So mancher Südamerikaner schmunzelt bei der Abkürzung „hp“. Steht sie doch im Spanischen nicht nur für den Computerhersteller Hewlett-Packard, sondern auch für „hijo de puta“ – auf Deutsch: Hurensohn. Ebenso befremdlich wirkt auf viele spanische Muttersprachler die Marke Roto, unter der die deutsche Roto-Franz AG unter anderem in Spanien und Südamerika Fenster, Türen sowie Dach- und Solartechnologie anbietet. Im Spanischen heißt „roto“ schlicht und ergreifend „kaputt“. Die Produkte verkaufen sich trotzdem, ebenso wie die Automarke Seat oder der Modellname Corsa in England. Letzteres ist deshalb erstaunlich, weil „seat“ im Englischen „Sitz“ und „coarse“ gar „rau“, „ungehobelt“ und „primitiv“ bedeutet.
Unternehmen sollten sich allerdings nicht darauf verlassen, dass ein Markenname trotz unpassender Assoziationen nicht floppt. Denn es gibt auch Gegenbeispiele. So bremste sich Ford in Brasilien mit der Bezeichnung „Pinto“ aus – das Wort bedeutet dort nicht nur Küken, sondern umgangssprachlich auch Penis. Das Modell musste in „Corcel“ (Pferd) umbenannt werden. Folgende Tipps zeigen, wie Unternehmen bei der Suche eines internationalen Markennamens vorgehen sollten.


