bilanz

Debitorenlaufzeit oder Kundenzahlungsziel

Ein maßgeblicher Faktor dabei: Wie hoch sind die Forderungen gegenüber Kunden? In der folgenden Excel-Vorlage wird der Forderungsbestand in der Bilanz auf den Umsatz bezogen. Diese Kennzahl wird im Rahmen des Working Capital Managements auch als Days Sales Outstanding bezeichnet beziehungsweise als Debitorenlaufzeit oder Kundenzahlungsziel. Sie stellt die Kundenkreditdauer in Tagen dar.

Debitorenlaufzeit bzw. Kundenzahlungsziel
=   durchschnittlicher Bestand an Forderungen / Summe Umsatzerlöse

Je größer diese Kennzahl, desto mehr Kapital hat das Unternehmen im Umlaufvermögen gebunden. Ein niedriger Wert bedeutet, dass die Kunden ihre Rechnungen schnell bezahlen. Das kann durch Anreize gefördert werden (Skonto); oder es muss durch ein professionelles Mahnwesen verbessert werden.

Kreditorenlaufzeit oder Lieferantenzahlungsziel

Im Rahmen des Working Capital Managements kann es für Unternehmen vorteilhaft sein, die Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten möglichst lange stehen zu lassen; also mit Lieferanten ein langfristiges Zahlungsziel zu vereinbaren. Die relevante Kennzahl sind die Days Payables Outstanding. Der entsprechende Bestand an Verbindlichkeiten wird in der folgenden Excel-Vorlage auf den Umsatz bezogen. Die so berechnete Kennzahl wird auch als Kreditorenlaufzeit oder Lieferantenzahlungsziel bezeichnet. Sie stellt auch die Lieferantenkreditdauer in Tagen dar.

Kreditorenlaufzeit bzw. Lieferantenzahlungsziel
=   durchschnittlicher Bestand an Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
/ Summe Materialaufwand

Gemeinsam mit dem bereits dargestellten Cash Conversion Cycle (Days Inventory Held) sind diese beiden Kennzahlen, Debitorenlaufzeit (Days Sales Outstanding) und Kreditorenlaufzeit (Days Payables Outstanding), ein Maß dafür, wie schnell und effizient ein Unternehmen Liquidität nutzen kann für sein operatives Geschäft und wie schnell sie die Liquidität auch wieder herstellen kann. Die Zusammenhänge zeigt die folgende Abbildung in der Übersicht.

Ziele und Kennzahlen für das Working Capital Management

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