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Spontan präsentieren

Wie Sie einen Blackout während der Stegreifrede überwinden

Plötzlich bremst ein Blackout den Redefluss. Die nächsten Worte wollen einfach nicht einfallen. Drei leicht umsetzbare Tricks helfen beim Weitersprechen. Mit einfachen Mitteln kann der Gesprächspartner selbst in einer Kurzpräsentation überzeugt werden. Nutzen Sie die folgenden Beispiele.

„Jetzt nicht ins Stocken kommen“ und „Hoffentlich hört keiner meine Unsicherheit“ werden diejenigen gedacht haben, die bereits spontan zu einer Stegreifrede aufgefordert wurden. Und wenn während der Stegreifrede dann doch der Blackout die Sprache verschlägt, ist der Ärger darüber groß. Besonders tragisch: Im Nachhinein fällt den meisten ein, was sie eigentlich alles hätten sagen können und wollen.  

Einstiegstechniken helfen bei Blackouts

Sollten Sie mitten in Ihrer Rede nicht mehr weiter wissen, können Sie auf eine der Einstiegstechniken zurückgreifen: Stellen Sie eine Frage, die Ihnen beim Reden einfällt und die Sie selbst beantworten, erzählen Sie etwas Persönliches oder bringen Sie das Thema in Beziehung zu einem verwandten Thema.

Beispiel Erste Hilfe bei Blackouts

Fragen zum Thema laut aussprechen
„Übrigens, wie war das eigentlich früher?“

Persönliches erwähnen
„Übrigens: Auf dem Weg zu diesem Meeting traf ich Frau Maier, die mich darüber informierte, dass ...“

Thema in Beziehung zu einem verwandten Thema setzen
„Nebenbei bemerkt, ...“

Stichworte aufgreifen

Sie hatten keine Zeit, sich einen roten Faden für Ihren Fünf-Minuten-Vortrag zurechtzulegen? Dann wählen Sie die einfachste und von den Zuhörenden nachvollziehbarste Methode. Dazu sollte Ihr Hauptpunkt, Anliegen oder Ihre These feststehen. Davon ausgehend knüpfen Sie Satz an Satz, indem Sie jeweils an den Punkt anknüpfen, den Sie im Satz zuvor angesprochen haben. Jeder Satz liefert das Stichwort für den nächsten. So entwickelt sich der rote Faden wie von selbst.

Beispiel Stichwort aufgreifen

„Liebe Kolleginnen und Kollegen, unser Projektabschluss verzögert sich. Wir können unser Projekt aber noch auf Kurs bringen. Ich möchte kurz deutlich machen, warum wir nicht im Plan sind. Anschließend zeige ich, welche Maßnahmen wir einleiten sollten, um den Projektabschluss nicht zu gefährden.

Warum sind wir nicht im Plan? Das liegt vornehmlich daran, dass unser wichtigster Zulieferer .... ausgefallen ist. Ausgefallen weil ... Für die fehlende Bestellung konnten wir einen Ersatz finden. Die Verhandlungen mit der Firma ... waren erfolgreich. Wir vereinbarten ...“

Thema wechseln

Wenn Ihnen nichts zum vorgegebenen Thema einfällt oder Sie nicht viel dazu wissen, sollten Sie das Thema in Ihrer Rede behutsam wechseln: Beginnen Sie zum Beispiel mit der Vergangenheit des Themas und gehen Sie nach einer Weile zu dem Thema über, das Ihnen besser liegt. Politiker wenden diese Taktik gerne an, wenn sie Journalisten-Fragen nicht beantworten wollen oder die Antworten bewusst auf ein Thema ihrer Wahl lenken wollen.

Wichtig dabei ist: Kommen Sie am Schluss wieder auf den Ausgangspunkt zurück, damit der Schluss – und damit Ihre Rede passend zum Thema – beim Publikum in Erinnerung bleibt. Diese Methode können Sie natürlich nicht immer anwenden. Wenn Sie aufgefordert werden, über den Stand Ihres Projekts zu berichten, sollten die Zuhörenden am Ende wissen, wie der Stand des Projekts ist. Trotzdem können Sie Schwerpunkte auf das legen, wozu Sie mehr sagen können oder bei dem Sie sich sicherer fühlen.

Wiederholen und Zusammenfassen

Wenn Sie plötzlich ins Stocken kommen, wiederholen Sie die Ausgangsfrage beziehungsweise das Thema, um das es in Ihrer Stegreifrede geht. Sie können auch Ihren letzten Gedanken oder Ihre genannten Aspekte zusammenfassen. Schließen Sie Ihre Rede mit einer Zusammenfassung der wichtigsten Punkte ab und kündigen Sie das an. Der Schluss kann auch eine Handlungsaufforderung beinhalten.

Beispiel Wiederholen und Zusammenfassen

  • „Mein persönliches Fazit dazu ist: ...“
  • „Alles in allem denke ich, wir sollten ...“

Wie Sie Ihren Gesprächspartner überzeugen

Bei einer Kurzpräsentation während eines Meetings oder bei einem Meinungsaustausch während einer zufälligen Begegnung mit der Abteilungsleiterin, ist Überzeugungskraft gefragt. Das bedeutet, Sie sollten Kommunikationsfehler vermeiden und das sagen, was Ihr Gegenüber filtert, wenn er Ihnen zuhört. Die Präsentationsexpertin Anita Hermann-Ruess zeigt in ihrem Buch „ad hoc präsentieren“, was es dabei zu beachten gibt:

Lösungsorientiert sprechen

Sprechen Sie nicht ichzentriert und problemorientiert, sondern vermitteln Sie lösungsorientiert einen Nutzen für Ihren Gesprächspartner. Statt: „Ich brauche endlich ... um mein Problem ...“ sagen Sie: „Um den Kunden ... zu überzeugen, sollten wir ... Dazu brauche ich ...“

Klar, verständlich und anschaulich sprechen

Verwenden Sie keine Fachbegriffe (außer Sie sprechen vor einem Fachpublikum) und meiden Sie zu viele Detailinformationen oder Zahlen. Sprechen Sie klar und verständlich. Machen Sie das Gesagte mit rhetorischen Mitteln anschaulich. Verwenden Sie Beispiele, Geschichten, Bilder, Metaphern oder Analogien.

Zielorientiert sprechen

Konzentrieren Sie sich bei Ihrer Präsentation auf das, was Ihrem Ziel dient. Alles andere können Sie weglassen. Das setzt voraus, dass Sie Ihr Ziel genau kennen. Halten Sie schriftlich fest, was Ihre Zuhörer nach Ihrer Präsentation tun sollen. Daran angelehnt strukturieren Sie Ihre Argumente.

Zielgruppenorientiert sprechen

Orientieren Sie sich an Ihrer Zielgruppe: Was ist Ihren Zuhörenden wichtig? Was motiviert sie?

Konzentriert zuhören

Hören Sie sich die Argumente Ihrer Gesprächspartner an: Welche Position nehmen sie ein? Was sind ihre Ziele? Welche Werte vertreten sie? Nachdem Sie genügend Informationen gesammelt haben, tragen Sie Ihre Argumente strukturiert vor.

Praxis

Erinnern Sie sich an eine frühere Rede, einen kurzen Vortrag, eine spontane Vorstellung und machen Sie sich Notizen:

  • Was lief gut?
  • Was war nicht so gut?
  • Was würden Sie heute anders oder besser machen?
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