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Zeitmanagement

Warum Zeitmanagement nützlich ist

Schlechtes Zeitmanagement zeigt sich darin, dass der Tag nicht genug Stunden hat, um das zu erledigen, was man sich vorgenommen hat. Es gibt jedoch Strategien, um die Ressource Zeit besser einzuteilen und mehr Zeit zu haben. Dazu ist entscheidend zu wissen, welche Ziele man verfolgt. Ein Experiment verdeutlicht das.

Zeit kann man nicht vermehren, konservieren, oder abspeichern. Zeit verrinnt und eines schönen Tages stellt man fest, dass man davon nicht mehr genug hat, um das zu tun, was man noch tun wollte oder einfach tun muss. Die Beschäftigung mit der Frage, wie man mit dieser kostbaren Ressource Zeit umgeht, wie man sie einteilt, für welche Tätigkeiten man sie einsetzt, ist alles andere als einfach.

Zeit muss immer mehr verplant werden

Zeit wird unterschiedlich wahrgenommen. Objektiv betrachtet, stehen jeder Person 24 Stunden Zeit am Tag zur Verfügung. Aber: Aus subjektiver Sicht hat jede Person eine andere Zeit. Wie viel Zeit, hängt von ihren Prioritäten und dem Menschentyp ab. Die einen schlafen gerne länger, um später mit der Arbeit zu beginnen. Andere wollen früher beginnen, um am Nachmittag Zeit für ihrer Familie zu haben.

Viele beklagen, dass ihr Leben immer schneller verläuft, dass der Stress zunimmt, die Aufgaben immer vielfältiger werden und ein Termin den nächsten jagt. Der Einzelne fühlt sich überfordert. Hier setzt das Zeitmanagement an. Es will Prinzipien und Methoden vermitteln, wie die vielen Anforderungen des Arbeitslebens und Privatlebens bewältigt werden können.

Die Vorteile eines guten Zeitmanagements

Gutes Zeitmanagement und ausgefeilte Arbeitstechniken beeinflussen Ihre Leistungsfähigkeit, vermindern den Leistungsdruck, erhöhen Ihre Produktivität und damit Ihren Erfolg. Wer die Prinzipien und Methoden des Zeitmanagements beherzigt und umsetzt, profitiert von folgenden Vorteilen:

  • mehr Überblick über anstehende Arbeiten
  • klare Prioritäten, sodass nichts Wichtiges vergessen wird
  • mehr Freiraum für Kreativität
  • Stressabbau und Stressvermeidung
  • mehr Freizeit und sinnvollere Freizeitgestaltung

Kurze Geschichte zum Zeitmanagement – mit großer Wirkung

Eines Tages war ein alter Professor beauftragt, einer Gruppe von Geschäftsführern einen Kurs in effizienter Zeitplanung zu geben. Dieser Kurs machte eine von fünf Einheiten eines Seminartages aus, daher hatte der Professor nur eine Stunde zur Verfügung um seine Botschaft zu vermitteln.

Aufrecht vor dieser Elitetruppe, die bereit war, alles aufzuschreiben, was der alte Professor sagte, schaute der Dozent einem nach dem anderen langsam in die Augen, um schließlich langsam anzukündigen: „Wir werden miteinander ein kleines Experiment machen.“

Der alte Professor stellte vorsichtig einen großen Glaskrug auf den Tisch und füllte ihn mit etwa einem Dutzend tennisballgroßer Steine, die er bedächtig in den Glaskrug setzte, bis der Krug randvoll war und darin kein Platz mehr war. Da erhob der alte Professor den Kopf: „Ist der Krug voll?“ fragte er. Alle antworteten: „Ja!“ Er wartete und frage nach: „Tatsächlich?“

Darauf bückte er sich, holte ein Gefäß mit Kieselsteinen hervor und füllte bedächtig den Glaskrug – rührte um – füllte nach – bis die Kieselsteine alle Lücken füllten.

Der alte Professor hob erneut den Kopf und frage: „Ist der Krug voll?“ Die Teilnehmer waren unruhig – einer antwortete „Wahrscheinlich nicht.“ – „Gut“, antwortete der Professor. Er neigte sich nach unten und holte diesmal einen Eimer mit Sand. Bedächtig goss er den Sand in den Glaskrug. Der Sand schickte sich an, die Räume zwischen den großen Steinen und dem Kies zu füllen.

Noch einmal frage der Professor: „Ist der Krug voll?“ – Ohne zu zögern, entgegneten alle Schüler „Nein!“ – „Gut.“ Gerade so als ob die hochgepriesenen Schüler eine Fortsetzung erwarteten, nahm der Professor eine Kanne mit Wasser und goss das Wasser in den Krug bis der Krug randvoll war. Nun erhob sich der Professor und frage die Gruppe: „Was will uns dieses Experiment sagen?“

Der mutigste unter den Zuhörern meine, in Anbetracht des Kursthemas: „Es zeigt uns, dass wir sogar dann, wenn wir meinen, dass unser Kalender randvoll ist, noch weitere Termine vereinbaren und Dinge erledigen können, wenn wir es wirklich wollen.“

„Nein“, sagte der alte Professor – „Darum geht es nicht. Die große Wahrheit, die uns dieses Experiment zeigt, ist die folgende: Wenn wir nicht als Erstes die großen Steine in den Krug setzten, bringen wir sie später neben allen anderen Dingen nicht mehr hinein.“ Darauf erfolgte tiefes Schweigen, die Offensichtlichkeit seiner Worte leuchtete jedem ein.

„Was sind die großen Steine in Ihrem Leben?“, frage der Professor. „Gesundheit? – Familie? – Freunde? – Die Verwirklichung Ihrer Träume? – Tun, was Ihnen gefällt? Oder: Etwas ganz anders?“

„Nehmen Sie daraus mit, dass es wichtig ist, zuerst die großen Steine im Leben zu platzieren, sonst laufen wir Gefahr, erfolglos zu sein. Wenn wir den Nebensächlichkeiten den Vorrang geben, also etwa Kies, Sand und Wasser, dann füllen wir unser Leben damit auf, und am Ende fehlt uns die kostbare Zeit, um uns den wichtigen Aspekten unseres Lebens zu widmen. Vergessen sie daher nicht die Frage: Was sind die großen Steine in Ihrem Leben?“

Stephen R. Covey

Praxis

Ihr persönliches Experiment

Machen Sie Ihr eigenes Experiment und überlegen Sie zu diesem Zweck:

  • Was sind die großen Steine in Ihrem Leben? Was also sind die wirklich wichtigen Dinge in Ihrem Leben?
  • Wo stehen diese wichtigen Dinge in Ihrem Terminkalender?
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