Zum Einstieg zwei Beispiele über den wichtigen Einfluss der Unternehmenskommunikation als imagebildendes Instrument:
Die Humana GmbH aus Herford hatte als Hersteller von Babynahrung einen tadellosen Ruf, bis das Unternehmen im November 2003 plötzlich in die Negativschlagzeilen geriet: Eine speziell für den israelischen Markt hergestellte, koschere Sojamilch war in zu geringem Maße mit Vitamin B1 versetzt. Als Folge starben mehrere Säuglinge. Schlagartig musste sich das Unternehmen darum bemühen, den katastrophal geschädigten Ruf durch rückhaltlose Aufklärung des Falls, das Ergreifen von personellen Konsequenzen und engmaschige Information der Öffentlichkeit zu verbessern.
Das Thema Zeitarbeit hat im Lauf der letzten zehn Jahre einen Imagewandel durchlebt. Während Zeitarbeitsunternehmen früher den Ruf hatten, als bessere Sklaventreiber für Billiglohnkräfte zu agieren, hat sich dieses Image eindeutig verbessert. Sicher auch durch den überlaufenen Arbeitsmarkt bedingt, sprechen Zeitarbeitsfirmen heute auch Akademiker in ihrer werblichen Kommunikation an und bieten diesen zum Teil attraktive und sichere Arbeitsplätze.
Während die Humana GmbH aus heiterem Himmel gegen ihr schlechtes Image vorgehen musste, ist der Imagewandel bei Zeitarbeitsunternehmen durch langfristige kommunikative Aktivitäten und durch äußere Bedingungen (schwieriger Arbeitsmarkt) eingetreten.
Stichwort
Das Wort „Image“ stammt aus dem Englischen und bedeutet „Vorstellungsbild“, „Ebenbild“ oder auch „Verkörperung“. Unter „Firmenimage“ versteht man das Vorstellungsbild, das ein Einzelner oder eine Menschengruppe mit einem bestimmten Unternehmen verbinden. Das Firmenimage kann sich durch äußere Ereignisse, durch eine Änderung des Angebots beziehungsweise andere Firmenaktivitäten und auch durch das Verhalten von Mitarbeitern ändern. Dieser Wandel kann – etwa durch eine Krise ausgelöst – schlagartig oder über einen längeren Zeitraum hinweg erfolgen.
Unternehmenskommunikation schafft das Firmenimage
Wie muss die Unternehmenskommunikation beschaffen sein, damit sie einen positiven Einfluss auf das Firmenimage hat? Der Begriff „Unternehmenskommunikation“ umfasst alle Kommunikationsaktivitäten, die darauf zielen, die Einstellung meinungsbildender Gruppen einem Unternehmen gegenüber zu formen oder zu verändern. Dabei ist die Unternehmenskommunikation kein Zaubermittel: Sie können niemanden zwingen, eine bestimmte Meinung gegenüber Ihrem Unternehmen einzunehmen. Dennoch ist die Unternehmenskommunikation ein wertvolles Instrument zur Imagebildung – vorausgesetzt, sie erfüllt bestimmte Merkmale: Damit sie positiv zur Imagebildung beitragen kann, muss sie überzeugend – und damit glaubwürdig, stimmig und verständlich sein.
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