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Strategy Maps

Strategien aus der Strategy Map umsetzen

Die Strategy Map hilft, die Strategie des Unternehmens an alle Mitarbeiter zu vermitteln und damit die Strategieumsetzung zu befördern. Dabei spielt die Kommunikation mit den Mitarbeitern eine große Rolle. Gerade komplexe und weitreichende Strategien müssen in einfache Leitsätze und Regeln übersetzt werden, wie sie sich dann in der Strategy Map wiederfinden. Hier finden Sie einige Formulierungsbeispiele.

Wenn Sie Ihre Strategy Map entwickelt haben und die wesentlichen strategischen Komponenten formuliert haben, dann müssen Sie diese in Ihrem Unternehmen umsetzen. Das bedeutet:

  • Die Mitarbeiter kennen die Strategie und ihre Komponenten aus den vier Perspektiven Finanzen, Kunden, Prozesse sowie Lernen und Entwicklung.
  • Sie verstehen die Strategien, die Zusammenhänge und ihre Bedeutung.
  • Sie können daraus ableiten, was sie in ihrem Arbeitsbereich tun oder unterlassen sollen.
  • Sie erkennen Unstimmigkeiten oder Widersprüche und können diese mit ihren Vorgesetzten und dem Management besprechen und lösen.

Strategieumsetzung ist vor allem eine Frage der Strategiekommunikation: Es kommt darauf an, dass Sie regelmäßig, oft, sachbezogen und anhand von Beispielen über Ihre Strategien sprechen. Im Folgenden finden Sie einige Werkzeuge und Regeln, die helfen, diese Anforderungen zu erfüllen.

Die richtigen strategischen Leitsätze formulieren

Damit die Kommunikation funktioniert, muss die Strategie auf ein paar wenige Schlüsselelemente heruntergebrochen werden, die von jedem Mitarbeiter verstanden werden können. Das erfordert Mut zur Reduktion und eine klare Aussage darüber, was im Zweifel der entscheidende Punkt ist. Eine Strategie muss in einfachen Worten sagen, was das Unternehmen tun will und was es nicht tun wird.

Die Übersetzung einer ausgefeilten Strategie in eine einfache, verständliche und wirksame Botschaft für die Mitarbeiter, in wenige zentrale strategische Leitsätze, ist keineswegs einfach. Es besteht die Gefahr, dass die Leitsätze widersprüchlich sind oder zu allgemein und abstrakt bleiben, sodass die Mitarbeiter nichts damit anfangen können. Um die richtige Formulierung zu finden, ist folgendes Vorgehen hilfreich:

  1. eine erste knappe Formulierung der Strategie in wenigen (ein bis drei) Sätzen als Entwurf
  2. hinterfragen, ob diese Formulierung auch eine längere Zeit Bestand haben kann
  3. testen, ob die Aussage kommunikativ wirksam ist (ist die Aussage klar, eindeutig und lässt sie sich leicht merken)
  4. überprüfen, ob die Botschaft Orientierung für die Mitarbeiter bietet (wissen die Mitarbeiter, woran sie ihre Aktivitäten ausrichten müssen und wo ihre Freiräume für Eigeninitiative und eigenverantwortliche Entscheidungen enden)
  5. sicherstellen, dass sich der Leitsatz ständig, eindeutig und überzeugend ins Unternehmen tragen lässt, solange bis alle Mitarbeiter genauso selbstverständlich darüber sprechen, ohne dass der Leitsatz sich abnutzt und nicht mehr beachtet wird

Wenn die Strategie und die Ziele an sich konsistent sind, zum Unternehmen und seiner Situation passen und auch den Kunden so vermittelt werden können, dann lassen sich im Allgemeinen viel leichter solche Leitsätze finden und formulieren. Sie sind dann unmittelbar mit der zentralen strategischen Stoßrichtung verbunden, wie sie in der Strategy Map dargestellt ist. Das könnte zum Beispiel sein:

  • Wir haben immer den günstigsten Preis.
  • Wir sind Serviceweltmeister für unsere Kunden.
  • Uns geht Qualität über alles.
  • Wir sind technologisch führend.
  • Wir überzeugen mit unserer Marke.
  • Wir haben die Prozesse und Kosten im Griff.
  • Bei uns bekommen die Kunden das gesamte Produktspektrum.
  • Wir sind international aktiv.

Strategien als einfache und klare Regeln

Die zentralen strategischen Leitsätze können in Regeln für den Alltag und für die einzelnen Fachbereiche Ihres Unternehmens übertragen werden. Diese Regeln geben für das Handeln eines jeden Mitarbeiters Orientierung und sind maßgeblich für Entscheidungen des Managements und der Mitarbeiter. Die Regeln können beschreiben, welche Art von Entscheidung zu treffen ist, wie etwas ablaufen soll, was auf keinen Fall passieren soll, wann Projekte abgebrochen werden sollen oder wie Prioritäten zu vergeben sind. Hier einige Beispiele:

  • Produkte mit dem höchsten Deckungsbeitrag haben Vorrang.
  • Alle Kundenbeschwerden müssen nach dem ersten Anruf gelöst und beantwortet werden.
  • Die Entwicklungszeit eines neuen Produkts darf nicht mehr als 18 Monate dauern.
  • Jeder Mitarbeiter muss mindestens einmal im Jahr geschult werden.

Wichtig ist, dass es nicht zu viele derartige Regeln gibt. Es kann ein hierarchisches Regelsystem entwickelt werden, indem es einige Regeln auf Unternehmensebene und einige für die einzelnen Fachbereiche gibt.

Was Sie bei der Formulierung von strategischen Regeln beachten sollten

Wiederholen Sie die Kernbotschaft, die mit einer Strategie verknüpft ist, indem Sie bei jedem Kommunikationsimpuls auf sie verweisen. Die wiederholte Information prägt sich ein. Jedem Mitarbeiter wird der Zusammenhang zwischen Strategie und Kommunikationsimpuls deutlich.

Verteilen Sie Information bedarfsgerecht und adressatenbezogen. Nicht jede Information ist relevant für alle Mitarbeiter. Die Kommunikation folgt weder einer reinen Push-Strategie (Mitarbeiter bekommen Information, ob sie wollen oder nicht) noch einer reinen Pull-Strategie (Mitarbeiter wählen sich die relevanten Informationen selbst aus).

Führen Sie gezielte Strategie-Dialoge. Nahezu jedes Gespräch eignet sich dabei als Strategie-Dialog – sei es der Ergebnisbericht an den Vorstand, das Meeting der Bereichsleiter, das Zielvereinbarungsgespräch mit dem Mitarbeiter oder das ungezwungene Plaudern in der Warteschlange vor dem Kaffeeautomaten.

www.4managers.de

Strategy Map in Balanced Scorecard und Key Performance Indicators übertragen

Strategien, Ziele, strategische Leitsätze und Regeln für die Umsetzung müssen realistisch sein. Keine abgehobenen Phrasen, keine Ziele, die sich auch bei größter Anstrengung nicht erreichen lassen. Deshalb werden diese Regeln mit Zielen und Kennzahlen verknüpft, die die Mitarbeiter kennen und die sie verfolgen können. Das ist der Zweck der Balanced Scorecard. Mit ihr vermitteln Sie die Strategien der Strategy Map an die Mitarbeiter. Die Kennzahlen können in persönliche oder teambezogene Key Performance Indicators übersetzt werden. Sie machen dem einzelnen Mitarbeiter direkt sichtbar, worauf es ankommt und welche Ziele und Regeln er beachten soll.

Werkzeuge und Medien für die Strategieumsetzung und Strategiekommunikation

Die folgende Abbildung 5 zeigt einige Methoden und Werkzeuge, die Sie bei der Strategieumsetzung und Strategiekommunikation einsetzen können.

Abbildung 5: Methoden und Werkzeuge für die Strategiekommunikation
Abbildung 5: Methoden und Werkzeuge für die Strategiekommunikation

Praxis

Erarbeiten Sie Aktionen und Regeln für die Umsetzung der Strategien Ihrer Strategy Map. Nutzen Sie dabei Methoden und Werkzeuge der Strategiekommunikation.

  • Können Sie auf der Grundlage Ihrer Strategy Map wenige strategische Leitsätze für Ihr Unternehmen formulieren?
  • Wie würde die Kernbotschaft aus Ihrer Sicht lauten?
  • Vergleichen Sie die Leitsätze mit Ihrer Strategy Map und mit den Zielen für Ihr Unternehmen.
  • Fordern Sie als Führungskraft der mittleren Ebene von der Geschäftsführung solche strategischen Leitsätze.
  • Überprüfen Sie die Wirksamkeit der strategischen Leitsätze mit Ihren Mitarbeitern.
  • Welche Regeln bilden die Strategie und die strategischen Leitsätze für Ihr Unternehmen am besten ab?
  • Testen Sie, was die Mitarbeiter darunter verstehen und was sie meinen, wie sie diese Vorgabe in Ihrem Arbeitsbereich umsetzen.
  • Sammeln Sie mit Ihren Mitarbeitern Ideen und besprechen Sie diese.

Nutzen Sie die folgenden Vorlagen für Ihre Strategiekommunikation als Werkzeuge für die Strategieumsetzung. Nutzen Sie auch die Strategy Map als Bild, mit dem Sie Zusammenhänge und Kernbotschaften sichtbar machen.

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