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Motivation

Merkmale von Motivation und Motivierung

Wollen wir uns ändern, müssen wir bei unseren Gedanken beginnen.

Die Motivierung von Mitarbeitern hat im Rahmen der Führung und Organisationsentwicklung eine fast mythische Bedeutung. Psychologen können zwar beschreiben, was damit gemeint ist; aber ob es in der Unternehmenspraxis ein Faktor ist, der sich gestalten lässt, ist umstritten. Im Allgemeinen werden die Möglichkeiten überschätzt, wie sich Verhaltensänderungen durch Motivierungstechniken erzielen lassen. Gleichwohl: Vieles im Unternehmen hängt davon ab, ob die Mitarbeiter motiviert sind oder nicht.

Ganz allgemein sprechen wir von Motivation, wenn wir bei Menschen eine Verhaltensänderung feststellen. Wir sagen dann, dass ein innerer Antrieb, die Motivation, ihn zu diesem oder jenem Verhalten bewegt. Meistens sprechen wir dann von Motivation, wenn sein Verhalten zielgerichtet oder zielstrebig ist: etwa in dem Sinn, dass der Mensch ein bestimmtes Ziel erreichen will oder eine Aufgabe erfüllen muss.

Wenn ein Mitarbeiter nicht die Leistung erbringt, die sein Vorgesetzter von ihm erwartet, gibt es drei Möglichkeiten, woraus dies resultieren kann:

  • Die Leistungsfähigkeit des Mitarbeiters, die Summe seiner Fähigkeiten reicht nicht aus, um das gewünschte Ergebnis zu liefern.
  • Die Leistungsbereitschaft reicht nicht aus; es fehlt an der notwendigen Motivation.
  • Das Leistungsumfeld stimmt nicht: Damit ist die Gestaltung des Arbeitsplatzes, die Ausstattung mit Werkzeug und Maschinen, die Arbeitsgestaltung, das Dienstfahrzeug und der Computer gemeint.

Um die Motivation eines Mitarbeiters zu beschreiben, spielen alle drei Aspekte gemeinsam eine große Rolle. Sie hängen oft voneinander ab.

StichwortMotivation

Unter Motivation verstehen Psychologen: Die Energie und Erregung eines Menschen, die Ausrichtung dieser Energie auf ein bestimmtes Ziel, die selektive Aufmerksamkeit für bestimmte Reize, die Organisation der Aktivitäten gemäß einem vorhandenen Reaktionsmuster und die Aufrechterhaltung der Aktivität, bis sich die Ausgangsbedingungen ändern.

Dabei gibt es mehrere Faktoren, die menschliches Verhalten beeinflussen. Neben der Motivation sind das:

  • Emotionen,
  • die jeweilige Situation,
  • die unterschiedliche Wahrnehmung,
  • Denkprozesse und
  • die Person in ihrem jeweiligen Entwicklungsstand.

Es lassen sich die intrinsische und die extrinsische Motivation unterscheiden. Im ersten Fall ist eine Handlung Selbstzweck, die Befriedigung liegt in der ausgeführten Handlung selbst. Im zweiten Fall ist die Handlung Mittel zum Zweck. Im Rahmen der Mitarbeiterführung halten wir folgende Aspekte für wichtig:

  1. Alle Menschen haben eine Motivation, ein Motiv oder ein Bedürfnis, etwas Bestimmtes zu tun oder zu unterlassen.
  2. Wenn Sie andere motivieren wollen, kommt es darauf an, zu erkennen, mit welchen externen Reizen Sie die Motivation ansprechen können. Eine Gewähr, dass damit ein bestimmtes Verhalten oder eine gewollte Handlung ausgelöst wird, gibt es nicht.
  3. Bei jedem Menschen wirken andere Reize.
  4. Sie können auch für sich selbst bestimmte Reize auslösen, um sich selbst zu motivieren.

Bekannte Motivationstheorien

Schon in den 1950er Jahren haben Abraham H. Maslow und Frederick Herzberg jeweils zwei Motivationstheorien vorgestellt, die bis heute in der Unternehmenspraxis eine gewisse Bedeutung haben. Maslow unterscheidet fünf Gruppen von Bedürfnissen, die in einer Pyramide angeordnet werden: die sogenannte Maslowsche Bedürfnispyramide.

Herzberg untersuchte, wann Mitarbeiter in einem Unternehmen zufrieden sind. Dabei wirken nach seiner Zwei-Faktoren-Theorie zwei unterschiedliche Faktorenarten: Zum einen diejenigen, die eine Nicht-Unzufriedenheit erzeugen, die sogenannten Hygienefaktoren; zum anderen die echte Zufriedenheit erzeugen, die sogenannten Motivationsfaktoren.

Motiviert Geld? Im Allgemeinen sagen die Experten, dass der Einfluss des Geldes auf die Motivation eher überschätzt wird. Denn mehr Geld wird schnell als Selbstverständlichkeit angenommen. Andererseits kann eine unfaire Bezahlung schnell demotivierend wirken. Was durchaus motivierend wirken kann, sind gezielte Belohnungen: Kleine Geschenke, wenn man etwas besonders gut gemacht hat oder ein Fortbildungskurs.

Seit einigen Jahren geht auch die Gehirnforschung dem Phänomen der Motivation und der inneren Antriebskräfte nach. Aus den Erkenntnissen der vielen Analysen und Studien hat Hans-Georg Häusel ein anregendes und schlüssiges Modell entwickelt, dass auch im Rahmen der Mitarbeitermotivation genützt werden könnte: die sogenannte Limbic-Map. Mehr dazu finden Sie in diesem Kapitel zu unserer Lösungshilfe zum Thema Kundensegmentierung (Marketing):

Die Limbic-Map nach Hans-Georg Häusel

Überlegen Sie und schreiben Sie auf: Was macht Ihnen bei Ihrer Arbeit Spaß? In welchen Situationen hatten Sie besondere Erfolgserlebnisse? Was kann Sie motivieren?




Im Folgenden wollen wir ein paar einfache Methoden und Werkzeuge vorstellen, die dabei helfen, die Motivationsstrukturen von Mitarbeitern oder von sich selbst zu erkennen und die jeweiligen Motive positiv anzusprechen. Immer wichtig dabei ist, miteinander zu sprechen, zu fragen, erzählen zu lassen, um die Motivationsstrukturen zu erkennen.

Motivation setzt in ganz besonderem Maße an der eigenen Persönlichkeit an. Diese lässt sich kaum in wenigen Stunden nebenbei analysieren, gestalten, ändern etc. Hilfreich sind Seminare, um sich selbst etwas besser kennenzulernen und Techniken zur Motivation zu erlernen.

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