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EKS - Engpasskonzentrierte Strategie

Phase 7: Das konstante Grundbedürfnis nach EKS verfolgen

Wenn alle Phasen nach EKS durchlaufen wurden, wird sichtbar, was letztlich das sogenannte konstante Grundbedürfnis der Zielgruppe ist. Daran muss sich das Unternehmen mit seinem Leistungsangebot langfristig orientieren; es grenzt das Geschäftsfeld ab. Das Leistungsangebot löst dann spezielle Probleme der Kunden zu diesem Grundbedürfnis.

In Phase 7 der Engpasskonzentrierten Strategie (EKS) geht es darum, dass Sie sich mit Ihrem Unternehmen und dem Geschäftsfeld, das Sie bearbeiten wollen, auf ein sogenanntes „konstantes Grundbedürfnis“ für die jeweilige Zielgruppe ausrichten. Damit können Sie langfristig die Vision und Mission Ihres Unternehmens ausrichten. Mit dieser Ausrichtung stellen Sie sicher, dass Sie sich mit Ihrem Leistungsangebot nicht verzetteln, sondern immer genau Ihre Zielgruppe und deren Grundbedürfnis im Auge haben. So entwickeln Sie Ihr Geschäft langfristig.

Beispiel: In den gemäßigten Klimazonen, wo erfolgreich Getreide auf trockenen Böden angebaut wird, ist Brot ein Grundnahrungsmittel und das Grundbedürfnis der Bäcker ist „backen“. Wenn Sie für dieses Bedürfnis Problemlösungen anbieten, sind Sie auf dem richtigen Weg mit der Fokussierung und Konzentrierung Ihres Geschäftsfeldes nach EKS.

Erster Schritt: Grundbedürfnis der Zielgruppe identifizieren

Im ersten Schritt erfassen und bestimmen Sie das Grundbedürfnis, das sich aus dem brennendsten Problem Ihrer Zielgruppe ergibt. Das, was Ihr Kunde oder Ihre Zielgruppe tut und womit diese immer wieder Probleme haben, lässt sich auf ein allgemeines Prinzip, das konstante Grundbedürfnis, zurückführen.

Zweiter Schritt: Grundbedürfnis erfüllen

Im zweiten Schritt wird für die dauerhafte Erfüllung des jeweiligen Grundbedürfnisses gesorgt. Dafür müssen Sie sich selbst in diese Richtung entwickeln und fortbilden und die entsprechenden Kooperationen eingehen. Sie müssen sich in diesem Geschäftsfeld oder dieser Branche, die mit dem Grundbedürfnis Ihrer Zielgruppe verbunden ist, sehr gut auskennen und immer auf dem „Stand der Technik“ sein.

Abschluss EKS

Sie haben mit Phase 7 Ihr Ziel der Engpasskonzentrierten Strategie (EKS) erreicht. Vielleicht haben Sie nicht jeden Schritt in der erforderlichen Konsequenz bearbeitet; wenn aber die Richtung stimmt, sind Sie auf einem guten Weg. Dieser Weg sichert Ihnen eine umfassende, intensive und kostengünstige Fokussierung auf Ihre Zielgruppe. Die dabei entstandenen Ergebnisse können Sie unmittelbar für die Entwicklung Ihres Erfolg versprechenden Geschäftsfelds nutzen. Als Unternehmer erhalten Sie sofort ein Feedback der Zielgruppe und müssen nicht ergebnislos grübeln. Die Konzentration ist natürlich schwieriger durchführbar als die Verzettelung, dafür ist sie aber erfolgreicher. Starten Sie jetzt!

Praxis

Grundbedürfnis der Zielgruppe erkennen und nutzen

Nutzen Sie das folgende Beispiel der Bäckereien und übertragen Sie dies auf Ihre Branche, Ihre Zielgruppe und Ihr Geschäftsfeld und Leistungsangebot.

  • Was sollten Sie für die Zukunft entwickeln, anbieten, besser machen oder ausbauen?
  • Welches Grundbedürfnis Ihrer Zielgruppe steht dahinter?
  • Inwiefern ist dieses Grundbedürfnis für alle Personen oder Unternehmen Ihrer Zielgruppe maßgeblich?
  • Inwiefern handelt es sich dabei um ein langfristiges Grundbedürfnis?
  • Was will die Zielgruppe damit allgemein erreichen, sicherstellen oder verbessern?

Beispiel: Bäckereibetriebe

Wenn Sie Bäckereien mit Geräten und Anlagen ausrüsten, werden Sie es nicht mehr wie Ihre Urgroßeltern mit holzgefeuerten Öfen oder wie Ihre Großeltern mit gasgefeuerten Öfen zu tun haben. Sie haben sich auf elektrische Backstraßen spezialisiert. Aber nun hat ein Konkurrent besonders kleine Backöfen auf den Markt gebracht, mit denen Teiglinge im Einzelhandel (SB-Bäckerei, Discounter oder Tankstelle) aufgebacken werden können. Damit erspart der Konkurrent den Brötchenkäufern einen zusätzlichen Weg und erfreut den Einzelhändler durch Kundenbindung, da er sein Leistungsangebot mit „frisch gebackenen Brötchen” erweitern kann.

Sie müssen sich nun Gedanken machen, wohin die Entwicklung gehen wird und was Sie Bäckereien oder anderen Einrichtungen zum Verkauf von frisch gebackenen Brötchen in Zukunft anbieten können. Oder noch besser: Wohin Sie die Entwicklung treiben können!

Notieren Sie nun Ihre Überlegungen und die Herausforderungen und Grundbedürfnisse in Ihrer Branche in der folgenden Vorlage und leiten Sie daraus Ihr zukünftiges und langfristiges Kerngeschäft ab.

Weitere Vorlagen und Vorgehensweisen zur Entwicklung eines innovativen Geschäftsmodells auf der Grundlage einer Business Canvas finden Sie im Handbuch im Bereich Geschäftsmodell entwickeln.

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