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Smalltalk

Wie Sie das Gespräch aufrechterhalten

Stellen Sie Fragen, um die Kommunikation am Laufen zu halten. Zeigen Sie Interesse am Gesprächspartner, um ihn zum Reden zu bringen. Oder nutzen Sie Eisbrecherfloskeln, um eine peinliche Pause zu umgehen. Mit wenigen Kniffen gerät Smalltalk nicht ins Stocken.

Fragen Sie

Nach Persönlichem fragen

Fragen, die auf die persönliche Beziehung der Gesprächspartner ausgerichtet sind, zeigen, dass der Fragende ein Interesse an seinem Gegenüber hat.

Der Kommunikationstrainer Dale Carnegie weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass „ein Geschäftspartner mehr an sich selbst, seinen Wünschen und Problemen interessiert ist als an Ihnen und Ihren Problemen“.

Mit Fragen bekommt das Gegenüber die Gelegenheit, über sich zu sprechen. Somit sind Fragen nicht nur ein Instrument, um eine Beziehung aufzubauen, sondern auch um die Kommunikation am Laufen zu halen. Nutzen Sie dazu die klassischen W-Fragen.

Beispiele W-Fragen beim Smalltalk

  • „Wie sind Sie auf dieses Seminar aufmerksam geworden?“
  • „Was interessiert Sie besonders an diesem Seminar?“

Nicht nach dem „Warum“ oder „Wieso“ fragen

Wer jedoch zu viel fragt, führt ein Verhör. „Warum“ oder „Wieso“ eignen sich deshalb nicht so gut für den Smalltalk. Das kann zum einen indiskret wirken. Zum anderen ist mit dieser Frageform das Gegenüber gezwungen, sich zu rechtfertigen beziehungsweise zu erklären, was in der Regel unangenehme Gefühle hervorruft.

Offenen Fragen stellen

Auch die Frage „Treiben Sie Sport?“ eignet sich weniger zum smalltalken. Diese Frage lässt nur ein Ja oder Nein zu. Deshalb sollten Sie offene Fragen stellen, auf die der andere ausführlich eingehen kann.

Beispiele Offene Fragen beim Smalltalk

  • „Was meinen Sie dazu?“
  • „Wie sehen Sie das?“
  • „Was würden Sie in dieser Situation tun?“
  • „Welche Erfahrungen haben Sie damit gemacht?“

Schweiger zum Reden bringen

Wenn Sie mit einer Person ins Gespräch kommen, die nicht viel redet, lässt sich schwieriger an Gesagtes anknüpfen. Locken Sie Ihren Gesprächspartner nicht mit einem beliebigen Thema aus der Reserve, sondern sprechen Sie über das, was die Person interessieren könnte.

Wenn diese Person nicht viel von sich preisgibt, ist das leichter gesagt als getan. Greifen Sie in solchen Situationen also auf Ihr Wissen über diese Person und auf das zurück, was Sie an ihr beobachten konnten.

Beispiele Schweiger beim Smalltalk zum Reden bringen

  • Was fällt Ihnen am Aussehen der Person auf?
    Zum Beispiel: Ist sie braun gebrannt? Sieht sie sportlich aus? Trägt sie etwas Auffälliges?
  • Welche Vorlieben könnte die Person haben?
    Zum Beispiel: Fährt sie ein auffälliges Auto?
  • Was genießt die Aufmerksamkeit dieser Person?
    Zum Beispiel: Schaut sie oft in eine bestimmte Richtung? Hält sie etwas in ihrer Hand?
  • Was haben Sie über die Person gehört?
    Zum Beispiel: Ist sie karitativ tätig? Ist sie Mitglied in einer Organisation?

Manchmal braucht es zwei oder drei Fragen, die man anspricht, bevor man das richtige Thema erwischt und der „Schweiger“ ins Gespräch einsteigt. Manche reden von Natur aus wenig oder antworten knapp. Denen machen Gesprächspausen aber oft auch wenig aus.

Beispiel Wenn es partout nicht weitergeht

„Ich rede zu viel. Wie ist ... bei Ihnen?“.

Mit Pausen umgehen

Eine Pause während einer Konversation kann sich sehr lange anfühlen. Die meisten empfinden das als unangenehm und denken angestrengt nach, was sie noch sagen könnten. Pausen treten ein, wenn kein Interesse mehr am aktuellen Thema besteht oder das Gefühl aufkommt, alles gesagt zu haben.

„mhm“ und „hmm“

Schnellhilfe bieten Laute wie „mhm“ und „hmm“, die das Gesagte bestätigen und die Atmosphäre auflockern.

Gesagtes zusammenfassen

Sie können das Gesagte oder einzelne Aspekte, die Sie zum Beispiel für wichtig halten, auch noch einmal zusammenfassen.

Beispiel Gesagtes zusammenfassen

„ ... ist ein Punkt, in dem ich Ihnen absolut zustimme.“

Grund des Schweigens aufgreifen

Sie können auch den Grund des Schweigens zum Thema machen.

Beispiel Grund des Schweigens aufgreifen

„Tja, was soll man zum leidigen Thema Steuern noch sagen?“

Fragen Sie sich: Was interessiert mich noch?

Wer in einer „stummen“ Situation zwanghaft nach einem neuen Thema sucht, findet erst recht nichts, was er jetzt sagen könnte. Fragen Sie sich lieber: Was interessiert mich noch? Die Kommunikationsexpertin Cornelia Topf gibt dazu folgende Beispiele:

Beispiele Was interessiert Sie noch?

Sie können sich interessieren für

  • ... etwas aus dem bisherigen Gespräch: „Sie sagten vorhin, dass ... Darf ich Sie dazu noch etwas fragen?“
  • ... etwas Gesprächsverwandtes: „Zum Thema Pannen fällt mir die Pannenhilfe vom ADAC ein. Ich frage mich, ob ich Mitglied beim ADAC werden soll.“
  • ... etwas Neues: „Mal was ganz anderes: Haben Sie schon ...?“

Eisbrecherfloskeln

Eisbrecherfloskeln wie „Heute ist es mal wieder heiß“ oder „Die Schlange ist heute besonders lang“ klingen vielleicht banal, können aber Dialoge voranbringen.

Etwas „loswerden“

Auch wenn Sie einfach etwas „loswerden“ wollen, kann das ein Gespräch in eine neue Richtung lenken. Zum Beispiel, dass es im Vortragssaal zum Schluss etwas stickig war und die frische Luft nun guttut. Wichtig dabei: Die Bemerkung sollte ernst gemeint und freundlich sein.

Praxis

Wenn Sie sich schwer damit tun, ein Smalltalk-Gespräch aufrechtzuerhalten, bereiten Sie sich auf Ihre nächste Gelegenheit vor.

  • Überlegen Sie sich weitere Beispiele für jede vorgestellte Weiterrede-Technik.
  • Überlegen Sie sich dazu: Über was kann ich noch reden?

Die Ideen für Themen zum Einstieg in der folgenden Vorlage eignen sich auch für Situationen, in denen das Smalltalk-Gespräch ins Stocken gerät.

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