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Organisationspsychologie

Personalentwicklung

Bei der Personalauswahl geht es darum, für eine gegebene Arbeitsstelle die geeignete Person zu finden. Man geht davon aus, dass die Anforderungen der Stelle und die Kompetenzen der Person zueinander passen – und das dann so bleibt. Ein statisches Konzept. In der Realität verändern sich aber die Anforderungen und die Kompetenzen laufend. Es ist also ein dynamisches Konzept (als Ergänzung erforderlich).

Die soll die Personalentwicklung leisten. In der Praxis wird diese fast immer in Form von Aus-, Fort- und Weiterbildung betrieben. Dazu werden Merkmale von Mitarbeitern durch spezifische Maßnahmen stabilisiert oder modifiziert. Nicht immer sind diese Maßnahmen geplant. Es lassen sich unterscheiden:

  • institutionalisierte Bildungsmaßnahmen und
  • informelles Lernen.

Studien haben gezeigt, dass das informelle Lernen im Arbeitshandeln und im Austausch mit anderen Menschen innerhalb und außerhalb des Unternehmens eine sehr große Bedeutung hat. Bezug nehmend auf diese Erkenntnisse, organisieren oder fördern die Unternehmen durch entsprechende Rahmenbedingungen und Maßnahmen das informelle Lernen. Sie schaffen Gelegenheiten, dass sich Mitarbeiter austauschen können oder vermitteln neue Erfahrungen durch Maßnahmen wie beispielsweise Job Rotation, Action Learning oder ein Mentorenmodell.

Was ist wichtig bei Aus-, Fort- und Weiterbildung?

In der Praxis haben Personalentwickler gemeinsam mit Trainern und Ausbildern (oft Psychologen) eine Reihe von Maßnahmen, Methoden und Instrumenten entwickelt, um sehr differenziert Merkmale der Mitarbeiter zu stabilisieren oder zu entwickeln. Das bezieht sich vor allem auf motorische Fähigkeiten, kognitive Fähigkeiten (Wissen), Einstellungen (Ängste, Selbstvertrauen) oder das Verhalten der Mitarbeiter (zum Beispiel Motivation, Kommunikation oder Führung von anderen).

Wichtige Schritte bei allen Qualifizierungsprogrammen ist:

  • Festlegung der Lernziele;
  • Kriterien zur Überprüfung des Lernerfolgs;
  • Entwicklung eines passenden inhaltlichen und methodischen Lernprogramms;
  • Durchführung des Lernprogramms;
  • Sicherung des Transfers in die Praxis;
  • Überprüfung des Lernerfolgs.

Hinweis

Statt einem Lernen durch so genannte programmierte Unterweisung spielt das selbstgesteuerte Lernen eine immer wichtigere Rolle. Zum einen zeigt sich, dass nur bei ausreichender Lernmotivation auch positive Lerneffekte eintreten; zum anderen ist der Lernprozess nachhaltiger und der Transferprozess gelingt besser. Eine Form des selbstgesteuerten Lernens ist die Leittextmethode nach dem Ablaufschema: Informieren – Planen – Entscheiden – Ausführen – Kontrollieren – Bewerten.

Entscheidend für die betriebliche Praxis ist der Lerntransfer. Die Inhalte, die in einer Qualifizierungsmaßnahme meist an abstrakten oder allgemeinen Beispielen gelernt werden, müssen auf die eigene Arbeitsplatz-Situation übertragen werden. Hier zeigen sich in der Praxis erhebliche Defizite. Mögliche Gründe sind:

  • Es wurden die falschen Lernziele und Lerninhalte bestimmt.
  • Der räumliche und zeitliche Abstand zwischen Lernen und Anwenden ist zu groß (vier Wochen nach einer Bildungsmaßnahme ist alles vergessen).
  • Während der Qualifizierungsmaßnahmen wurden keine Elemente zur Übung der Transfer-Kompetenz eingebaut.

Hier sollten die verantwortlichen Personalentwickler besonders darauf achten, dass ein Lerntransfer erfolgen kann. Die Situation am Arbeitsplatz muss das auch zulassen. Sie lässt sich beispielsweise durch die einfache Aufgabe fördern, die nach der Qualifizierungsmaßnahme gestellt werden kann: Welche drei Dinge der täglichen Arbeit sollen nach der Durchführung und der Erkenntnissen aus dem Training geändert werden?

Ermitteln Sie, welche Formen der Qualifizierung in Ihrem Unternehmen durchgeführt werden (formal und informell). Stellen Sie diese Maßnahmen zusammen. Welche Erfahrungen haben Sie damit gemacht?

Werden die Schritte zur Qualifizierungsplanung eingehalten? Welche Methoden werden eingesetzt? Werden Qualifizierungsmaßnahmen ausgewertet?

Welche Maßnahmen zur Unterstützung des Lerntransfers gibt es?




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