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Strategisches Controlling mit Excel

Planung Strategien und Maßnahmen

Aus den Ergebnissen und Erkenntnissen der Umfeldanalyse und des Plan-Ist-Vergleichs werden Schlussfolgerungen gezogen, um die Strategie des Unternehmens weiterzuführen oder anzupassen. Dazu werden Maßnahmen geplant und Ressourcen beziehungsweise Budgets entsprechend zugewiesen. Die folgenden Excel-Vorlagen helfen Ihnen bei der Strategie- und Maßnahmenplanung sowie bei der Zuweisung von Ressourcen.

Strategie und vorhandene Ressourcen

Der Erfolg eines Unternehmens basiert immer auf den Ressourcen, die zur Verfügung stehen. Dazu gehören zwar auch die finanziellen Mittel, aber in mindestens gleicher Weise auch die Kompetenzen und Fähigkeiten der Mitarbeiter, das Engagement der Führung, Werte, Normen und Kultur sowie die Systeme und Organisationsstrukturen. Alle diese Faktoren stehen in einer engen Beziehung zueinander. Ihre Ausprägung und ihr Zusammenspiel beeinflussen maßgeblich, was ein Unternehmen leisten kann und wie erfolgreich es im Wettbewerb ist.

In ihrem sogenannten 7-S-Modell haben die (ehemaligen) McKinsey-Berater  Thomas J. Peters und Robert H. Waterman diese Zusammenhänge dargestellt und beschrieben – und als zentrale Kernvariable und Erfolgsfaktoren eines jeden Unternehmens benannt. Für sie ist maßgeblich:

  • Strategie (strategy): sie muss einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil gewährleisten
  • Struktur (structure): die Aufbauorganisation ist das hierarchische Gerüst einer Organisation und definiert so grundlegende Rahmenbedingungen
  • Systeme (systems): bilden den Rahmen für wichtige Kernprozesse und tägliche Routinen
  • Spezialfertigkeiten (skills): meint charakteristische Fähigkeiten, die das Unternehmen als Ganzes am besten beherrscht (Corporate Skills)
  • Stammpersonal (staff):  Mitarbeiter als Träger der Kompetenzen und als engagierte und loyale Personen, die die tägliche Arbeit verrichten
  • Stil (style/culture): die Unternehmenskultur sollte sowohl vom Management definierte als auch historisch entwickelte Elemente berücksichtigen
  • Selbstverständnis (shared values/superordinate goals): das Unternehmensleitbild vermittelt Werte und Normen und muss von möglichst vielen Mitarbeitern vertreten werden

Mit der 7-S-Analyse wird ermittelt, welche Abhängigkeiten zwischen diesen sieben Erfolgsfaktoren der Strategieplanung bestehen und wie diese zu bewerten sind. In der folgenden Excel-Tabelle können Sie dies für Ihre Unternehmen analysieren, dokumentieren und bewerten.

Jedes Unternehmen muss wissen, welche strategischen Erfolgspotenziale es hat. Nach dem 7-S-Modell können diese in unterschiedlichen Bereichen (Kernvariablen) verortet werden. Manche der Erfolgspotenziale sind stärker, andere weniger stark ausgeprägt. Das hängt von den Kompetenzen des Unternehmens ab.

Mit der folgenden Excel-Vorlage werden die Erfolgspotenziale oder Kernkompetenzen eines Unternehmens beschrieben und für die Strategieformulierung und Maßnahmenplanung genutzt. Es werden im Hinblick auf die Marktanforderungen unterschieden:

  • Fähigkeiten oder Kompetenzen des Unternehmens
  • Relevanz für den Markt, die Kunden und damit den Erfolg des Unternehmens

Einige technologische Kompetenzen eines Unternehmens drücken sich in Patenten aus. Diese haben allerdings im Hinblick auf den Markt und Wettbewerb eine unterschiedliche Bedeutung. Mit der folgenden Excel-Vorlage lassen sich die Patente einordnen und in einem Portfolio-Diagramm abbilden nach der

  • Patentstärke und
  • Patentattraktivität.

In der folgenden Excel-Vorlage wird allgemein für wichtige Technologien ermittelt, in welchem Maße sie für den Erfolg im Markt relevant sind (Technologieattraktivität) und welche Kompetenzen das Unternehmen mitbringt, um diese Technologien zu beherrschen. Das wird in einem Portfolio-Diagramm, dem Technologieportfolio, abgebildet.

Strategische Ziele und Maßnahmen

In der folgenden Excel-Vorlage legen Sie Ihre strategischen Ziele fest und bestimmen die Kennzahlen, die aufzeigen, in welchem Maße die Ziele erreicht werden. Sie planen die Soll-Werte für diese Ziele beziehungsweise Kennzahlen.

Dann beschreiben Sie mögliche strategische Maßnahmen, die Sie mit Ihrem Unternehmen ergreifen und bewerten, inwiefern diese zur Zielerreichung beitragen. Die Planungsperspektive sind fünf Jahre.

Ein zentrales strategisches Ziel für jedes Unternehmen ist es, Wert zu generieren. Dieser drückt sich insbesondere im Cashflow aus, der sich aus diesen Wertgeneratoren ergibt:

  • Umsatzwachstum
  • Gewinnmarge
  • Investitionen
  • Kapitalkosten
  • Steuerrate

Mit der folgenden Excel-Vorlage können Sie mögliche strategische Optionen und Nutzenpotenziale nach Handlungsfeldern wie Markt, Beschaffung, Menschen, Logistik, Informationstechnik, Organisation etc. strukturieren und sichtbar machen, zu welchen dieser Wertgeneratoren sie jeweils beitragen können. Die damit erzeugte Zusammenhangsmatrix wird auch als Valcor-Matrix bezeichnet.

Planen Sie die Strategie Ihres Unternehmens. Was sind die wesentlichen Merkmale und Stoßrichtungen? Auf welche Kompetenzen und Ressourcen Ihres Unternehmens gründen Sie die Strategien?




Für die Umsetzung von Maßnahmen, wie sie beispielsweise in der Valcor-Matrix zusammengestellt sind, müssen Ressourcen zur Verfügung gestellt werden. Das sind zum einen Finanzmittel, aber auch Sachmittel, Personalkapazität, Managementkapazität und Technologie. Die Umsetzung der Strategien betrifft meist mehrere Funktionsbereiche im Unternehmen. Mit der folgenden Excel-Vorlage nehmen Sie eine Verteilung der unterschiedlichen Ressourcenarten auf die Funktionsbereiche in Ihrem Unternehmen vor.

Die Zuweisung von Budget ist ein wichtiges Steuerungsinstrument im Rahmen der strategischen Planung. Dies kann nach der Bedeutung der einzelnen Unternehmensfunktionen erfolgen. Ein Modell, das dabei einen Überblick verschafft, ist die Wertkette nach Michael E. Porter. Mit der folgenden Excel-Vorlage können Sie aufzeigen, wie Sie Ihr Budget anteilig (Prozent) auf die zentralen Unternehmensfunktionen, primäre und unterstützende Aktivitäten, verteilen. Die Differenz ergibt die Gewinnspanne. Mit der Vorlage können Sie diese Zuweisung von Budget darstellen und dokumentieren.

Anteilige Zuweisung des Budgets in der Wertkette (Beispiel)

Welche Ressourcen, Finanzen, Sachmittel, Managementkompetenz, Technologien, Know-how etc. wollen Sie welchen Bereichen Ihres Unternehmens zuweisen? Wodurch ist dies begründet?




Erfahrungskurve und Lernkurve

Wo Ziele und Strategien am besten greifen und Erfolge zeigen, hängt auch davon ab, wie das Unternehmen Erfahrungen und Wissen in seine täglichen Prozesse integrieren kann. Ein einfaches, aber anschauliches Modell dafür ist die sogenannte Erfahrungskurve. Sie macht sichtbar, in welchen Bereichen sich ein Unternehmen strategische Vorteile verschaffen kann, wenn es seine Prozesse beherrscht, zum Beispiel durch Standardisierung oder Mengeneffekte (Economies of Scale). Mit der folgenden Excel-Vorlage können Sie beliebige Erfahrungskurven darstellen. Sie basieren auf den „kumulierten Erfahrungen“ (Output) und der Lernrate.

Dem gegenüber kann es zu umgekehrten Effekten kommen, wenn beispielsweise die Variantenvielfalt im Unternehmen oder die Komplexität der Organisation und der Prozesse steigt. Hier wird von der „umgekehrten Erfahrungskurve“ gesprochen. Das bedeutet, dass der Aufwand in Kosten oder Zeit steigt – etwa durch die kumulierte Variantenzahl. Dies können Sie mit der folgenden Excel-Vorlage in einem Diagramm abbilden.

Erfahrungskurve und Lernkurve sind Werkzeuge, um die knappen Ressourcen an der richtigen Stelle im Unternehmen einzusetzen. Je weiter ein Bereich auf der Lernkurve voran gekommen ist (Lernkurve ist deutlich gesunken), desto weniger Ressourcen sind im Allgemeinen notwendig.

Je komplexer die Prozesse sind, desto mehr Ressourcen nutzen oder verschwenden sie. Hier gibt es gegebenenfalls Möglichkeiten, die Effizienz zu verbessern und den Ressourcenverbrauch zu senken.

Planung Produktangebot und Marktbearbeitung

Eine wichtige strategische Entscheidung ist, welche Produkte auf welchen Märkten angeboten werden sollen. Es werden dabei unterschieden:

  • bereits angebotene oder neue Produkte
  • bereits bediente oder neue Märkte

Durch die Kombination dieser Möglichkeiten entsteht eine Matrix mit vier Feldern, die Produkt-Markt-Matrix. In der folgenden Excel-Vorlage stellen Sie zusammen, welche Produkte (bereits angeboten oder neu) auf welchen Märkten (bereits bedient oder neu) angeboten werden und wie sich der Umsatz in den nächsten Jahren jeweils entwickeln sollte.

Industriekostenkurve

Die Attraktivität eines Marktes hängt unter anderem von der Nachfrage und vom Preis der Produkte ab, der sich auf diesem Markt erzielen lässt. Gibt es in einem klar abgegrenzten Markt mit mehreren Anbietern vergleichbare oder substituierbare Produktangebote, dann zeigt die Industriekostenkurve, ob es sich für einen Anbieter lohnt, unter den Bedingungen seiner Selbstkosten anzubieten – oder die Kapazität zu verringern oder auszubauen. Im Diagramm der Industriekostenkurve werden Marktnachfrage und Marktpreis in Beziehung gesetzt. Die Nachfrage wird durch die Wettbewerbsangebote in der Reihenfolge der Selbstkosten erfüllt. Mit der folgenden Excel-Vorlage kann die Industriekostenkurve dargestellt werden (siehe Beispiel in der Abbildung).

Beispiel Industriekostenkurve

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