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Smalltalk

Smalltalk-Tipps für Ihre Karriere

Beim Mittagessen mit Kollegen oder allein mit der Chefin im Fahrstuhl – wenn keiner ein Wort spricht, ist die Situation peinlich und unangenehm. Vor allem bleiben Chancen ungenutzt. Zum Beispiel, um Kontakte zu pflegen oder zu knüpfen, Neues zu erfahren oder sich selbst oder sein Unternehmen ins Gespräch zu bringen.

Smalltalk ist Bestandteil des Geschäfts. In vielen Ländern ist Smalltalk sogar unverzichtbar, um beispielsweise Verträge abzuschließen. Dann wird beim Geschäftsessen die meiste Zeit über Privates geredet, bevor es am Schluss kurz ums Geschäftliche geht.

Smalltalk ist gut für die Karriere

Smalltalk kann wertvolle Informationen liefern, die für die eigene Arbeit wichtig sind. Einer Untersuchung des Center for Workforce Development in Massachusetts zufolge erwerben 70 Prozent der Firmenangehörigen ihr Wissen über ihren Job und ihr Unternehmen durch den alltäglichen Plausch mit Kollegen.

Auch wenn Smalltalk zunächst zweckfrei ist, eignen sich informelle Gespräche oder Anlässe, um Bezug zu seinem Tätigkeitsbereich oder aktuellen Projekten herzustellen. Besondere Leistungen oder neue Ideen lassen sich hier gut einflechten. Und wer Kontakte knüpfen und beruflich nutzen möchte, kommt um Smalltalk nicht herum. Denn Smalltalk ist ein Türöffner. Kollegen, Geschäftspartner oder Kunden gewinnen so einen Eindruck von ihrem Gegenüber.

Zu „bedeutenden“ Themen übergehen

Der amerikanische Moderator David Letterman muss es wissen: „Smalltalk ist die Kunst, an Wichtiges zu denken, während man Unwichtiges sagt.“ Das gilt vor allem für diejenigen, die beruflich weiter kommen wollen.

Häufig ist Smalltalk der Auftakt für ein intensiveres Gespräch. Er öffnet die Tür zum weiteren Kontakt – beispielsweise einer verbindlichen Verabredung. Der Rhetorik- und Verkaufstrainer Ingo Vogel unterscheidet zwei Situationen, damit der Übergang gelingt:

Person kennenlernen

Sie wollen eine Person näher kennen lernen und das Gespräch vertiefen. Dann sollten Sie Ihre Fragen weiter auf die Person zuspitzen. Wie von selbst gehen Sie vom Smalltalk in den Bigtalk über.

Absicht verfolgen

Sie verfolgen eine konkrete Absicht, zum Beispiel einen Termin für ein Treffen. Dann sollten Sie im Smalltalk eine Zäsur machen und eine Frage zum weiteren Vorgehen stellen. Würdigen Sie zunächst das bisherige Gespräch und stellen Sie dann eine weiterführende Frage.

Beispiele Weiterführend fragen

  • „Was Sie erzählen, ist spannend. Sollen wir uns nach dem Vortrag verabreden, um das Gespräch zu vertiefen?“
  • „Ach, es macht Spaß, über Fußball zu reden ... Darüber könnte ich stundenlang sprechen. Aber eines wollte ich gerne noch erfahren ...“
  • „Es ist wirklich nett, sich mit Ihnen zu unterhalten. Gerade deshalb ...“
  • „Aus diesem Gespräch nehme ich einige Anregungen mit. Können wir noch ... besprechen?“
  • „Lieber Herr Müller ... Wir sollten unbedingt noch ... vertiefen.“

Nachfassen

Möchten Sie ein Fachthema vertiefen oder sollte sich ein geschäftlich interessanter Kontakt ergeben, ist es üblich, wenige Tage nach der zwanglosen Konversation telefonisch oder per E-Mail nachzufassen. Bei einem neuen Termin können in Ruhe mögliche Kooperationen oder andere Themen beredet werden.

Wie Sie den Smalltalk beenden

Im Normalfall ist Smalltalk ein kurzes Gespräch – und endet nach etwa 10 bis 15 Minuten von selbst. Wer aber seinen Gesprächspartner wechseln will oder an einen unangenehmen Gesprächspartner gerät, versucht den Smalltalk vorher zu beenden.

Halten Sie sich dabei an die Regel: Beenden Sie ein Gespräch stets bedacht und höflich. Abrupt abgebrochene Gespräche irritieren Ihr Gegenüber.

Beispiele Smalltalk bedacht und höflich beenden

  • Sie sehen eine Person, die Sie unbedingt grüßen möchten.
  • Sie entschuldigen sich, weil Sie die Toilette aufsuchen müssen.
  • Sie wollen ein neues Getränk oder etwas vom Büfett besorgen.
  • Sie müssen noch einen wichtigen Termin wahrnehmen.

Sagen Sie, was Sie vorhaben

Würdigen Sie das Gespräch und sagen Sie, was Sie vorhaben.

Beispiele Sagen, was Sie vorhaben

  • „Es war spannend mit Ihnen zu reden. Ich gehe jetzt in den Seminarraum.“
  • „Sie haben Recht: Da kann man leider nichts machen. Ich muss nun wieder ...“

Typische Wendungen für den Abschied

Am Ende des Smalltalks können Sie sich auch mit typischen Wendungen verabschieden.

Beispiele Klassischer Abschied

  • „Es war schön, Sie mal wieder zu sehen. Dann bis zum nächsten Mal.“
  • „Ja, das ist ein Thema ... Wann sehen wir uns eigentlich wieder? Also, bis dahin!“

Körpersprache beim Smalltalk

Ein Großteil der Informationen wird über die Körpersprache transportiert. Beachten Sie dazu folgende Regeln:

Lächeln

Mit einem Lächeln strahlen Sie Freundlichkeit und Begeisterung aus. Das wirkt positiv auf andere und Sie selbst.

Gute Laune und offene Haltung

Strahlen Sie gute Laune aus und nehmen Sie eine offene Haltung ein. Das animiert andere, auf Sie zuzugehen.

Positionieren

Positionieren Sie sich günstig. Das sind Positionen, an denen Sie gut wahrgenommen werden, also dort, wo viele Menschen vorbeikommen. Auf Veranstaltungen wäre das zum Beispiel in der Nähe des Büfetts oder des Eingangs.

Blickkontakt

Erwidern Sie den Blickkontakt anderer und wirken Sie nicht beschäftigt. So signalisieren Sie Gesprächsbereitschaft. Wer ständig auf seinem Smartphone herumtippt, wird eher nicht angesprochen.

Abstand zum Gesprächspartner

Halten Sie den richtigen Abstand zu Ihrem Gesprächspartner ein. Treten Sie dem anderen zu nahe, fühlt er sich bedrängt und unwohl. Nordeuropäer halten einen Abstand von mindestens 50 Zentimetern (etwa eine Armlänge) für angemessen.

Zuhören

Hören Sie aktiv zu. Reagieren Sie mit Kopfnicken auf Ihr Gegenüber. Wenden Sie sich Ihrem Gesprächspartner zu und signalisieren Sie Offenheit und Neugier.

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