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Motivation

Selbstmotivation ankurbeln

Wer lange Zeit sehr gute Leistungen bringen will, muss wissen, warum er etwas tut. Er muss den Sinn seines Tätigseins kennen. Diesen Sinn muss sich jeder selbst geben. Dies kann dadurch erfolgen, dass Sie sich überlegen, was Sie erreichen wollen. Das muss sich nicht auf den Beruf beschränken, es können auch Familie, Hobbys oder andere Dinge sein. Der Beruf kann dann ein nützliches Mittel zum Zweck sein.

Erfolgreiche Menschen entwickeln dazu eine Vision, die beschreibt, wo sie in fünf bis zehn Jahren stehen wollen, was sie dann sein wollen. Diese Vision wird so intensiv vorgestellt, dass in diesen Menschen ein innerer Film abläuft. Sie sehen sich quasi jeden Tag auf dem Siegerpodest bei den Olympischen Spielen oder im Büro ihrer eigenen Firma.

Haben Sie auch eine Vision für Ihr Leben im Beruf, Familie oder Freizeit? Beschreiben Sie Ihren inneren Film. Lassen Sie sich Zeit. Denken Sie darüber nach. Denken Sie auch an die kleinen Dinge im Leben, die Ihnen Freude bereiten.




Ein weiterer wichtiger Baustein für die Selbstmotivation sind persönliche Ziele. Diese sollten sowohl langfristig, mittelfristig als auch kurzfristig sein.

Was sind Ihre persönlichen Ziele für die nächsten fünf Jahre, dieses Jahr, diesen Monat, diese Woche, heute? Inwiefern tragen diese Ziele zu Ihrer Vision bei?

  • fünf Jahre
  • dieses Jahr
  • diesen Monat
  • diese Woche
  • heute



Sie sollten Ihre Ziele aufschreiben. Wenn Sie Ziele formulieren, sollten Sie die folgenden Kriterien beachten:

  • So konkret und spezifisch wie möglich.
  • Selbst kontrollierbar, messbar und erreichbar: Sie sind dabei nicht maßgeblich von anderen abhängig, etwas für Ihre Ziele zu tun.
  • Formulieren Sie Etappenschritte, Teilziele.
  • Geben Sie sich Termine für die Zielerreichung vor.
  • Arbeiten Sie mit Bandbreiten, geben Sie sich Toleranzen, um nicht frustriert zu sein, wenn Sie ein Ziel nicht genau erreichen, obwohl Sie schon sehr gut waren.
  • Achten Sie auf die Auswirkungen auf die anderen Lebensbereiche: Gesundheit, Familie, Freizeit, Geld etc.
  • Bleiben Sie realistisch und fordern Sie sich gleichzeitig auch heraus: Finden Sie den richtigen Mix.
  • Bleiben Sie sich selbst treu.

Dann stellt sich die Frage, wie sehr Sie bereit sind, sich für diese Ziele anzustrengen.

Überlegen Sie: Wenn Sie sich für ein Ziel entschieden haben – zum Beispiel im Interesse Ihrer Gesundheit regelmäßig Joggen zu gehen –, können Sie die nächste Trainingseinheit kaum abwarten oder erleben Sie dies als Last, vor der Sie sich lieber drücken wollen?

  • drücke mich oft
  • drücke mich manchmal
  • erledige meine Pflicht
  • freue mich darauf
  • kann es kaum abwarten



Es gibt einige einfache Programme, mit deren Hilfe Menschen ihre eigene Persönlichkeit konstruktiv entfalten können. Dazu gehören:

  1. In-vivo-Positiv-Programmierung: Beobachten Sie Menschen, die Sie als sehr positiv erleben, die so etwas wie ein Vorbild sein können. Schauen Sie sich in Ihrem Bekanntenkreis um. Gibt es beeindruckende Vorgesetzte in Ihrem Unternehmen? Sie können auch an Figuren aus Filmen denken. Versetzen Sie sich in diese Personen. Denken Sie, Sie wären er oder sie! Versetzen Sie sich in diesen Film, und lassen Sie dies auf sich wirken.
  2.  In-vivo-Negativ-Programmierung: Damit schrecken Sie ab. Wenn Sie sich oder anderen etwas abgewöhnen wollen, vermitteln Sie gezielt ein sehr negativ besetztes Erlebnis. Betrachten Sie dies ganz genau, empfinden Sie mit, und schrecken Sie sich dadurch ab. Wenn Sie sich beispielsweise das Rauchen abgewöhnen wollen, schauen Sie sich die Raucherbeinpatienten im Krankenhaus an.
  3. Erfolgsbrücke: Erinnern Sie sich an Situationen in Ihrem Leben, wo Sie richtig gut waren! Stellen Sie sich eine solche Erfolgssituation immer wieder vor. Es gilt: Beachtung schafft Verstärkung! Dies ist insbesondere dann hilfreich, wenn Sie dies kurz vor einer schwierigen Aufgabe, wie beispielsweise einem wichtigen Vortrag, tun.
  4. Eigene Fehlerverwertung: Wenn Sie erkennen, dass Sie einen Fehler begangen haben oder dass Sie etwas getan haben, was Sie eigentlich gar nicht wollten, dann denken Sie darüber nach. Warum ist das passiert? Reden Sie sich dann ganz gezielt ein: Das passiert mir nicht mehr! Trainieren Sie sozusagen Ihren Willen vor dem Hintergrund der negativen Erfahrung. Auch das kann verstärken.

Bei allen diesen „Programmierübungen“ gilt: Emotionalisieren Sie rationale Einsichten!

Eine „Umprogrammierung“, das heißt die Auswirkung eines Gedankens auf unser Handeln, hängt ab von: Dauer x Häufigkeit x emotionale Intensität!

Je intensiver Sie eine Situation erleben (positiv wie negativ) um so stärker wirkt es in Ihrem Bewusstsein und prägt Sie. Diese Einsicht können Sie auch gezielt nutzen.

Welche Personen vermitteln Ihnen ein positives Bild? Wie welche Person wollen Sie gerne einmal sein? Beschreiben Sie die Situation.

Gibt es etwas, das Sie sich abgewöhnen wollen? Wo könnten Sie sich abschrecken lassen?

Beschreiben Sie ein für Sie sehr erfolgreiches Erlebnis.

Was ärgert Sie persönlich an sich selbst immer wieder?




Zur Selbstmotivation empfiehlt die Personalentwicklerin Sabine Gläser:

  • Nehmen Sie sich selbst als wichtigen Teil Ihrer Umwelt wahr.
  • Lernen Sie, sich selbst Wertschätzung und Anerkennung entgegen zu bringen, indem Sie sich nach getaner Arbeit belohnen, sich über einen erfolgreichen Abschluss freuen, sich imaginär selbst mal auf die Schulter klopfen oder sich etwas Kleineres oder Größeres gönnen.
  • Ignorieren oder (falls Sie das nicht können) thematisieren Sie abwertende Äußerungen anderer.
  • Übernehmen Sie Verantwortung – so viel wie möglich.
  • Wirken Sie, wo immer es geht, an Entscheidungsfindungen mit. Machen Sie damit jede Entscheidung auch zu Ihrer Entscheidung.
  • Informieren Sie sich über Hintergründe, Pläne, Zusammenhänge.
  • Fordern Sie Leistung von sich und mogeln Sie sich nicht durch. Sicherlich kostet es mehr Mühe, aber nur auf diesem Wege vermitteln Sie sich selbst wichtige Erfolge – trauen Sie sich etwas zu!
  • Setzen Sie sich Ziele, eventuell mit Zwischenschritten - nur wer eine konkrete Zielorientierung hat, weiß „wohin er unterwegs ist” und wo er sich auf dem Weg dorthin befindet.
  • Suchen Sie bei Schwierigkeiten Unterstützung bei Ihren Kollegen oder Ihrem Vorgesetzten - es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.
  • Holen Sie sich Rückmeldungen über Ihre Leistungen - Sie sollten wissen, wie man Sie einschätzt. Darüber hinaus erhalten Sie wertvolle Anregungen über Verbesserungsmöglichkeiten und ggf. Anerkennung von außen.
  • Stellen Sie partnerschaftliche Zusammenarbeit und Beziehungen zu Ihren Arbeitskollegen her, sorgen Sie für einharmonisches Miteinander in Ihrer Abteilung.
  • Nehmen Sie sich Zeit und Raum für kreative Aufgaben und Weiterentwicklungen. Routineaufgaben müssen gemacht werden, aber an vielen Arbeitsplätzen haben Sie die Freiheit, sie dann zu erledigen, wenn es Ihnen am besten auskommt - nutzen Sie die Freiheit!
  • Hören Sie aktiv zu um einen Einblick in die Werthaltungen, Gefühle und Bedürfnisse Ihrer Mitarbeiter, Kollegen und Vorgesetzten zu erhalten. Das erleichtert Ihnen den Umgang.

[Quelle: http://www.personalentwicklungsberatung.de/...]

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