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Teilzeitarbeit

Verlängerung der Arbeitszeit und Arbeiten auf Abruf

Verlängerung der Arbeitszeit und Rückkehr zur Vollzeitarbeit

Einen Rückkehranspruch auf eine Vollzeitstelle ist gesetzlich nicht verankert, wird derzeit jedoch diskutiert. Bisher gilt lediglich ein Anspruch auf bevorzugte Berücksichtigung. Das heißt, der Arbeitgeber muss bei der Besetzung freier Stellen Teilzeitkräfte, die ihre Arbeitszeit verlängern oder zur Vollzeitarbeit zurückkehren wollen, bevorzugen. Und er muss diese Arbeitnehmer über entsprechende freie Arbeitsplätze informieren (§ 7 TzBfG Abs. 2).

Arbeiten auf Abruf

Arbeitgeber und Arbeitnehmer können vereinbaren, dass die Arbeitsleistung entsprechend dem Arbeitsanfall zu erbringen ist (§ 12 ArbZG). Ein bestimmtes Zeitdeputat für die Woche, den Monat oder das Jahr wird im Voraus vereinbart. Der Arbeitsvertrag muss eine bestimmte Dauer der wöchentlichen und täglichen Arbeitszeit festlegen. Der Arbeitgeber kann die Arbeitsleistung dann im entsprechenden Rahmen abrufen.

Hält der Arbeitgeber die Abruffrist von vier vollen Kalendertagen nicht ein (der Tag der Ankündigung des geplanten Arbeitstags sowie der Tag des geplanten Arbeitsbeginns werden nicht mitgerechnet; die Ankündigung muss an einem Werktag erfolgen), kann der Arbeitnehmer seine Leistung ohne arbeitsrechtliche Konsequenzen verweigern oder die Arbeit freiwillig aufnehmen. In einem Tarifvertrag können andere Fristen geregelt sein. Folgende Berechnung ergibt sich für die viertätige Abruffrist (§ 12 Abs. 2 TzBfG):

Geplanter Arbeitstag / Ankündigung muss spätestens erfolgen am:

  • Monatg / Mittwoch der Vorwoche
  • Dienstag / Donnerstag der Vorwoche
  • Mittwoch / Freitag der Vorwoche
  • Donnerstag / Freitag der Vorwoche
  • Freitag / Freitag der Vorwoche
  • Samstag / Montag der laufenden Woche
  • Sonntag (soweit zulässig) / Dienstag der laufenden Woche

Fehlt eine Regelung zur Übertragung von nicht abgerufener Arbeitszeit im Arbeitsvertrag, Tarifvertrag oder der Betriebsvereinbarung, muss der Arbeitgeber dafür ein Arbeitsentgelt zahlen (§§ 615, 611 BGB).

Ausbildung in Teilzeit

Nach § 8 Berufsbildungsgesetz (BBiG) kann auf gemeinsamen Antrag der Auszubildenden und Ausbildenden bei der zuständigen Stelle die tägliche oder wöchentliche Ausbildungszeit verringert werden. Ein berechtigtes Interesse wie beispielsweise die Erziehung eines Kindes muss vorliegen. Die Stundenzahl einer Teilzeitausbildung liegt zwischen 20 und 30 Stunden in der Woche. Sie kann laut Bundesagentur für Arbeit folgendermaßen gestaltet werden:

  • Teilzeitausbildung ohne Verlängerung der Ausbildungszeit (Dauer). Die Arbeitszeit inklusive Berufsschulunterricht beträgt mindestens 25 Wochenstunden.
  • Teilzeitausbildung mit Verlängerung der Ausbildungszeit um maximal ein Jahr. Die Arbeitszeit inklusive Berufsschulunterricht beträgt mindestens 20 Wochenstunden.

Ausbildender und Auszubildende überlegen gemeinsam, zu welchen Zeiten die Arbeitsstunden abgeleistet werden. Der Berufsschulunterricht findet während der regulären Unterrichtszeit statt. An den Ausbildungsvertrag wird ein Zusatz gefügt, in dem die Teilzeit-Vereinbarung schriftlich festgehalten wird.

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