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Einarbeitung neuer Mitarbeiter

Warum die ersten Tage für neue Kollegen so wichtig sind

Allzu oft sitzt der neue Kollege erst einmal herum. Er weiß nicht so recht, was er nun eigentlich tun soll. Sein Chef hat gerade heute keine Zeit und die anderen Mitarbeiter drücken sich vor diesem „lästigen Job“. Nur widerwillig erklären sie das Notwendige. Beim Neuen erzeugt das ein mulmiges Gefühl. Weiß er doch nicht, ob sich seine Kollegen nur unsicher fühlen (weil sie einfach keinen klaren Einarbeitungsplan haben) oder ob sie ihm gegenüber Vorbehalte haben. Die Folgen: Betroffene verlassen schnell wieder das Unternehmen, der Prozess der Bewerberauswahl geht von Neuem los, das Image des Arbeitgebers wird schlechter, die Stimmung im Team sinkt, weil ständig neue Mitarbeiter kommen und gehen.

In solchen Momenten springt manchmal der Teamassistent oder die Sekretärin ein. Sie nehmen den Neuen an die Hand und erklären:

  • wie das hier so läuft,
  • wer wichtig ist,
  • wo man was findet,
  • wie der Kopierer funktioniert.

Und nach ein paar Stunden nehmen sie ihren Kollegen sogar mit in die Kantine. Das ist alles sehr wichtig, um sich nach und nach einzufinden und einen Bezug zur „neuen beruflichen Heimat“ herzustellen. Doch eine effektive Einarbeitung ist das noch nicht. Erst ein klarer und systematischer Plan zur Einarbeitung führt den neuen Kollegen zielgerichtet an seine Aufgaben heran, macht ihn schnell zu einem wertvollen und akzeptierten Teammitglied und baut seine Unsicherheit und seine Hemmungen schnell ab.

Deshalb lohnt sich die richtige Vorbereitung und Planung des Einstiegs eines neuen Mitarbeiters. Im Vordergrund stehen:

  • Der Mitarbeiter soll sich schnell wohlfühlen und schnell integriert werden.
  • Er braucht alle wichtigen Informationen und muss alles Wichtige kennenlernen.
  • Die Technik, die er braucht, muss funktionieren.
  • Der Mitarbeiter arbeitet sich schnell ein und wird produktiv.
  • Das Unternehmen kann bis zum Ende der Probezeit die Leistung besser einschätzen.

Manche Unternehmen haben dafür auch eine Broschüre, eine Dokumentation oder ein ausführliches Handbuch „Für den neuen Kollegen“ entwickelt, das sie mit dem Einstieg dem Mitarbeiter übergeben. Doch das allein reicht nicht aus. Es muss sich auch jemand um ihn kümmern – eine wichtige Aufgabe jeder Führungskraft.

Was wird in Ihrem Unternehmen bislang vorbereitet, wenn ein neuer Mitarbeiter einsteigt? Wer kümmert sich um ihn? Wo sind beim bisherigen Ablauf die Defizite?




Die folgende Arbeitsvorlage und Checkliste gibt einen Überblick über alle wichtigen Schritte zur Vorbereitung des Einstiegs eines neuen Mitarbeiters und für das Kümmern während seiner ersten Arbeitstage. Sie können daraus Ihr individuelles Handbuch zur Einarbeitung neuer Kollegen entwickeln.

Wenn Sie für Ihre Abteilung oder Ihr Unternehmen einen Plan für den Einstieg neuer Mitarbeiter erarbeiten, kann es sehr hilfreich sein, wenn Sie mit Ihren Mitarbeitern sammeln:

  • Was muss ein neuer Mitarbeiter über uns wissen?
  • Was sind die formalen Regeln, die er kennen sollte?
  • Welche informellen Regeln sollte er ebenfalls kennen?

Besprechen Sie diese Fragen mit Ihren Mitarbeitern und stellen Sie das Ergebnis zusammen. Das hilft Ihnen, wichtige Aspekte Ihrer Unternehmenskultur und der Teamarbeit – neben vielen formalen Dingen – nicht zu vergessen, damit sich die alten und der neue Mitarbeiter aneinander gewöhnen können.

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