Die meisten mittelständischen Unternehmen können ihren Bedarf an Abteilungs- und Bereichsleitern nicht durch das Rekrutieren erfolgreicher Konzernmanager decken. Dabei sind nicht das Gehalt oder die fehlende Wechselbereitschaft potenzieller Kandidaten das Problem: Der entscheidende Engpass ist die (Führungs-)Kultur mittelständischer Unternehmen. An ihr scheitern konzerngeprägte Manager regelmäßig, selbst wenn sie gut geschult und führungserfahren sind.
Maßgeblich für die Kultur eines Unternehmens ist die Unternehmensspitze. Das gilt für börsennotierte AGs und auch für mittelständische Betriebe. Trotzdem gibt es einen entscheidenden Unterschied: Im familiengeführten Mittelstand bilden Leitung und Eigentum meist eine Einheit. Inhabergeführte Unternehmen bilden in zahlreichen Staaten weltweit das Rückgrat der Wirtschaft. Dessen ungeachtet hat sich ihr Profil gerade im deutschsprachigen Raum in den zurückliegenden 20 Jahren sehr gewandelt. Von handwerklich geprägten Produktionsunternehmen haben sie sich zu weltweit tätigen High-Tech-Unternehmen entwickelt. Doch ihre (Führungs-)Kultur hielt mit dieser Entwicklung vielfach nicht Schritt.

